Tagestipps im Radio  (23.04.2026)

Tagestipps

Donnerstag 19:00 Uhr NDR kultur

Welt der Musik

"In der Selbstverwirklichung nahtlos konsequent" - Sergej Prokofjew im Porträt Der am 23. April 1891 in Russland geborene Prokofjew gehörte noch zu jenen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die Komponist und Interpret in Personalunion waren. Er verfasste Sinfonien, Opern, Ballette, Konzerte, Klavier- und Kammermusik. Sein bis heute wohl bekanntestes Werk ist die Musik zu "Peter und der Wolf". Schon in jungen Jahren ein brillanter Pianist, setzte sich Prokofjew fast ausschließlich für seine eigenen Klavierwerke und Konzerte ein. Er starb 1953 am selben Tag wie der Diktator Josef Stalin, weshalb sein Ableben zunächst fast unbeachtet blieb. Eine Sendung von Thomas Böttger 19:00 - 19:03 Uhr Nachrichten, Wetter

Donnerstag 19:00 Uhr byteFM

Mixtape der Hörer*innen

mit Lars Florian Walklang - 50 Jahre Punk

Donnerstag 19:00 Uhr Radio Matchbox

Dieter Haubrich

CountryBox 115 Glen Campbell, am 22. April 2026 wäre er 90 Jahre alt geworden. Grund genug, die CountryBox heute ausschließlich diesem großartigen Sänger und Gitarristen zu widmen !

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Club der toten Sprecher Wie künstliche Intelligenz die Synchronbranche revolutioniert Von Julius Stucke (Wdh. v. 11.09.2025) Jeder hat die deutschen Stimmen von Julia Roberts oder Jodie Foster im Ohr. Doch womöglich werden die bald von einer KI synchronisiert. Lassen sich die digitalen Klone noch stoppen? Das Faxgerät haben wir Menschen fast überlebt. Aber es lauert immer die nächste Technologie, bereit, uns oder wenigstens unsere Kultur kaltblütig abzumurksen. Schon Charlie Chaplin wusste vor rund 100 Jahren - Filmkultur und Kino liegen im Sterben: "Die sogenannte Sprechfilmkunst will die unerhörte Schönheit des Schweigens zerstören. Und Schweigen ist das Wesen des Films." Er und andere haben sich angepasst und überlebt. Wie ist das bei dem Killer, der gerade durch die Kulisse schleicht? KI ist auf dem Weg, das Filmgeschäft und die Arbeit derer, die mit dem Sprechen ihr Geld verdienen, zu verändern. Teile der Synchronbranche fürchten das Schlimmste, weil Stars wie Meryl Streep, Jodie Foster oder Daniel Craig dank KI einfach Deutsch können. Oder Mandarin. Doch kann eine künstliche Intelligenz menschliche Emotionen simulieren? Und was ist dann noch echt und menschlich?

Donnerstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Im Konzertsaal

Das «Taktlos» mit neuen Klangwelten Das Wort «Hikikomori» steht im Japanischen für Menschen, die sich sozial zurückziehen und vereinsamen. Das Phänomen des Rückzugs von der Gesellschaft erkundet Joana Aderi mit musikalischen Mitteln. Dazu stellt sie ein klangliches Geflecht vor, in dem sowohl die Stimme des Individuums wie auch die Stimme des Kollektivs ihren Raum und ihre Entfaltung erhalten. Und eben auch ihre Kräfteverhältnisse ausloten. Das zweite Konzert, das wir von diesem Festival vorstellen, bestreitet der Posaunist Andreas Tschopp alleine, der bereits in «Hikikomori» auf der Bühne stand. Andreas Tschopp hat sich die traditionelle und oft auch rituell genutzte Musik zu eigen gemacht, die er in Südafrika kennengelernt hat: Musik, gespielt auf dem Kudu-Horn. In der Verflechtung mit dem eigenen musikalischen Weltbild entsteht so eine ganz neuartige Klanglichkeit. Joana Aderi: «Hikikomori» Joana Aderi, Stimme Pablo Giw, Trompete Vincent Glanzmann, Drums Vincent Membrez, Synthesizer Andel Strube, Flöte Andreas Tschopp, Posaune, Flöte Marc Unternährer, Tuba Andreas Tschopp: «What if we align our breath» Andreas Tschopp, Kudu-Horn, Posaune, Flöten & Sampler Konzerte vom 13. und 14. März 2026, Kunstraum Walcheturm, Zürich Das Konzert steht bis 60Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Donnerstag 20:03 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert

Mit Navid Kermani und Claudia Belemann LitCologne: Navid Kermani & seine Musik Das WDR Funkhausorchester spielt Musik, die für Navid Kermani - Orientalist, Schriftsteller und Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels - eine besondere Bedeutung hat. Für diesen Abend hat Navid Kermani seine Plattensammlung durchstöbert und stellt gemeinsam mit dem WDR Funkhausorchester seine vielfältigen musikalischen Welten vor: von Schubert bis Neil Young, vom Iran bis nach Ostafrika. Unterstützt wird er von der Sängerin und Schauspielerin Hasti Molavian, Mitglied im Ensemble des Schauspiels Köln. Es dirigiert: Enrico Delamboye. Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie g-Moll Nr. 25 KV 183, 1. Satz Franz Schubert Abendstern D 806 Ernest Bloch Jewish Life Nr. 1 Prayer Martin Hartmann Junimond Billie Holiday "Don"t explain" Varoujan Hakhbandian Pol Traditionell "Bordiaz yadoni" Mulatu Astatke Yèkèrmo Sèw Willi Ostermann "Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia" Neil Young "Hey Hey, My My" Max Knoth Medley "Kummer" und "Da Da Da" Navid Kermani, Moderation Hasti Molavian, Gesang WDR Funkhausorchester Leitung: Enrico Delamboye Aufnahme vom 13. März 2026 aus dem WDR Funkhaus Wallrafplatz, Köln Moderation: Navid Kermani und Claudia Belemann Redaktion: Michael Breugst

Donnerstag 20:10 Uhr RadioEINS

Paul Christoph Gäbler: "36 Boys"

Paul Christoph Gäbler freier Journalist und schreibt Reportagen, Porträts und politische Analysen. Er hat bereits Bücher über Die Ärzte und die Red Hot Chili Peppers veröffentlicht. Jetzt ist sein Sachbuch "36 Boys. Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde" erschienen. Darin erzählt er die Geschichte der legendären Gang im Kreuzberg der 1980er Jahre. Zwischen Mauer und Abrisshäusern gründen Kreuzberger Jungs die 36 Boys, viele von ihnen Gastarbeiter-Kinder.

Donnerstag 20:30 Uhr Deutschlandfunk

Mikrokosmos

Die Peter Thiel Story (1/6) Willkommen im Thielverse Podcast von Fritz Espenlaub, Jasmin Körber, Christian Schiffer und Klaus Uhrig Regie: Klaus Uhrig Deutschlandfunk 2025 (Folge 2 am 30.04.2026 um 20:30) Mit Paypal und Facebook ist er reich geworden. Er ist der Strippenzieher hinter dem kulturellen Rechtsruck, den die USA gerade erleben. Trump hat er von Anfang an unterstützt. Peter Thiel ist der vielleicht geheimnisvollste Tech-Milliardär der USA. Das ist seine Geschichte. Der in Deutschland geborene Investor entwickelt schon als Student in Stanford seine Haltung als "Contrarian", als Andersdenkender gegen die "Political Correctness". Er gründet ein mächtiges Netzwerk - die Basis für das politische Amerika von heute.

Donnerstag 22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Der Absprung Von Paul Plamper Regie: der Autor Mit: Artur Albrecht, Stefan Cordes, Felicia Descher, Richard Djif, Andy Drabek, Fernanda Farah, Ulrich Gerhardt, Margit Hahn, Carl Hegemann, Fabian Hinrichs, Michael Kinkel, Cristin König, Sophia König, Peter Kurth, Franziska Niermann, Tina Pfurr, Peter Schellenberg, Petra Sparbrod, Christian Weber, Dana Weber u.a. Ton und Technik: Johannes Scherzer, Michael Krajczok, Titus Maderlechner, Paul Plamper Regieassistenz: Tilman Meckel, Felicitas Arnold Dramaturgie: Martina Müller-Wallraf, Felicitas Arnold WDR, Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg mit BR und Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: 52"20 Leerstadt schrumpft. Die Landrätin begegnet dem demografischen Wandel mit der Aufnahme von Geflüchteten. Nicht wenige Bürger sind besorgt. Während im Stadttheater ein multinationales Ensemble probt, eskaliert die Situation. 2015 werden in einer schrumpfenden Kleinstadt im Osten Deutschlands Geflüchtete untergebracht. Die Konflikte um die Zuwanderung eskalieren, als ein neu-rechter Demagoge die Ängste der Bürger*innen nutzt und zu einem Boykott gegen das Städtische Theater aufruft. Dort probt das multinationale Ensemble gerade den Hauptmann von Köpenick mit einem Hauptdarsteller aus Kamerun. Die Stadt gerät in einen medialen Wirbel um Rassismusvorwürfe und Ost-Vorurteile, als Mitglieder des Theaters ankündigen, Leerstadt zu verlassen. Das Hörspiel erzählt von Zerrissenheit, Lagerbildung und zeigt aktuelle gesellschaftliche Fliehkräfte. "Der Absprung" ist ein Hörspiel und eine 20-Kanal-Audio-Installation. Nach "Future Dealers" und "Dienstbare Geister" bildet "Der Absprung" den dritten und abschließenden Teil von Plampers "Fremde Geister"-Trilogie über die Konstruktion des Fremden. Das Stück war Finalist beim 68. Hörspielpreis der Kriegsblinden 2019. Paul Plamper, 1972 in Ulm geboren, ist Autor, Theater- und Hörspielregisseur. Er inszenierte u.a. am Berliner Ensemble und am Stadttheater Istanbul. Seit 1999 arbeitet er als Hörspielmacher, seit 2005 entwickelt Plamper auch akustische Arbeiten im Stadtraum. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Prix Europa für "Top Hit leicht gemacht" (WDR 2002) und "Tacet" (WDR/Deutschlandfunk 2010), der Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Ruhe 1" (WDR 2008), der Robert Geisendörfer Preis für "Der Assistent" (WDR/HR/Deutschlandfunk 2009) und der Deutsche Hörspielpreis der ARD für "Der Kauf" (WDR/BR/Deutschlandfunk/Schauspiel Köln 2013). Fremde in der Stadt Der Absprung Länge: 53:50 Minuten

Donnerstag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Krimi

Blutsbande (2/2) Von Joan Rang Christensen Schwedische Polizei auf falscher Spur Regie: Annette Kurth Produktion: WDR 2008

Donnerstag 23:03 Uhr WDR3

WDR 3 Open

Die größten Beefs im Musikbiz Frank Farian vs. Milli Vanilli: der große R"n"B-Schwindel Es ist hinlänglich bekannt: Rob und Fab, die Gesichter von Milli Vanilli, haben nie gesungen. Weil ihr Produzent ihnen das nicht zutraute. Genau das war aber ihr größter Wunsch. Es kommt zum Streit mit Frank Farian, denn der will sein erfolgreiches Kunstprodukt um jeden Preis weiter vermarkten.

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