WDR5

Dok 5 - Das Feature

Gifte für ein besseres Leben Chemiekonzerne machen mobil Von Peter Kreysler Aufnahme des SWR 2017 Wiederholung: 20.05 Uhr
Montag 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Die Grenzen der Empathie

marina abramovicWenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (1). Gestaltung: Hans Groiß In dem Buch "Durch Mauern gehen"(Luchterhand) beschreibt Marina Abramovic die Erfahrungen während ihrer Langzeitperformance "The Artist is Present" im New Yorker MoMA, bei der sie in 721 Stunden rund 1.500 Menschen gegenüber saß: "Sehr schnell spürte ich, dass die Leute, sobald sie mir gegenüber Platz genommen hatten, unglaublich bewegt waren. Einigen kamen die Tränen - und mir ebenfalls. War ich ein Spiegel? [..] Ich konnte den Schmerz der Menschen sehen und spüren". In der Kunst ist es relevant sich sowohl als Betrachter, als auch als Schöpfer in andere und anderes hineinversetzen zu können. Empathie ist auch für Cana Bilir-Meier wichtig: Sie machte eine künstlerische Arbeit über ihre Tante, die politische Aktivistin Semra Ertan, die sich 1982 als Zeichen gegen herrschende Ausländerfeindlichkeit in Hamburg verbrannte. Die Künstlerin kannte ihre Tante nicht persönlich. Empathie könnte als ein gesellschaftlicher Imperativ zum guten Handeln bezeichnet werden und hat scheinbar keine Grenzen: Wir kennen das vom Gähnen, beim Musikhören oder vom Beine übereinander schlagen - sobald jemand mit einer Handlung oder Geste beginnt, können wir leicht "mitschwingen" und lassen uns anstecken. In der medizinischen Forschung wird davon ausgegangen, dass die Empathie das Immunsystem stärkt. Aber was heißt Empathie eigentlich genau und ist immer tatsächlich der Begriff Empathie gemeint oder geht es um Wohlwollen, Gedankenlesen oder Obsorge? Empathie boomt als Sehnsuchtsort und als Begriff in der Kunst, der Psychologie und der Kognitionswissenschaft. Entweder mangelt es daran, oder es gibt zu viel. Gibt es aber eine neue gesellschaftliche Empfindsamkeit oder hallt nur die Forderung nach mehr Rücksicht nach? Der kleine Prinz sieht nur "mit dem Herzen gut" - aber geht das überhaupt? Ist Empathie erlern- und auch verlernbar? In den Sprachwissenschaften ist immer öfter von den "dunklen Seiten der Empathie" zu hören, wie sie etwa Autokraten und Populisten benutzen. Hans Groiss versucht eine Begriffsdefinition und analysiert die Balance zwischen Mangel und Überfluss an Mitgefühl.
Montag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

DaktyloskopieVerbrechen früher Geschichte der Kriminaltechnik - Verbrecher hinterlassen Spuren Autor: Markus Mähner / Regie: Mit der Abschaffung der Folter im 18.Jahrhundert stand die Kriminalistik vor einem Problem: Das Geständnis als "Krone der Beweise"" verlor sein Gewicht. Neue Beweisführungen mussten her. Und die kamen schon bald aus den Reihen der Wissenschaft. Photographie, Toxikologie, Ballistik, Medizin oder Daktyloskopie sind nur einige Bereiche, die das Bekämpfen und die Verfolgung von Verbrechern bis heute erleichtern. Berühmte Kriminalfälle aus der Geschichte zeigen, welche wissenschaftliche Errungenschaften den Weg in die moderne Kriminaltechnik ebneten und welche Theorien und Praktiken schon bald in einer Sackgasse endeten. Denn jede Kriminaltechnik ist auch immer ein Abbild des Zeitalters, in dem sie entstanden ist. So haben sich zum Beispiel genetische Theorien, wonach man den "geborenen Verbrecher" einfach an seinem Aussehen erkennen könnte, als Unsinn erwiesen. Hamelns verschwundene Kinder - Der Zauber des Rattenfängers Autor: Johannes Munzinger / Regie: Auf der ganzen Welt wird die Sage vom Rattenfänger von Hameln erzählt. Von Amerika bis China ist sie Schullektüre, diese Geschichte über Schuld und Sühne; über ein Opfer, dass zum Täter wird und Betrüger, die um ihr höchstes Gut betrogen werden. Dass die Sage einen wahren Kern hat, ist unbestritten. Doch was geschah wirklich in Hameln? Die historische Spurensuche führt zurück in das Jahr 1284, als etwas Schreckliches in der niedersächsischen Stadt geschehen sein muss, schrecklich genug, um sich in das kollektive Gedächtnis der Bürger einzubrennen. 130 Kinder verschwanden damals spurlos, als sie einem geheimnisvollen Fremden aus der Stadt folgten. Noch heute, fast 750 Jahre nach dem Verschwindenden der Hamelner Kinder, ist die Stadt wie verzaubert vom Rattenfänger, kein Ort in Deutschland identifiziert sich so sehr mit einer Sagengestalt. Aus dem Trauma wurde Sage und aus dem Fremden das schillerndste Wahrzeichen Hamelns. Redaktion:Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Weltmuseum Wien und seine Sammler

weltmuseum wienVon Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (1). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Nach drei Jahren Umbau ist es endlich so weit: Das neu gestaltete Weltmuseum Wien wird am 25. Oktober wiedereröffnet, und zwar mit einem großen Fest, das Andre Heller auf einer Open-Air-Bühne am Heldenplatz gestaltet. Nach der Show können Besucher/innen bis 1 Uhr nachts das neue Museum bei freiem Eintritt erkunden und am 26. Oktober kann man das neue Museum ebenfalls von 13 bis 21 Uhr gratis besichtigen. Das Radiokolleg wird einige faszinierende Sammlerpersönlichkeiten vorstellen und damit auch einen Zugang zum Weltmuseum verschaffen, denn hinter jedem Objekt steht eine spannende Geschichte. Wie zum Beispiel die eines jungen Forschers, der zu den Kopfjägern nach Nordindien aufbricht und dort neue Freunde findet. Oder die einer jungen Ärztin, die nichts anderes will als unberührte Völker erforschen und dort emsig Sprachlisten anfertigt, die aber niemand entschlüsseln kann. Und nicht zuletzt die unerschrockene Ethnologin, die im Regenwald von Indianern mit Pfeilen beschossen wird, sie aufsammelt und ins Museum bringt. Dort sind sie jetzt zu besichtigen.
Montag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der Clown des Bebop

dizzy gillespieZum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Er war ein Spaßvogel, ein Possenreißer, ein charmanter Witzbold - der anekdotenumwobene Clown des Bebop: Dizzy Gillespie, am 21. Oktober 1917 als eines von zehn Kindern in eine schwarze Bauarbeiterfamilie in Cheraw/South Carolina hineingeboren. Die Entwicklung des modernen Jazz wäre ohne Gillespies Beitrag nicht möglich gewesen. Gemeinsam mit Thelonious Monk und Charlie Parker erfand er in den frühen 1940er Jahren in den Häuserschluchten der New Yorker 52nd Street gewissermaßen im Alleingang den Bebop: "Damals führte alles zur Beschleunigung und zur Verdichtung", erklärte der Musiker später. Mit seinen nervösen, jagenden Rhythmen verpasste der Bebop - eine Art Dadaismus des Jazz - der jungen, afroamerikanisch inspirierten Musikrichtung einen ungeheuren Entwicklungsschub in Richtung Moderne. "Die Musiker des Bebop waren Aufrührer, die gegen den Muff in den Dinnerjackets des Swings antraten", so fasste der deutsche Kritiker Michael Naura die Bedeutung der Jazz-Revolution der 1940er Jahre einmal zusammen. Und Naura weiter: "Dizzy Gillespie war in diesem Treiben das, was man ein lustiges Haus nennt. Ein wunderbarer Faxenmacher. Die Verkörperung der Gegenwelt zum etablierten E-Musik-Gehabe. Unerreichbar allerdings war er als Trompeter. Während sein Antipode Miles Davis rund um den Globus zahllose Nachahmer gefunden hat, die seinen Ton mit dem an jeder Ecke erhältlichen Dämpfer imitieren, blieb Gillespie resistent gegenüber jedem Versuch, ihn zu klonen." Ein Jahrhundertmusiker. In jungen Jahren galt Dizzy Gillespie als Inbegriff des smarten, hippen Jazz-Intellektuellen; später, als reiferer Musiker, öffnete der Bauarbeitersohn aus South Carolina den Jazz für lateinamerikanische, kubanische und afrikanische Einflüsse und wurde damit zu einem der Pioniere der Weltmusik.
Montag 09:45 Uhr

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WDR5

Neugier genügt

aalFeature: Frankreich will die Aale retten Redezeit mit Andrea Böhm, Journalistin und Autorin des Buches "Das Ende der westlichen Weltordnung - eine Erkundung auf vier Kontinenten" : Die Welt ohne Gewissheiten erkunden Wiederholung: Di 04.05 Uhr
Montag 10:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

unterwäscheGeschichte der Hygiene Unterwäsche - Hautnahes im Wandel der Zeit Autorin: Ulrike Beck / Regie: Susi Weichselbaumer Die Geschichte der Unterwäsche beginnt mit einem Leinen-Schurz. Im alten Ägypten diente er als Funktionskleidung für die Arbeiter. Nur den Pharaonen und Privilegierten war es erlaubt, ein zweites, reich verziertes Tuch darüberzu tragen. Damit wurde der Schurz darunter zum ersten Mal zur Unterwäsche und im Dresscode der Reichen zum Luxusartikel, den sich über die folgenden Jahrtausende nur Adel und Wohlhabende leisten konnten. Erst mit der Einführung der Baumwolle als Massenware im 19.Jahrhundert setzt es sich durch, dass jeder Mann und jede Frau eine Unterhose trägt. Bis dahin hält sich die mittelalterliche Sitte, lediglich ein langes Hemd zu tragen. In der männerdominierten Gesellschaft galt es bis Ende des 19.Jahrhunderts sogar als verpönt, wenn Frauen ihre Scham verhüllten. Während die Männer der wohlhabenderen Schichten vereinzelt Beinkleider tragen, sind die Damen fest in ihr Korsett geschnürt und unter den Röcken nackt. Erst mit der Erfindung der Baumwoll-Trikotage ändert sich das. Die neue Unterwäsche findet reißenden Absatz und wird zum Alltagsartikel. Während die Herren die Wahl haben zwischen Feinrippslip und Boxershorts, entwickelt sich die Damenunterwäsche zum Sinnbild für Erotik. Egal, ob luxuriöse Dessous, essbare Fun-Wäsche oder atmungsaktive Funktionskleidung: Die Unterwäsche hat sich etabliert. Kulturgeschichte der Toilette - Von der Latrine zum Washlet Autor und Regie: Martin Trauner Latrine, Locus, Abort oder Donnerbalken. Allein schon die Namen für die Bedürfnisanstalten verheißen nichts gutes. Und Jahrhunderte lang funktionierte die Notdurftentsorgung ja nach einem einfachen Prinzip: Ab ins Töpfchen und raus damit auf die Straße. So in etwa. - Zwar gab es schon in der Antike Vorläufer der etwas moderneren Toilettenanlagen, doch die waren den wohlhabenden Bedürftigen vorbehalten. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erfand ein englischer Dichter ein Wasserklosett; freilich mussten noch einmal 200 Jahre vergehen, bis der Schotte Alexander Cumming sein "Wasserklosett mit Auslaufventilspülung und Geruchsverschluss" patentieren ließ. Und trotzdem: Auf die heute geläufigen, mit Wasser spülenden Toiletten musste ein Großteil der Bedürftigen noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts warten. Doch auch die könnten bald ein Auslaufmodell werden. - Denn weil Wasser ein kostbares und knappes Gut geworden ist, gibt es nun wasserlose Toiletten mit Aktivkohle-Filter. Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 15:05 Uhr

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Bermuda.funk

Kopf im Ohr

erwin eckertEin kommunistischer Christ? - Feature über den Mannheimer Stadtpfarrer Erwin Eckert - von und mit Hans Dölzer ...
Montag 16:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Psychische ErkrankungenDas schwierige Arrangement Psychische Erkrankungen und der Arbeitsmarkt Von Kristina Hille Jobsuchende mit psychischen Erkrankungen finden besonders schwer einen Platz auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Beeinträchtigung steht gegen die Logik des Marktes selbst, der auf Wettbewerb, Höchstleistung und Geschwindigkeit abzielt. Mit diesen Anforderungen können sie aufgrund ihrer Störung oder Krankheit nicht dauerhaft mithalten. Deswegen gibt es eine Vielzahl an Unterstützungs- und Rehabilitationsmaßnahmen. Viele Jugendliche haben bereits in der Schule oder in der Ausbildung psychische Probleme. Einrichtungen, wie das Rotkreuz-Institut Berufsbildungswerk in Berlin sollen sie auffangen. Hier können sie einen Berufsabschluss machen - unter besonderen Bedingungen, aber wie alle Azubis: nach bundeseinheitlichem IHK Standard. Ein Kraftakt für alle Beteiligten. Der nächste steht bevor: der Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Montag 19:30 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

PestizideGifte für ein besseres Leben Chemiekonzerne machen mobil Von Peter Kreysler Aufnahme des SWR 2017 Noch nie wurden auf den Äckern so viele Pestizide in Deutschland versprüht wie heute. Die Folgen für die Umwelt sind fatal: die Artenvielfalt nimmt dramatisch ab, die Gifte reichern sich im Boden, im Grundwasser und im Menschen an. Und es droht eine weitere Gefahr. Unkräuter werden resistent, wenn sie massenhaft Herbiziden ausgesetzt sind. An vielen Orten - vor allem den USA - haben sich bereits "Super-Unkräuter" entwickelt, denen herkömmliche Unkrautvernichter nichts mehr anhaben können. Der Pharmakonzern BAYER ist auf der Suche nach einem neuen wirksamen Herbizid. In Monheim, dem weltweit größten und modernsten Standort für die Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln arbeiten rund 5000 Mitarbeiter daran, ihn zu finden. Sie hoffen, dass ihnen dabei die Fusion mit Monsanto hilft und sie zum größten globalen Saatgut- und Agrar-Chemiekonzern macht. Artensterben, "Super-Unkräuter" - gibt es einen Ausweg aus dieser vertrackten Lage? Das Feature fragt bei Hightech-Laboren, Bauern, Chemiegiganten, sowie kritischen Toxikologen nach.
Montag 20:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Weltmuseum WienDie Grenzen der Empathie. Wenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (1). Gestaltung: Hans Groiß Das Weltmuseum Wien und seine Sammler. Von Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (1). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Der Clown des Bebop. Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer
Montag 22:08 Uhr

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