In der Kulturpolitik besetzt der Jazz eine Nische. International hochgeachtet, im Inland aber strukturell kaum abgesichert, bedeutet eine Karriere im Jazz viel Glanz, aber auch ein hohes Maß an Selbstausbeutung. Das Publikum schätzt seine Echtheit und Live-Erlebnisse.
Was braucht die professionelle Jazz-Szene? Welche Förderung ist nötig? Wie wird der Nachwuchs ausgebildet? Welchen Anteil haben Frauen? Und wer hört überhaupt Jazz?
Von WDR 3.
Zeche Zollverein stellte 1986 die Kohleförderung ein. Die größte Bergbaustadt Europas büßte eine Identität ein und erschuf eine neue: Von der der Industriegeschichte zur Industriekultur. Dazu zählt die Gründung des Ruhrlandmuseums, Vorläufer des heutigen Ruhr Museums. Nach vierzehn Jahren als dessen prägender Direktor verlässt Theo Grütter das Haus. Grund zu fragen, was war, was ist der Mythos KultRuhr? Ist die Industriekultur "am Ende"? Von Michael Köhler.
Seit dem 1. Januar gelten in Nordrhein-Westfalen Mindesthonorare für Künstlerinnen und Künstler in landesgeförderten Kultureinrichtungen und Veranstaltungen. Wer bekommt wie viel wofür, ist das tatsächlich eine Verbesserung oder sorgt die gutgemeinte Idee sogar für neue Probleme? Von Peter Grabowski.
Verglichen mit Oper und Theater ist die Tanzszene kleiner, dafür überaus erfolgreich und beim Publikum sehr beliebt. Zwei Millionen Menschen besuchen jährlich Tanzaufführungen. Von Max Burk.
Die Lesekompetenz ist weiter im Sinkflug. Laut letzter IGLU-Studie hat sie noch einmal abgenommen. Schulanfänger wiederholen teilweise schon die Erste Klasse. Ein Viertel der Viertklässler können Texte nicht verstehend lesen. Welche Auswirkungen hat das auf Bildung und Beschäftigung, Selbstwert und Anerkennung, letztlich politische Teilhabe und Demokratie? Wie lassen sich Lesegewohnheit und Leseflüssigkeit normalisieren und steigern? Welche Schlüsselrolle hat die frühkindliche Bildung? Von WDR 3.
Vom Mond wissen wir mehr als vom Meer, obgleich dreiviertel der Erdoberfläche "blau" sind, wir auf einem "blauen Planeten" leben. Die Vermessung der Ozeane beginnt spät, Mitte des 19. Jahrhunderts. Entdeckungsreisen übers Meer reichen weiter zurück. Von Michael Köhler.
Gestern war da noch das Kinderschuhgeschäft, der Juwelier oder Bäcker, heute herrscht Leerstand. Einst betriebsame Einkaufszonen bieten immer öfter ein tristes Bild. Vereinzelt werden die Leerflächen kulturell genutzt. Aus dem ehemaligen Kaufhaus wird ein Kunst-Hub, ins Einkaufszentrum zieht eine Pop-Up Ausstellung, oder Künstler gehen befristet in ein Ladenlokal. Ist das eine Chance für Change, Kunst statt Konsum? Wie sollen unsere Innenstädte künftig aussehen? Von Michael Köhler.
Der Kunstmarkt gilt vielen als glamouröses Geschäft - doch hinter schlagzeilenträchtigen Rekordverkäufen verbergen sich wachsende wirtschaftliche Probleme. Von Peter Grabowski.