Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

SpielmanipulationKein faules Spiel Kampf gegen Spielmanipulation Von Anja Schrum Ein angeblicher Versuch von Spielmanipulationen sowie ein ominöser chinesischer Sport-Vermarkter sorgten vergangene Saison für Aufregung in der Fußball-Regionalliga Nordost. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das Thema ,Match Fixing", die Spielmanipulation etwa zum Zweck des Sportwettbetrugs. Um Match Fixing im Fußball vorzubeugen, gibt es in der Bundesliga sowie in den Nachwuchsleistungszentren verpflichtende Schulungen. Ein Ombudsmann nimmt anonyme Hinweise entgegen, eine neu entwickelte App soll helfen, die Kontaktmöglichkeiten zu verbessern. Doch vielen Experten reichen diese Maßnahmen nicht. Michael Bahrs etwa, der Ermittler der ,Soko Flankengott", die vor gut zehn Jahren einen der größten Wettskandale im Fußball aufdeckte, sieht kein ausreichendes Bewusstsein für die Gefahren des Match Fixing. Und die Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland weist daraufhin, dass es auch um Spielsucht von Spielern und Sponsoring durch Wettanbieter geht.
Sonntag 18:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

björn sc deignerIn Stanniolpapier Von Björn SC Deigner Mit: Josefin Platt Komposition: Friederike Bernhard Regie: Luise Voigt (Produktion: SWR 2019 - Ursendung) "Die Welt is"n komischer Ort, vollgestopft mit Leuten", sagt Maria. Sie ist Prostituierte; aus einem geschundenen Kind wurde eine verschacherte Frau. Erzählt wird diese dokumentarisch recherchierte Geschichte ohne Larmoyanz, Milieu-Kitsch und Rotlicht-Romantik. Die Sprache ist poetisch, hart, unmoralisch. Denn eine Erlösung findet hier nicht statt, zumindest nicht im richtigen Leben. Maria ist jedoch eine Frauenfigur, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihren pragmatischen Optimismus nicht verliert. Egal, was passiert und wie schrecklich es auch sein mag, sie bejaht das Leben.
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Martin CrimpAngriffe auf Anne Von Martin Crimp Übersetzung: Falk Richter Regie: Irene Schuck Mit: Gerd Wameling, Jens Wawrczeck, Frauke Poolman, Brigitte Röttgers, Friedhelm Ptok, Michael Sykora Komposition: Gerd Bessler Produktion: DeutschlandRadio Berlin/NDR 1999 Länge: 69"15 (Wdh. v. 30.01.2000) Der Zuhörer wird nie erfahren, wo Anne wohnt; auch nicht, wer Anne ist. Nur dies: Anne ist nicht zuhause. Warten auf Anne! Anschließend: Auszug aus "400 % Bessler. Akustische Memorabilien" Von Christine Nagel Produktion: HR 2017 Länge: ca. 25"
Sonntag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

Schnittmuster der Liebe Von Daniel Wedel Agentur übernimmt erstes Blind Date für Kunden Mit Gitte Ertbirk, Rudolf Krause, Katharina Hoffmann, Katharina Kwaschik, Matthias Scherwenikas und Clemens Boekholt Realisation: Daniel Wedel, Ragnhild Sorensen und Bob Konrad
Sonntag 19:04 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

gery seidlGery Seidl - der österreichische Stier Preisträger 2016. Gestaltung: Doris Glaser Gery Seidl ist ein erklärter Verfechter der aufmerksamen Zivilgesellschaft. Er beobachtet das Verhaltensrepertoire seines Umfeldes in fordernden Situationen ebenso genau, wie sein eigenes. Die Programme des Kabarettisten sind immer auch Spiegelbild realer Lebenssituationen. Der Skurrilität zwischenmenschlicher Interaktionen räumt der Kabarettist in seinen Programmen einen hohen Stellenwert ein. Vielleicht eine Reminiszenz an seine berufliche Vergangenheit, denn Gery Seidl, Jahrgang 1975, entschied sich ursprüngliche für eine Karriere in der Bauwirtschaft. Der österreichische Schauspieler und Kabarettist Herwig Seeböck, der u.a. auch Alfred Dorfer, Roland Düringer, Andrea Händler oder Josef Hader die Schauspielkunst lehrte, konnte auch Gery Seidl für die Bühne gewinnen. 2003 präsentierte er im Duo mit seinem Kollegen Gerhard Walter das Programm "Warum Richard III". Mit dem Programm "Wegen Renovierung offen" trat Gery Seidl 2008 erstmals als Solist in Erscheinung. Im Herbst stellt Gery Seidl bereits sein 7. Solo vor: "Hochtief".
Sonntag 19:05 Uhr

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Bremen Zwei

ARD Radiofestival. Konzert: Tage Alter Musik Regensburg

Cappella MediterraneaSie sind eines der bedeutendsten Originalklangfestivals weltweit: Wer wissen will, wohin sich die Alte-Musik-Szene entwickelt, muss nach Regensburg kommen. Doch dieses Jahr standen nicht nur die Newcomer im Fokus, sondern auch ein Abschied. Regensburg im Festivalfieber: Jedes Jahr zu Pfingsten verwandelt sich die Domstadt in das Mekka der Alten Musik. Dann strömen wieder Tausende von Pilgern aus ganz Europa in die hoch aufragenden Kirchen und stimmungsvollen historischen Säle, um sich bezaubern und überraschen zu lassen von den neuesten Trends der Originalklang-Szene. Auch dieses Jahr waren wieder Stars und Newcomer zu entdecken - zum Beispiel die renommierte Cappella Mediterranea mit Alter Musik aus der Neuen Welt, das niederländische Ensemble SecondaPratica mit einer imaginären "Missa mundi", die britischen ORA Singers mit Miserere-Vertonungen oder das belgische Vokalensemble Utopia mit einem Programm rund um Martin Luther. Eine ganz besondere Zäsur aber bedeutete schon das Eröffnungskonzert: Zum letzten Mal dirigierte der scheidende Domkapellmeister Roland Büchner bei den Tagen Alter Musik "seine" Domspatzen. Er wird beim ARD Radiofestival auch zu Wort kommen. Regensburger Domspatzen Hofkapelle München Leitung: Roland Büchner ORA Singers Leitung:SuziDigby Utopia InAlto SecondaPratica NunoAtaliaFlöte, GesangundLeitung JonatanAlvarado Gitarre, GesangundLeitung Choeur de Chambre de Namur Cappella Mediterranea Leitung: Leonardo GarcíaAlarcón Le Caravansérail Leitung: Bertrand Cuiller La Risonanza Leitung: Fabio Bonizzoni Aufnahmenvom 7. bis 10. Juni 2019
Sonntag 20:00 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Taucher SchillerDer Taucher. Eine Schiller-Ballade - neu ausgelotet. Von Renate Pliem. Das Meer. Eine Klippe. Unter ihr die tosende Brandung. Eine gelangweilte Hofgesellschaft hat sich versammelt, sie will Unterhaltung. Der König wirft einen goldenen Becher in die heulende See und lobt einen Preis aus: Derjenige, der in den Schlund hinab tauche und das kostbare Gut finde, werde damit belohnt. Der Edelknecht, ganz unten in der Hierarchie, nimmt die Herausforderung auf Leben und Tod an. Er wird zum "Taucher", der sich in den "strudelnden Trichter" stürzt. Am 5. Juni 1797 begann Friedrich Schiller mit der Arbeit an dieser Ballade, am 14. Juni schrieb er in seinen Kalender: "Taucher geendigt". Eine sprachgewaltige gereimte Erzählung, die das Meer in all seinen Ausdrucksformen beschreibt: Es wallt, es siedet, es donnert, es heult. Mehr als 200 Jahre später verorten ein Literaturwissenschafter und ein Freitaucher, der ohne Sauerstoffgerät in die Tiefe geht, die Ballade neu: Welche Rolle spielt das Publikum? Was sieht man in der "purpurnen Finsternis"? Was hört man? Und wie selbstmörderisch ist es, gleich nach dem ersten Tauchgang den zweiten zu wagen? Eine akustische Interpretation einer der bekanntesten Schiller-Balladen.
Sonntag 20:15 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

tom mccarthyRemainder Nach dem Roman von Tom McCarthy Deutscher Titel: 8 ½ Millionen Übersetzung aus dem Englischen: Astrid Sommer Bearbeitung und Regie: Hannah Georgi Mit Jan Krauter, Matthias Bundschuh, Peter Kurth, Cristin König, Lou Strenger, Stefan Konarske u.v.m. NDR 2019 / Ursendung Ein Mann steht zur falschen Zeit am falschen Ort und hat auf einmal zwei Probleme: Was macht man mit einer Abfindung von 8 ½ Millionen und vor allem: Wie lässt sich sein Leben wieder ins Lot bringen? Beim Anblick eines Risses in einer fremden Badezimmerwand überkommt ihn plötzlich ein immenses Glücksgefühl: Da war einmal ein identischer Riss und um ihn herum hatte es einen Alltag gegeben, eine Wohnung, einen Ausblick, Gerüche, Klänge. Vor allem aber das Gefühl, lebendig zu sein. Wie kriegt man das zurück? Sie finden das Hörspiel für 12 Monate in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Das Hörspiel
Sonntag 21:05 Uhr

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Bayern 2

radioMitschnitt aus Franken

johanna juhola"World Wild Accordion" Mit AYOM, Johanna Juhola, dem Nürnberger Akkordeonorchester und Imarhan Von und mit Roland Kunz Auch die letzte der vier Folgen radioMitschnitt zum Bardentreffen 2019 widmet sich mit insgesamt drei Formationen (Nürnberger Akkordeonorchester, Johanna Juhola und "Ayom") dem Motto des diesjährigen Weltmusik-Festivals: "World Wild Accordion". Die "Ziehharmonika", auch liebevoll "Quetschkommode" genannt, hat 2019 in den vielfältigen Bau- und Spielweisen ihren großen Auftritt ... Das Nürnberger Akkordeonorchester blickt auf eine mehr als 70-jährige Tradition zurück. Direkt nach dem Krieg wurde es von dem Akkordeonisten Willi Münch gegründet, wuchs vom Quintett zu einem Orchester mit ca. 25 Spielern heran und errang immer wieder vorderste Preise bei großen europäischen Wettbewerben. Das Repertoire: Klassiker, anspruchsvolle Unterhaltungs-Arrangements und auch zeitgenössische Musik! "AYOM" ist ein musikalisches Projekt der brasilianischen Band Forró Miór und der Singer-Songwriterin Jabu Morales, die zu ihrem Gesang selbst Percussion trommelt. Die in Barcelona und Lissabon lebenden Mitglieder der Band haben unüberhörbar die Wurzeln ihrer Musik mit über den Ozean gebracht: Hier verbinden sich brasilianische Rhythmen mit Afro-Latin-Sounds, wobei das Akkordeon einen Schuss Melancholie miteinbringt. Die finnische Akkordeonisten Johanna Juhola gehört zum "Feinsten" ihres Fachs: Mit einer einzigartigen Mischung aus Tango und origineller Electronica stellt sie ihr Instrument in ein strahlendes Licht aus zauberhafter Folklore, melancholischer Nostalgie und frecher Ausgelassenheit. Absolut Hörenswert! Last but not least: "Imarhan ... das sind die Freunde, das ist die Familie, das sind die Menschen, um die man sich kümmert." So erklären die Mitglieder der Tuareg-Band "Imarhan" ihren Namen. In einer kleinen Oasenstadt - 2000 km entfernt von der Hauptstadt Algier - fanden die Musiker zusammen und spielten zunächst mal auf geliehenen Gitarren. Mittlerweile touren sie über internationale Festivalbühnen und machen Station beim Bardentreffen 2019.
Sonntag 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Ulf StolterfohtLyriksommer "Notfalls kanns Assonanz" Ulf Stolterfohts anarchisch-musikalisches "Fachsprachen"-Projekt Von Tobias Lehmkuhl "durch den eher ungünstigen standort auf einer linken seite ist das ge- / dicht nicht genau geostet, sondern leicht nach norden verschwenkt" Seit 20 Jahren arbeitet der Dichter Ulf Stolterfoht an seinem ,Fachsprachen" -Projekt. Fünf Bände sind bereits erschienen, neun sollen es werden, jeweils mit neun Kapiteln, darin neun Gedichte zu neun Strophen. So streng die Form und so technisch der Titel, so spielerisch, ja anarchisch der Inhalt. DADA und Oskar Pastior stehen Pate, wenn Stolterfoht die Textmaschine anwirft, aber auch Johann Georg Hamann und Gottlob Frege, Gertrude Stein und J.H. Prynne. "wo tiefere bedeutung fehlt", schreibt der Autor, "hilf reim. notfalls kanns assonanz", Hauptsache "sprache gerinne zum tanz." Stolterfohts Verse sind nicht nur von hoher Musikalität, auch Musiker tauchen an allen Ecken und Enden auf: "evan/parker überquert den derek bailey place und sieht genau/wie adolf endler aus". Daher ist dieses Feature von Tobias Lehmkuhl auch eine Hommage an den befreienden, höchst poetischen Krach des Free Jazz.
Sonntag 22:03 Uhr

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NDR Info

Jazz NDR Bigband

palle mikkelborgJazz und Europa: Palle Mikkelborg und die NDR Bigband Mit Henry Altmann Der Sound seiner Trompete und seine Art zu spielen, hat ganze Generationen geprägt: Palle Mikkelborg. Der Däne war mehrfach zu Gast bei der NDR Bigband. So wird er im August auch gemeinsam mit Lars Møller dessen neuen Projekt Gandhi Revisited live präsentieren. Jazz NDR Bigband
Sonntag 22:30 Uhr

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HR2

Hörbar

leyla mccallau. a. mit: Sílvia Pérez Cruz, Schné und Leyla McCalla Die spanische Künstlerin, die auf den klangvollen Namen Sílvia Pérez Cruz hört, IST Klang. Man höre zum Beweis nur den Titel "Vestida de Nit", wo ihre Stimme zudem noch sanft von einem Streichquartett umspielt wird.
Sonntag 23:04 Uhr

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