Features im Radio

Features

Montag 08:30 Uhr SWR2

SWR2 Wissen

Diebinnen im 18. Jahrhundert - Die Alte Lisel und ihre Gaunerbande Feature Von Carolin Hoos Historische Geschichten von Dieben, Räubern und Gaunern drehen sich häufig um Männer. Im 18. Jahrhundert allerdings waren auch Frauen fester Bestandteil von Gaunerbanden, manchmal sogar als deren Anführerinnen. Ein Beispiel ist die Alte Lisel. Sie war rund um den Bodensee als "Sackgreiferin" und "Beutelschneiderin" aktiv. Mit den Diebstählen sicherte sie das Überleben und den Zusammenhalt der Gruppe. Doch historische Zeugenberichte und Verhörprotokolle zeigen: Die nahezu täglichen Diebeszüge waren sehr riskant. (SWR 2023)

Montag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Arktis-Expeditionen Verschollen im ewigen Eis Die Franklin-Expedition Fridtjof Nansen Polarforscher, Zoologe, Diplomat Das Kalenderblatt 26.02.1948 Augsburger Puppenkiste eröffnet Von Anja Mössing . Verschollen im ewigen Eis: die Franklin-Expedition Autor: Georg Florian Ulrich / Regie: Sabine Kienhöfer Im Jahr 1845 verlassen zwei Schiffe unter dem Kommando von Sir John Franklin die Küste Englands. Ihr Ziel: die Nordwestpassage zu finden, den vermeintlichen Seeweg von Europa durch das eisige Polarmeer nach Asien. Die Expedition ist bestens ausgestattet, an Bord ist Proviant für mehrere Jahre, technisch sind die Schiffe auf dem neuesten Stand. Doch nachdem die HMS Terror und die HMS Erebus ein letztes Mal vor der Küste Kanadas gesehen werden, verschwinden die Schiffe scheinbar spurlos. Mit ihnen die 129 Mann Besatzung. Es dauert Jahre, bis sich erste Suchtrupps aufmachen, um das Schicksal der Expedition zu klären. Sie finden nichts, bis auf wenige Gräber auf einer kleinen Insel. Gerüchte machen die Runde: Sind die Schiffe gesunken? Verhungerten die Expeditionsteilnehmer, als ihre Schiffe im Eis feststeckten? Konnte sich einige von ihnen über Land retten? Doch als die Suchtrupps auf Inuit treffen, die die Schiffe gesehen haben wollen, berichten diese ihnen von einem grausigen Ende der Expedition, das die Vorstellungen vieler Zeitgenossen übersteigt. Fridtjof Nansen - Polarforscher, Zoologe, Diplomat Autor: Sebastian Kirschner / Regie: Eva Demmelhuber Er ist als einer der großen Polarforscher in die Geschichte eingegangen - doch das wird dem Leben von Fridtjof Nansen nicht einmal ansatzweise gerecht. Ende des 19. Jahrhunderts durchquert der Norweger als Erster das eisige Innere Grönlands und macht sich daneben als Pionier der damals noch jungen Neurologie einen Namen. Aber die Polarforschung hat den studierten Zoologen bereits fest in ihren Bann gezogen. Als Nansen 1896 von einer weiteren Expedition, diesmal zum Nordpol, mitsamt seinem Team unversehrt zurückkehrt, ist sein Ruhm endgültig zementiert. Fridtjof Nansen ist gerade 35 Jahre alt und alle feiern ihn als Held - zuhause in Norwegen und auf der ganzen Welt. Dabei ebnet ihm all das nur den Weg für seine nun folgenden Aufgaben. Aufgaben, bei denen Fridtjof Nansen hunderttausenden Menschen das Leben rettet. Während des ersten Weltkriegs organisiert er umfangreiche Hilfen gegen die Hunger- und Flüchtlingskatastrophen. 1922 hilft er staatenlosen Flüchtlingen mit dem von ihm erdachten "Nansen-Pass". Noch im selben Jahr erhält er für seine Bemühungen um die Friedenspolitik den Friedensnobelpreis. Ein Porträt über einen rastlosen Geist zwischen Eis und Politik. Erstsendung 9. Januar 2020 Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 10:04 Uhr WDR5

Neugier genügt

Mit Anja Backhaus Feature: Medikamentenmissbrauch an Kindern in NRW; Redezeit mit Emran Feroz, Journalist; über Drohnen im Krieg; Gedicht "Du kamst zu mir" von Ricarda Huch zur vollen Stunde WDR aktuell

Montag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Polen und Russland Polen und Russland Im Schatten des imperialen Nachbarn Deportation und Exil Eine polnische Odyssee im Zweiten Weltkrieg Das Kalenderblatt 26.02.1948 Augsburger Puppenkiste eröffnet Von Anja Mössing . Polen und Russland - im Schatten des imperialen Nachbarn Autor: Jochen Rack / Regie: Silke Wolfrum Polens Verhältnis zu Russland ist über die Jahrhunderte von Feindschaft geprägt. Teile des heutigen Staatsgebiets wurden vom Ende des 18. Jahrhunderts an dem russischen Imperium einverleibt, Aufstände gegen die zaristische Herrschaft niedergeschlagen. Nach Josef Pilsudskis Sieg über die Rote Armee im Jahr 1920 existierte ein unabhängiges Polen nur kurz zwischen den beiden Weltkriegen. Hitler und Stalin teilten Polen 1939 unter sich auf, in Katyn und anderen Orten wurden 20.000 polnische Offiziere von den Sowjets erschossen. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Polen zum kommunistischen Block, die Befreiung vom imperialen Nachbarn begann mit der Gewerkschaftsbewegung "Solidarnosc" und wurde von Papst Johannes Paul II unterstützt. Die Beziehungen Polens zu Russland nach dem Ende der Sowjetunion blieben angespannt, durch den russischen Krieg gegen die Ukraine hat sich die alte Feindschaft erneuert. Deportation und Exil - eine polnische Odyssee im Zweiten Weltkrieg Autorin: Julia Devlin / Regie: Sabine Kienhöfer Dies ist die unglaubliche Geschichte tausender Polen, die im Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat in die Sowjetunion deportiert wurden und auf gefahrvollen, entbehrungsreichen Wegen über den Iran nach Indien und Afrika gelangten. Ostpolen, im Februar 1940: In den frühen Morgenstunden werden tausende Familien von sowjetischen Soldaten aus dem Schlaf gerissen. Unter vorgehaltener Waffe werden sie zum Packen gezwungen und mit ihren Habseligkeiten zur nächsten Bahnstation gebracht. Dort warten schon die Viehwaggons. Ihr Ziel: Straflager in Sibirien. Als anderthalb Jahre später die Wehrmacht die Sowjetunion angreift, werden die Polen freigelassen, denn die wehrtauglichen Männer sollen auf den Schlachtfeldern Europas gegen Nazi-Deutschland eingesetzt werden. Die Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, werden nach Afrika und Indien gebracht. Und so entwickeln sich die Flüchtlingslager am Indischen Ozean und in der Savanne zu kleinen Zentren polnischen Lebens. Erstsendung 20. Juni 2016 Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 16:05 Uhr SWR2

SWR2 Impuls

Wissen aktuell Feature

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Schwangerschaft und Krebs - Von Möglichkeiten und Grenzen Ein Erfahrungsbericht Von Henrike Möller Im November 2021 erkrankt die Journalistin Henrike Möller an Schilddrüsenkrebs. Kurz darauf stellt sie fest, dass sie schwanger ist. Doch schwanger kann der Krebs nicht behandelt werden. Es wird die schwerste Entscheidung ihres Lebens: Krebstherapie oder Baby? Zwei Jahre später rekapituliert Henrike Möller, was damals passiert ist. Sie spricht mit Nuklearmedizinern, Geburtshelfern und Onkologen über Möglichkeiten und Grenzen der Krebstherapie in der Schwangerschaft und tauscht sich mit Judith aus, die während ihrer Schwangerschaft an Brustkrebs erkrankt ist.

Montag 20:33 Uhr NDR Info

NDR Info Hintergrund

Reportagen und Features mit Hintergrundinformationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Sonntag Dienstag