Deutschlandfunk Kultur

Feature

ImmersionAbgetaucht Die Kultur der Immersion Von Olaf Karnik und Volker Zander Regie: die Autoren Mit: Sophia Flesch Baldin, Sebastian Mirow Ton: Norbert Vossen, Johanna Fegert Produktion: SWR 2017 Länge: 54"30 Nicht nur die Unterhaltung, die ganze Gesellschaft wird von der Kultur der Immersion erfasst. Von der Ambient- und Drone-Musik hat sich das Prinzip der Immersion auf viele andere kulturelle Bereiche ausgeweitet: Games, 3D-Kino, Theater, Erlebnismuseen und Themenparks, mehrbändige Romane und endlose TV-Serien auf DVD oder im Stream - als Rezeptionsmodell hat sich ,Binge Watching" dauerhaft etabliert. Aber auch in der Arbeitswelt und Politik kommen verstärkt immersive Strategien zum Einsatz. Welche Auswirkungen hat das auf Individuum und Gesellschaft? Olaf Karnik, geboren 1962 in Köln; Musikjournalist, Buch- und Featureautor, Dozent und DJ. Volker Zander, 1968 geboren, lebt in Köln; Komponist, Autor und Regisseur; betreibt seit 2005 das Label für Künstlerschallplatten "Apparent Extent". Gemeinsame Stücke von Olaf Karnik und Volker Zander: "Die Küche des Künstlers", "Zukunftsmusik - Wie die Musik von Morgen heute klingt", "Sound-Effekte - Die Pop-Musik und ihre Klangkulturen" (alle drei Dlf 2016), "Zero Friction - Das Generische, Welt ohne Eigenschaften" (SWR 2016). Abgetaucht
Mittwoch 00:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Helfen: Aber wie?

Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Täglich werden wir mit Armut, Krankheit und Not konfrontiert. Und viele Menschen wollen helfen. Aber wie? Öffentliche Spendenaktionen sammeln für Menschen in Not. Wenn durch Naturkatastrophen ganze Regionen zerstört sind und Menschen ihre materielle Existenz verloren haben, sind diese Spendengelder unverzichtbar, um erste Hilfe zu leisten. Damit werden Häuser wieder aufgebaut, Krankenhäuser ausgestattet, Straßen repariert. Und Spender haben das Gefühl, sinnvoll zu handeln. Noch nie wurde in Österreich so viel gespendet wie heute. Doch: wie ist es mit dem Bettler an der Straßenecke? Caritative Einrichtungen wie die "Vinzirast" errichten Notschlafstellen und sorgen für eine warme Mahlzeit pro Tag. Auch dafür braucht es Spender, und den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter. Aber: sollten soziale Probleme: Armut, Obdachlosigkeit, Hunger nicht in der Agenda eines Sozialstaates stehen? Oft reichen die politisch gesetzten Maßnahmen nicht aus. Manchmal müssen Menschen auch ermutigt werden, ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Empowerment ist hier das Schlagwort. Hilfe zu Selbsthilfe soll Menschen in Krisensituationen ermächtigen und handlungsfähig machen. Und dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Gerade im Gesundheitsbereich organisieren sich Betroffene wie Angehörige in Selbsthilfegruppen. In der Kunsthall Wien hat man diese Idee aufgegriffen und erweitert. Mit dem Community College sollen Netzwerke der Solidarität geschaffen werden. Betroffene tauschen sich aus, geben Erfahrungen weiter und unterstützen einander. Wer immer wie hilft, eines bleibt gleich: einander helfen schafft Gemeinschaft. Und diese stärkt alle Beteiligten.
Mittwoch 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen

AdventskalenderVon kleinen und großen Erwartungen Der Zauber der Erwartung - "Dreimal werden wir noch wach" Autorin: Prisca Straub / Regie: Eva Demmelhuber Jeden Morgen ein Türchen im Adventskalender. Vier Wochen lang. Und an jedem Sonntag eine Kerze. Dann ist endlich Weihnachten! Als Kind war die Spannung kaum auszuhalten. Doch zum Glück ließ sich das Warten auf das Christkind mit 24 Schokoladenstückchen in übersichtliche Zeiteinheiten aufzuteilen. Und am Ende haben uns diese vorbereitenden Rituale fast genauso viel Freude gemacht wie das große Ereignis selbst! Vorfreude ist die schönste Freude, sagt der Volksmund. Und tatsächlich: Gerade ein Wunsch, der besonders lang gehegt wurde - scheint bei seiner Erfüllung ganz besonders große Freude zu machen. Doch inzwischen bringen sogar Kinder immer weniger Geduld auf, die nötig ist, um Vorfreude zu "lernen". Ein Phänomen, das inzwischen sogar Hirnforscher interessiert. Und welcher Erwachsene würde es leugnen: Wunsch und Erfüllung sollten doch bitteschön möglichst zeitnah beieinander liegen, oder? Aber: Worauf können wir uns dann noch freuen? Horusknabe und Christkind - Gottessöhne bei Ägyptern, Juden und Christen Autor: Christian Feldmann / Regie: Irene Schuck Der Gott Amun zeugt mit der Gemahlin des Pharao einen König für Ägypten, er verspricht dem göttlichen Kind Schutz und ewige Herrschaft. Schon im Mutterleib ist es zum Gottessohn und Retter auserwählt - wie das Jesuskind in den Evangelien. Gott wird Fleisch in einem Menschen. Gott schickt den Menschen einen Retter und lässt sein Königtum ewig dauern. Die Geburtsgeschichten in der ägyptischen Mythologie, in der hebräischen Bibel und in den christlichen Evangelien zeigen verblüffende Parallelen. Moderation: Gabriele Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Boomtown Shenzhen

shenzhenVon der Werkbank zum High Tech Hub (3). Gestaltung: Anna Masoner und Alexandra Siebenhofer Shenzhen ist Teil des Perlflussdeltas im Südosten Chinas, mit 60 Millionen Menschen der weltweit größte Ballungsraum und einer der wichtigsten Handels- und Finanzzentren. Die 12 Millionen Stadt gilt als Hardware Mekka. Ob Smartphone oder Elektromotor: 90 Prozent aller Elektronik, wird hier hergestellt in großen Fabriken und winzigen Hinterhauswerkstätten - eine Stunde von Hongkong entfernt. Shenzhen ist drauf und dran seinen prominenten Bruder Hongkong wirtschaftlich zu überflügeln. Hong Kongs Hafen war einst der wichtigste Warenumschlagplatz der Welt. Heute ist er nur noch auf Platz 5. Hinter Shanghai und Shenzhen. Hongkong ist zwar noch das ausgemachte Bankenzentrum. In Sachen Technologie und Innovation hat Shenzhen die Nase vorn. Tech Giganten wie Huawei und Tencent, die Firma hinter dem größten chinesischen Chat- und Bezahldienst WeChat haben hier ihren Sitz. Gewachsen ist Shenzhen rasend schnell. Anfang der 1980er Jahre befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet eine 30.000 Einwohner Stadt und eine Reihe von Fischerdörfern. Dann erklärte Staatschef Deng Xiaoping Shenzhen zur Sonderwirtschaftszone und damit zum Testgelände für eine marktbasierte Wirtschaft. Ausländische Firmen bauten Fabriken, China stellte billige Arbeitskräfte aus dem ganzen Land zur Verfügung. Hier entstand Chinas Ruf als Werkbank der Welt. Die Wanderarbeiter siedelten an den Rändern in informell gebauten mehrstöckigen Häusern und Baracken. Diese "urban villages" waren lange Merkmal der Stadt und für ihren steilen Aufstieg mitverantwortlich. Dem Bild des neuen, innovativen, sauberen Shenzhen stehen sie im Weg und so fallen sie in den letzten Jahren Abrissbirnen und neuen Hochhäusern zum Opfer. Anna Masoner war unterwegs in der Stadt, die sich immer wieder neu erfindet. Das Projekt wurde von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms "Grenzgänger China-Deutschland" unterstützt.
Mittwoch 09:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Asiatisch - österreichische Musikszenen

Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (3). Gestaltung: Maria Reininger Der Gruß im philippinischen Tagalog wird von tausenden Menschen in Österreich gesprochen. Ihre Musik ist westlich - Hiphop und US-Popsongs, die in den monatlichen Asian Nights gemeinsam abgefeiert werden und mit Inbrunst bei Karaoke-Auftritten gesungen werden, aber kaum Worldmusic, also Mischungen, wie man sie von in Österreich lebenden Immigranten aus afrikanischen Ländern, der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien kennt. Das ist eine der Besonderheiten, wenn man sich in den asiatischen Immigrantenszenen Österreichs umhört. Auch ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam und zahlreiche Chinesen und Chinesinnen haben Herkunftstraditionen zurückgelassen. Dem Feiern selbst, den Parties im Wiener Volksgarten tut das keinen Abbruch. Hervorgetan haben sich dagegen in jüngster Zeit einige Musiker aus Indien: Pintoo, Haidar und Iqbal Khan, drei Brüder aus dem westindischen Rajasthan, mischen die österreichische Worldmusicszene auf. Mit dem Trommelpaar Tabla und Dholak, mit den Vorläufern der Gypsiekastagnetten Khartal und den indischen Maultrommeln Morchang zaubern sie in ihre Melodien behende Rhythmen, deren Komplexität die europäische überschreitet. Damit haben sie auch schon Mitglieder der Wiener Tschuschenkapelle auf ihren Teppich geholt. Die indische Khataktänzerin Kaveri Sageder hat bei der A-cappella-Formation Bauchklang angedockt und bewegt sich seither in zwei Welten, Österreich und Indien, die sich hinsichtlich der Funktion ihrer Lieder und der Organisation ihrer Konzerte stark unterscheiden. Und schon vor Jahren hat der Tabla-Spieler Jatinder Takur die damals entstehende Worldmusicszene beeinflusst. Mitunter entdecken migrierte Musiker Besonderheiten ihres Herkunftskontinents, die gar nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen. So konzentriert sich der indisch-österreichische Komponist und Dirigent Vijay Upadhyaya mit seine Symphonie Chang An Men nun auf chinesische Mythen und Musiktraditionen. Traditionen, die dem Chor des Symphonieorchesters der Uni Wien einiges abverlangen. Wie sich die Musiker und Musikerinnen verstehen, was sie in Europa neu entdeckt haben, was sie mitgenommen und was sie weggelassen haben, das erzählen sie im Radiokolleg Buti nagkakilala tayo! Asiatisch-österreichische Musikszenen, von Maria Reininger.
Mittwoch 09:45 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

kriegsenkelKriegsenkel und das Vermächtnis der Vorfahren Kriegsenkel - Das besondere Erbe dieser Generation Autorin: Daniela Remus / Regie: Bomben, brennende Städte, Todesangst, Flucht und Panik, das alles haben Millionen Deutsche während des Zweiten Weltkriegs erlebt. Darunter auch sehr viele Kinder. Diese haben die Erinnerung an den Schrecken meistens in sich verkapselt, verschwiegen, und irgendwie versucht zu vergessen. Aber viele von ihnen haben die emotionalen Erinnerungen an ihre Kinder weitergegeben: Im Verhalten, in der Erziehung. Viele dieser sogenannten Kriegsenkel stellen jetzt fest, wie stark die Erlebnisse und Erfahrungen ihrer Eltern sie geprägt haben. Selbst wenn in den Familien nicht darüber gesprochen wurde. Transgenerationale Weitergabe nennen Psychologen dieses Phänomen, von dem wohl rund ein Drittel der Kriegsenkel betroffen ist. Angst, Panik, Unruhe und ein unglückliches Lebensgefühl begleiten sie, häufig ohne dass sie sich diese Gefühle erklären können. Das Verhältnis der Generationen - Vorbilder, Nachfahren oder beste Freunde? Autorin: Justina Schreiber / Regie: Es ist ein ewiger Kreislauf. Kinder werden geboren. Sie wachsen heran. Eines Tages bringen sie selbst Nachwuchs zur Welt. So erschafft eine Generation die nächste. Heute tun sich weniger zwischen den Generationen Gräben auf als zwischen armen und reichen, höher gebildeten und weniger gebildeten Milieus. Aber hier wie dort scheinen Eltern und Kinder nicht selten beste Freunde zu sein. Was aus entwicklungspsychologischer Sicht problematisch ist. Denn je verschwommener die Generationsgrenzen sind, umso schwerer fällt es den Jungen, eine eigene Identität, einen eigenen Weg zu finden. Und was bedeutet es wenn etwa im Jahr 2050 zum Beispiel im vielstimmigen Chor der Älteren, Alten und Superalten die Stimmen der wenigen Jungen nicht mehr zu hören sind? Moderation: Redaktion: Susanne Poelchau
Mittwoch 15:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Alex Offener Kanal Berlin

The Feature

Worldbrain ist der The Feature Gast im Dezember und wird unter anderem sein neues Soloalbum präsentieren.
Mittwoch 18:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Warten auf den Messias Lebensreformer, Verschwörungstheoretiker und Jesus-Imitatoren Von Thilo Schmidt In Zeiten großer Umwälzungen suchen Menschen Halt und finden ein reichhaltiges Angebot - früher und heute. Wenn Gesellschaften Umwälzungen erleben und Zukunftsgewissheit verloren geht, wenn Gesellschaft und Politik, wie man sie kennt, keine Antworten mehr zu haben scheinen, schlägt die Stunde derer, die Heil und Unheil verkünden: die Stunde der Jesus-Imitatoren, der Außerirdischen und Wanderprediger. In den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts, als sich nach dem Krieg rasante Veränderungen vollzogen, die Inflation Menschen ruinierte und große Ungewissheit herrschte, traten Inflationsheilige auf den Plan. Mit unterschiedlichsten Motiven und Motivationen verkündeten exzentrische Propheten aller Art ihre Botschaft. Was sie gemein hatten, war die Skepsis gegenüber dem Fortschritt der modernen Gesellschaft. Vor allem durch die Inflation in den 20er-Jahren hatten sie regen Zuspruch. In anderer Form gibt es dieses Phänomen auch heute wieder, in einer Zeit, die von vielen als tiefgreifende und verunsichernde Umbruchzeit erlebt wird.
Mittwoch 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

RBB kulturRadio

FEATURE

Magda und der Maulkorb Alternative Fakten in Polen Von Johanna Rubinroth und Tanja Krüger Regie: Robert Schoen Produktion: rbb/DLF 2017 - Ursendung -
Mittwoch 22:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg

ShenzhenHelfen: Aber wie? Fürsorge, Empowerment und Vernetzung (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Boomtown Shenzhen. Von der Werkbank zum High Tech Hub (3). Gestaltung: Anna Masoner Asiatisch - österreichische Musikszenen. Buti nagkakilala tayo! Schön, dass wir uns kennengelernt haben! (3). Gestaltung: Maria Reininger
Mittwoch 22:08 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

HR2

Jazzfacts

Maciej ObaraWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Aus der Stanko-Küche: Maciej Obara "Ungeliebt", aber mit der Fähigkeit, sich in offenen Räumen frei zu bewegen: Der polnische Altsaxophonist Maciej Obara
Mittwoch 22:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SWR2

SWR2 Feature

libanonHaltet durch, ich hol Euch nach! Wie ein syrischer Flüchtling seine Familie nach Deutschland lotst Von Nadja Odeh Als der Syrer Mohamed K. sich am 17. Juli 2015 von seiner Familie verabschiedet, harren sie schon seit einem Jahr als Flüchtlinge im Libanon. Ziel des Vaters ist Deutschland. "Drei, höchstens sechs Monate, dann hol ich Euch nach", verspricht er seiner Frau und den vier Kindern. Doch es dauert fast zwei Jahre bis er sie alle wieder in die Arme schließen kann. Die einzige Verbindung sind während dieser Zeit ihre Smartphones. Von seiner Baden-Badener Flüchtlingsunterkunft aus organisiert Mohamed die Flucht seiner Familie in die Türkei, verhandelt mit Schleppern und syrischen Regierungsbeamten und lotst Frau und Kinder durch die Bürokratie bis zu ihrer Anhörung in der deutschen Botschaft in Ankara. Es sind unzählige Textnachrichten und Voice-Chats, die täglich hin und her gehen. Sie erzählen von einem Überlebenskampf in der Fremde, von Frust und Verzweiflung, Liebe und Hoffnung und ganz alltäglichen Dingen. Vor allem aber erzählen sie von der Sehnsucht einer Familie, die der Krieg auseinandergerissen hat.
Mittwoch 22:33 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren