Deutschlandradio Kultur

Feature

selbstvermesserMein großer Bruder bin ich - Die Selbstvermesser Von Ulrich Land Regie: Tobias Krebs Mit: Dorothea Gädeke, Katharina Giesbertz, Reinhold Weiser, Julischka Eichel und dem Autor Ton: Andreas Völzing Produktion: SWR 2015 Länge: 50"12 Der Spleen einzelner Self-stalking-Nerds ist zum Massentrend avanciert. Sie messen Schritte, Puls, Gewicht, Schlafrhythmen, werten Daten übers Netz aus. Für die persönliche Optimierung wird jeder ein Big Brother seiner selbst. Seit Smartphones die Armbanduhr überflüssig gemacht haben, besetzen Hightechgerätschaften zur Vermessung der "Vitalwerte" den heiß umkämpften Platz am Handgelenk. Was gewinnen wir durch das fortlaufende Self-Controlling? Sich selbst stalkende Nerds sind begeistert, Krankenkassen wittern Kostenersparnis, Datenschützer und Soziologen kommen ins Grübeln. Ulrich Land, geboren 1956 in Köln,studierte Germanistik, Geographie und Philosophie. Lebt in Freiburg. Schriftsteller, Journalist und Autor von über 100 Hörspielen und Radio-Features. 2016 erschien: "Lolitas späte Rache. Quer-durch-Europa-Krimi mit Rezepten". Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: Kriminalhörspiel "Häuserkampf" (2015). Mein großer Bruder bin ich - Die Selbstvermesser
Mittwoch 00:05 Uhr

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Alex Offener Kanal Berlin

The Feature

GelbartZu Gast im Studio wird der aus Israel stammende Musiker Gelbart sein, der durch seine experimentelle und außergewöhnliche Arbeitsweisen die elektronischen Musik der Stadt Berlin bereichert.
Mittwoch 18:00 Uhr

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Deutschlandradio Kultur

Zeitfragen. Feature

Typografie"Zeige mir deine Zeichen, und ich sage dir, wer du bist" Schriftzeichen und die Geburt nationaler Identitäten Von Susanne Billig und Petra Geist (Wdh. v. 21.05.2014) Schriften und ihre Typografie demonstrieren Machtansprüche und erzeugen Identitäten. Das zeigt eine Reise zurück in das 15. Jahrhundert, als unter Maximilian I. die gebrochene Frakturschrift ihren Siegeszug begann. 400 Jahre lang sollte sie die wichtigste Buch- und Verkehrsschrift der Deutschen werden. Zur gleichen Zeit entstand im weit entfernten Korea die Hangeul-Schrift - der Legende nach inspiriert von dem Muster, das Seidenraupen in Maulbeerblätter fressen. Dieser Schrift sagt man nach, die beste der Welt zu sein - systematisch und klar, schön in der Darstellung und für viele Sprachen geeignet. Doch die koreanische Elite orientierte sich lange Zeit an China und mied das abschätzig als "Volksschrift" bezeichnete Hangeul. Erst nachdem 1910 die japanischen Kolonialherren die koreanische Schrift verboten, erlebte die Volksschrift einen Aufschwung - koreanische Patrioten priesen sie als Teil der nationalen Identität. Auch Kemal Atatürk verband Schriftbild und nationale Identität, als er die Arabische Schrift in seinem Land abschaffte und die türkische Sprache von da an in das lateinische Alphabet fassen ließ - dem nebenbei hartnäckig die Buchstaben K, X, W vorenthalten werden, damit Kurden ihren Namen nicht in dieser Schrift schreiben können.
Mittwoch 19:30 Uhr

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MDR KULTUR

Luthers Lebensräume

reformationEine Reise ins Reformationsgedenken Von Rafael Jové (Ursendung) Großes kündigt sich an in Mitteldeutschland. Luthertomaten in der Gemüseauslage, Luther-Einkaufswagenchips und Luthersocken (Aufschrift: "Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.") 2017 - Höhepunkt und Ende einer ganzen Lutherdekade. "Da müssen wir was drüber machen!" klingt es in den Redaktionen, heute genauso wie wahrscheinlich schon 1983, als sich Martin Luthers Geburtstag zum 500. Mal jährte. Damals schickte man den Autor Horst Krüger auf eine Reise zu Luthers Wirkungsstätten in die DDR - Erfurt, Eisleben, Wittenberg, Eisenach, Torgau. Er kam zurück mit "Luthers Lebensräume". In seiner Sendung verwebte Krüger Reisebeobachtungen aus Lutherstuben und freudlosen HO-Gaststätten mit einer ortsabhängig erzählten Entwicklungsgeschichte des Menschen Martin Luther. Über 30 Jahre später unternimmt der Featureautor Rafael Jové noch einmal diese Reise, folgt den Spuren Krügers, der den Spuren Luthers folgte. Rafael Jové, geboren 1977 in Hamburg, ausgebildeter Tontechniker, studierte Experimentelles Radio in Weimar, arbeitet als DJ und produziert Radiohörspiele und Features. Produktion: RBB/NDR 2017
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

Medikamententests"Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste" Medikamententests an Männern mit geistiger Behinderung Von Charly Kowalczyk (Produktion: DLF/SWR 2016) Anfang der 70er-Jahre stellte der Ersatzdienstleistende Gebhard Stein im badischen Epilepsiezentrum der Diakonie Kork häufig die Medikamente für den nächsten Tag zusammen. Ihm fiel auf, dass ein Jugendlicher täglich eine Pille ohne Arzneimittelnamen bekam. Nur der Name eines großen Pharmakonzerns und eine Nummer standen auf der Medikamentenpackung. Damals behaupteten die Ärzte und Pfleger in Kork, dass man bei Schorsch den Sexualtrieb hemmen müsse. Der Autor geht in seinen Recherchen den Erinnerungen des Ersatzdienstleistenden nach. Was geschah in Kork und vielleicht auch anderswo? Wurden damals an jungen, behinderten Männern Medikamente getestet? Und nicht zuletzt: Haben Menschen mit geistiger Behinderung kein sexuelles Selbstbestimmungsrecht?
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

lutherLuthers Lebensräume Eine Reise ins Reformationsgedenken Von Rafael Jové Regie: der Autor Produktion: rbb/NDR 2017 - Ursendung -
Mittwoch 22:04 Uhr

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