Moderation: Katrin Materna Bitcoin in Prag Die Krypto-Metropole Von Kilian Kirchgessner Prag gilt als eine der kryptofreundlichsten Städte weltweit und als globaler Bitcoin-Hub. Die Regierung hat Gesetze verabschiedet, die für Krypto-Unternehmen und Investoren zu den attraktivsten in Europa zählen. Hinter einer ganzen Reihe von Weltmarktführern auf diesem Feld stehen tschechische Gründer. Die zweitgrößte Bitcoin-Konferenz der Welt wird jährlich in der tschechischen Hauptstadt abgehalten. Steuerlich ist er Aktien gleichgestellt und auch die Zentralbank testet gerade Bitcoin als Anlageoption.
Verbrechen des Klassenfeinds Die Auschwitz-Prozesse in der DDR Von Regina Kusch und Andreas Beckmann (Wdh. v. 29.06.2016) Nicht nur in Westdeutschland gab es Auschwitz-Prozesse, sondern auch in der DDR. Aber die unbequemen Wahrheiten dahinter wurden geheim gehalten. Bevor 1965 der ehemalige SS-Arzt Horst Fischer verhaftet wurde, galt der Mord an den europäischen Juden in der DDR als aufgearbeitet. Nazi-Täter gab es nach offizieller Lesart nur im Westen. Doch dann entdeckte man in Spreenhagen jenen Mann, der 70.000 Juden ins Gas geschickt und anschließend 20 Jahre unbehelligt in der DDR praktiziert hatte. Fischer wurde nach einem kurzen Prozess im März 1966 zum Tode verurteilt und im Juli 1966 hingerichtet, das antifaschistische Image der DDR schien wiederhergestellt. Doch die Reaktion der Bevölkerung war verheerend. Quer durch die Republik registrierten Stasi-Zuträger eine Schlussstrich-Mentalität. Also stellte die Partei Verfahren gegen weitere NS-Verbrecher, die in der DDR lebten, ein. Juristisch und historisch bedeutsame Akten verschwanden im Archiv der Stasi, wo sie seit 1989/90 nach und nach wiedergefunden werden.
Nach dem Erfolg der 1. Duonale in der Wabe, setzt der Berliner Musiker und Komponist Lüül, aka Lutz Graf-Ulbrich, das Konzept fort und lädt erneut zu einer musikalischen Entdeckungsreise ein. Am 27. März lädt er zur 2. Duonale in die ufaFabrik. Und wieder steht das Duo als künstlerisches Prinzip im Mittelpunkt. Stilistisch bewegen sich alle beteiligten Duos zwischen Folk, Pop und Singer-Songwriter. Mit dabei diesmal das Lüül Duo (Kerstin Kaernbach und Lüül), die Rotatonics (Carsten Wegener und Marie-Elsa Drelon), !Mensch, Monique! (Jule Schröder und Georg Saßnowski) und The Wildfires (Paul Benin und Elisabeth Carlton). Stellvertretend für sein Duo ist Lüül heute Abend zu Gast im studioeins.
Charles Nguela: «R.E.S.P.E.C.T.» Zurzeit tourt Charles Nguela, der zwei Swiss Comedy Awards in seinem Gepäck weiss, mit seiner vierten Stand-up-Comedy-Show «Timing» durch die Schweiz. 1989 in Kinshasa geboren, kam er mit dreizehn Jahren nach Lenzburg und verarbeitete diesen Kulturschock neun Jahre später erstmals als Comedian auf einer Bühne. Der Weg bis zum Publikumsliebling 2022 war steil und kurz. Spasspartout präsentiert ein kurzes Gespräch mit dem Künstler und einen Ausschnitt aus seinem dritten Bühnensolo «R.E.S.P.E.C.T.» Ein Abend voller Fragen, die wir uns alle auch schon (vielleicht aber noch nie so dringlich) gestellt haben. Mit: Charles Nguela Redaktion: Lukas Holliger Produktion: SRF 2024 Dauer: 46 19
Kunst in Haft Bei Kunst im Gefängnis denken manche vielleicht an therapeutisches Malen und Zeichnen, das es auch in Haftanstalten gibt. Doch neben den Werken, die von Inhaftierten gefertigt werden, gibt es auch Werke, die von Kunstschaffenden für das Gefängnis erdacht und angefertigt werden. Was ist für Kunstschaffende interessant daran, für ein Gefängnis zu arbeiten? Ist die Kunst, die in einer Haftanstalt gezeigt wird, anders als Kunst, die ausserhalb von Gefängnismauern zu sehen ist? Und was verspricht man sich davon, Kunst hinter Gittern zu installieren? Diese und andere Fragen besprechen Sibilla Semadeni und Host Florian Hauser.
Buddhistischer Extremismus in Myanmar: Minderheiten werden verfolgt und ermordet Von Margarethe Blümel In Myanmar pflegen Militärjunta und Vertreter des buddhistisch-extremistischen Nationalismus eine langjährige Beziehung. Immer wieder machen diese Mönche Stimmung gegen Muslime und Christen. Moscheen und Kirchen werden zerstört. Das Militär schaut zu - oder beteiligt sich an der Gewalt gegen religiöse Minderheiten.
Kabarett, Comedy schräge Lieder Vom Urknall zur Steuererklärung Der Kabarettist Stefan Waghubinger Von Sabine Fringes Ein Besuch seines Programms wirkt wie ein erfrischender Kurz-Urlaub in Österreich: Das mag an dem steirischen Akzent und der vertraulichen Art von Stefan Waghubinger liegen. Er dutzt das Publikum und wirkt so, als habe er gerade spontan die Tür zu seinem Wohnzimmer geöffnet und fände von nun an kein Ende mit seinen Selbstbetrachtungen. Die verhandeln so ziemlich alles von Kindheit über Steuererklärungen bis hin zum Urknall. Seit rund 15 Jahren zelebriert Stefan Waghubinger, der schon lange bei Stuttgart lebt, vor allem auf deutschen Bühnen seine Selbstzweifel. Der studierte Theologe arbeitete zunächst in der Jugendhilfe, bevor er mit Anfang vierzig die Kabarettbühne betrat. Seitdem gewinnt er einen Kleinkunstpreis nach dem anderen für seine Programme voller poetisch-philosophischer Pointen.
Wie grob der Filz ist und wie warm Von Klaus Raab Komposition und Regie: Ron Schickler Mit: Florian Fischer, Kathrin von Steinburg, Aurel Manthei, Ilona Grandke, Tommi Piper, Jule Naumann, Hanna Scheibe, Stefan Hunstein, Beate Himmelstoß, Florian Schwarz, Jennifer Güzel und Clemens Nicol Ton und Technik: Winfried Messmer, Susanne Herzig BR 2019 Länge: 51"06 "Ich habe einen Bruder, aber er lebt nicht mehr", sagt die junge Frau dem Erzähler dieser Geschichte beim ersten Date. Die beiden werden ein Paar, bekommen Kinder und er begreift: Auch ein toter Bruder ist ein Familienmitglied. Was bleibt, wenn einer gestorben ist, bevor er sein Leben leben konnte? Das Hörspiel erzählt zugleich ein Spin-off der deutschen Davis-Cup-Erfolge 1988/1989 - mit dem verstorbenen Schwager im Zentrum, der im Teenageralter einer der besten deutschen Tennisspieler seiner Generation war.
Heute: Breaking up is hard to do - Erinnerungen an Neil Sedaka Was man im SWR4 Musikarchiv so alles findet: Hans-Jürgen Finger ist jede Woche auf der Suche nach Schlager-Juwelen und anderen musikalischen Überraschungen. Hier geht es mal nicht um Evergreens und Ohrwürmer - sondern um echte Raritäten. "Selten aber super" gibt es auch jederzeit zum Nachhören in der SWR4 App, unter SWR4.de und in der ARD Audiothek. Was man im SWR4 Musikarchiv so alles findet: Hans-Jürgen Finger ist jede Woche auf der Suche nach Schlager-Juwelen und anderen musikalischen Überraschungen. Hier geht es mal nicht um Evergreens und Ohrwürmer - sondern um echte Raritäten. "Selten aber super" gibt es auch jederzeit zum Nachhören in der SWR4 App, unter SWR4.de und in der ARD Audiothek.
Mit Babette Michel Afrofunk aus Togo: Roger Damawuzan Yeah! Seine Songs starten mit einem lauten Schrei. Er lacht, seufzt, predigt mit kräftiger, rauer Stimme: Roger Damawuzan, König des Afrofunk und Afrosoul aus Togo. Babette Michel hat ihn getroffen. Eine explosive Fusion aus Funk, Soul und togolesischen Rhythmen hat Roger Damawuzan, geschaffen. Der Sänger, Jahrgang 1952, ist eine prägende Persönlichkeit des Afrofunk in Togo. Ein Hotspot dieser Musik war in den 1970er Jahren das Hotel Tropicana am Rand von Lomé, wo Damawuzan, der "James Brown" von Lomé, seine erfolgreiche Laufbahn begonnen hat. Bis heute steht der über 70-Jährige auf der Bühne. Fine Fine | 04:03 Roger Damawuzan I Am Crying | 04:03 Roger Damawuzan What Time Is It | 04:15 Roger Damawuzan Wait for Me | 03:16 Roger Damawuzan & Les As Du Benin See Your Face | 03:29 Roger Damawuzan Tirez Tirez | 08:42 Roger Damawuzan & Les As Du Benin Do You Know My Name (Alternate) | 05:50 Roger Damawuzan & Les As Du Benin Need My Money | 03:16 Roger Damawuzan Juliana | 04:04 Roger Damawuzan Mama | 03:36 Roger Damawuzan Shut Up | 03:59 Roger Damawuzan I Need a Horse | 03:24 Roger Damawuzan & Les As Du Benin