Deutschlandfunk Kultur

Feature

Auf diesen Steinen wollen wir tanzen Der Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall Von Anna Seibt Mit: Svenja Liesau Regie: Walter Filz Mit: Svenja Liesau und der Autorin Ton: Rudjard Hasel Produktion: SWR 2016 Länge: 53"06 Eine Neuerkundung des Clubs der Jugendtage. Dutschke war da. Ihre Mutter war da. Und dann war sie auch da: "Harte, elektronische Bässe. Ich öffne die Tür und mir schlägt eine Miefmischung aus Schweiß, Bier und Zigaretten entgegen. Im Dunkeln kann ich ein paar Leute auf der Tanzfläche erkennen. Künstlicher Nebel wabert durch den Raum. Ich bin 16. Die Party ist ab 18. Ich darf trotzdem rein." Seit 50 Jahren gibt es den Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall. Ein Freiraum zwischen Bausparkasse und Maultaschen. Die Autorin erkundet eines der ältesten selbstverwalteten soziokulturellen Zentren Deutschlands. Anna Seibt, geboren 1988 im Süden Deutschlands, studierte Angewandte Literaturwissenschaft. Lebt in Berlin und arbeitet als Radiomacherin und Regieassistentin. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Making of Game" (2014). Auf diesen Steinen wollen wir tanzen
Mittwoch 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

postfaktischFakten frisieren Eine kleine Geschichte des freien Umgangs mit der Wirklichkeit Von Paul Stänner Postfaktisch ist ein Modewort. Das dahinter steckende Phänomen aber ist nicht neu. Als Konrad Adenauer in einem Fernsehinterview gefragt wurde, ob er sich als Politiker nie eine Lüge geleistet habe, antwortete er: nein, das habe er nicht. Auch keine Notlüge? Diese Nachfrage beantwortete Adenauer listig mit der Bemerkung: Als Politiker sei man ja immer in Not, deshalb müsste man ja immer lügen. Der Umgang mit der Wahrheit ist für Politiker oft eine Gratwanderung. Die Wahrheit bewusst zu ignorieren und mit gezielten Unwahrheiten Politik zu machen: das allerdings erscheint uns als neues Phänomen in Zeiten des Populismus. Doch neu sind höchstens die technischen Verbreitungsmöglichkeiten, nicht der gezielte Einsatz von Unwahrheiten, um politische Ziele zu erreichen. Die Nazi-Propaganda lebte von der Lüge, der SED-Propagandist Karl-Eduard von Schnitzler war ein Meister der Verdrehung von Wirklichkeiten, Kriege wurden oftmals auf der Grundlage von Lügen entfesselt - vom Zweiten Weltkrieg bis zum US-amerikanischen Irakkrieg. Vor allem für autoritäre und gewaltbereite Herrscher ist die Verführung, mit Lügen Politik zu machen, groß.
Mittwoch 19:30 Uhr

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NDR Info

Das Forum

DuterteEin Killer im Amt Ein Jahr Präsident Duterte Feature von Lena Bodewein
Mittwoch 20:30 Uhr

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MDR KULTUR

Der Musterflüchtling

willkommenskulturEpisoden aus der deutschen Willkommenskultur Von Jenny Marrenbach Das soziale Start-up "Flüchtlinge Willkommen" vermittelt Geflüchtete in deutsche WGs. Im Sommer 2015 expandierte es: Getragen von einer Welle der Hilfsbereitschaft, konnte das Berliner Drei-Personen-Projekt 15 neue Mitarbeiter einstellen, die Wohnungsvermittlungen liefen auf Hochtouren. Doch spätestens seit der Silvesternacht in Köln sind viele einst solidarische Deutsche deutlich reservierter. Sie wollen eigentlich niemanden mehr aufnehmen - und verbrämen ihre Scham darüber mit expliziten Wünschen: "Christlich, weiblich, gut ausgebildet" soll der Flüchtling sein, den sie aufnehmen. Gern auch "vegan, homosexuell". Manche ziehen ihre Zusage ganz zurück. Es gebe eh nur muslimische Araber, und die seien nun einmal frauenfeindlich. Gibt es sie noch, die deutsche Willkommenskultur? 1985 in Dortmund geboren und dort auch aufgewachsen, studierte Jenny Marrenbach Geschichte und Politik in Bochum und Montpellier und Modern Global History in Bremen und Haiti. Seit 2011 schreibt sie als freie Journalistin Reportagen und Features für die ARD. 2016 sendete MDR Kultur ihr Feature "Die toten Mütter meiner Tochter". Jenny Marrenbach engagiert sich im Vorstand von "journalists.network". Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: DLF 2016 (60 Min.)
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

viktor orbánPressefreiheit ohne freie Presse Die Medien in Orbáns Ungarn Von Keno Verseck In den vergangenen acht Jahren ließ der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán die Medienlandschaft seines Landes systematisch umkrempeln. Inzwischen belegt Ungarn einen der hintersten Plätze in der EU, wenn es um Pressefreiheit geht. Dabei musste Orbán sie formal kaum einschränken. Die öffentlich-rechtlichen Medien wurden einfach gleichgeschaltet und sind mittlerweile Verlautbarungsorgane der Regierung. Während die privaten, unabhängigen Medien entweder über Strohmänner eingekauft wurden oder zur Bedeutungslosigkeit verkamen, weil ihnen wichtige Einnahmen aus der Werbung wegbrachen - gegen den Willen des Staates mag keiner mehr inserieren. Von der "gelenkten Pressefreiheit" und ihrem damit eng verknüpften persönlichen Schicksal erzählen vier ungarische Journalisten. Ihre Erfahrungsberichte spiegeln den Wandel Ungarns hin zu einer illiberalen Demokratie.
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

WillkommenskulturDer Musterflüchtling Episoden aus der deutschen Willkommenskultur Von Jenny Marrenbach Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: DLF 2016
Mittwoch 22:04 Uhr

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