Im letzten August hat der Musiker und Schauspieler Robert Stadlober ein Album mit Neuvertonungen von Kurt Tucholsky-Gedichten herausgebracht - und oft machte die Aktualität dieser Tucholsky-Texte Gänsehaut. Nun gibt’s frischen Nachschlag in Form einer EP.
"Küsst die Faschisten" heißt dieses Minialbum. Musikalisch knüpft er im Vorjahr an, mit einer Art staunendem Sprechgesang und Gitarren, die auch heftig mal anschwellen können. Im Zentrum stehen Tucholskys Worte. Warum er ausgerechnet die gewählt hat? Dazu Stadlober: "Es gibt ja so Texte und Inhalte, um die schleicht man herum wie ein Tiger oder Panther. Man denkt sich, gerade in Europa wissen es doch alle, dann sieht man aber, was sie fast alle machen, und denkt sich: vielleicht haben sie sich wirklich vergessen? Und dann will man’s ihnen in Erinnerung rufen, säuseln, küssen: Antifaschismus ist keine Jugendkultur, Antifaschismus ist kein Geheimbund, Antifaschismus ist für alle, die an ein Leben vor dem Tod glauben, ein Leben für...
Frauen haben mittlerweile fast alles erreicht. In der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien stehen sie immer häufiger an der Spitze und fordern ihre Rechte ein. Seit einiger Zeit formt sich aber eine Gegenbewegung: Junge Männer wollen zurück zu alten Rollenbildern, in den sozialen Medien trenden Alpha-Males. Auch eine rechtsgerichtete, maskulinistische Politik ist zurückgekehrt.
Es sind Donald Trump, Elon Musik, Victor Orbán und bei uns AfD-Politiker wie Björn Höcke und Maximilian Krah, die wollen, dass die Männer wieder stark und aggressiv auftreten und die Frauen dominieren. Online propagieren Tausende dieses Männer-Bild. Es gibt die Rechtspopulisten, aber auch Abtreibungsgegner und so genannte “Incels”, Männer, die gerne Sex hätten, aber keine Partnerin finden. Sie alle wollen patriarchale Strukturen und die Macht der Männer über die Frauen zurück. Es geht hin bis zu Gewaltfantasien und Angriffen auf Feministinnen. Online werden schon Kinder und Teenies mit toxischer Män...
Wenn die Mutter von Autorin Andrea Wöllenstein müde oder krank war, hat sie oft gesagt: „Heute bin ich nichts wert.“ Misst sich mein Wert nur an dem, was sich leisten kann? Dieser Frage geht Andrea Wöllenstein nach und findet eine Antwort darauf in einem Gebet im 139.Psalm.
Dass man Jazz auch "catchy" gestalten kann, beweisen die drei Musiker dieses skandinavischen Trios: Ihr letztes Album schaffte es 2024 bis auf Platz 2 der hiesigen Jazz Charts. Jetzt sind Emil Brandqvist & Co. zurück mit dem neuen "Poems for Travellers".
Das Emil Brandqvist Trio sind der namengebende Drummer und Bandleader sowie Pianist Tuomas Turunen und Kontrabassist Max Thornberg. Ihnen gelingt es, auch nicht-eingefleischte Jazzfans zu erreichen. Da fragt man sich, was ist ihr Trick? Vielleicht, dass sie zwar komplexe Arrangements haben, aber die Melodie nicht vernachlässigen. Die darf auch gerne mal prägnant, zupackend und zugleich poetisch sein, wie auf dem neuen Album "Poems for Travellers".
Außerdem an der Hörbar: Cat Power, Cassandra Wilson, Emilia Torrini, Muriel Zoe - und weitere Highlights.
Wenn das Rettungssystem nicht funktioniert, sterben Menschen. Und eine „Systemkrise“ der deutschen Rettungsdienste hat ein Gutachten schon im vergangenen Jahr festgestellt.
Personalknappheit und Nachwuchsprobleme, fehlende Ausstattung und eine mangelhafte Vernetzung der einzelnen Rettungsdienste untereinander sorgen für Probleme. In vielen Landkreisen kann die Hilfsfrist, also der vorgeschriebene Zeitraum bis zum Eintreffen der Rettungskräfte, oft nicht eingehalten werden. Sind wir noch zu retten? Wie können wir die Rettungsdienste stärken und zukunftsfähig machen? Und wie können wir wieder mehr Menschen motivieren, in der Not schnell für uns da zu sein?
Darüber sprechen wir mit Christof Chwojka von der Björn-Steiger-Stiftung, die das Gutachten zu den Rettungsdiensten in Auftrag gegeben hat. Außerdem dabei: Notfallsanitäterin Charlotte Frank, Thomas Müller-Witte, Leiter des Arbeiter-Samariter-Bundes in Frankfurt und Christian Stein, Leiter des Rettungsdienstes im Hochtaunus-Kre...
Heute am Tisch mit Julia Esterer, Geschäftsführerin der Firma Esterer Fahrzeugbau.
Julia Esterer, Jahrgang 1973, leitet die Firma gleichen Namens im nordhessischen Fachwerkort Helsa.
Als einer der Pioniere des deutschen HipHop hat Murat Güngör die Entwicklung der Szene maßgeblich mitgeprägt. Er war Rapper, Labelmanager und ist heute Lehrer an einer Gesamtschule und pädagogischer Mitarbeiter an der Goethe-Uni in Frankfurt. Mit seinem kritischen Blick auf Migration, Rassismus und Empowerment gelingt es ihm, alte “Gastarbeitertraditionen“ mit den neuen Strömungen des HipHop zu verbinden. Anfang der 1990er Jahre war er an der Entstehung von Rap in türkischer Sprache beteiligt.
So bittet ein Psalmbeter Gott. Auch heute werden Menschen ungerecht behandelt und Recht und Unrecht werden verdreht. Wie sieht Gerechtigkeit aus, die eine Gemeinschaft stärkt? Gedanken dazu von Autorin Andrea Wöllenstein.
Die Passionen von Johann Sebastian Bach: Viele Menschen werden sie in diesen Wochen vor Ostern wieder hören oder sogar selbst singen. Autorin Beate Hirt bringen sie die Leidensgeschichte Jesu nahe - aber auch Leid und Schmerz von Menschen heute.
Den Gang ein bisschen rausnehmen, die Glieder strecken und dazu schöne, relaxte Musik! Damit sind wir an der Hörbar gern zur Stelle.
Heute z.B. mit den Milk Carton Kids, Derya Yıldırım, Sole, Calexico und Iron & Wine, Raphael Gualazzi und Herbert Pixner.
Zu unseren Highlights gehören heute die kalifornischen Milk Carton Kids (benannt nach den Vermisstenanzeigen auf amerikanischen Milchtüten): Sie wandeln auf den Spuren von Simon & Garfunkel.
Außerdem das World-Jazz-Ensemble Sole aus Bratislava in der Slowakei. Das Quintett knöpft sich gerne Volkslieder aus allen Teilen der Welt vor und mischt sie mit neuen Elementen und Klangfarben.
Derya Yıldırım indes spielt die Volksmusik der anatolischen Heimat ihrer Eltern im popmusikalischen Gewand. Sie sagt: "Wir sind dafür verantwortlich, die Musik auf die richtige Weise zu bewahren. Diese Musik ist so wichtig, weil sie die Stimme des Volkes, der Minderheit und der Unterdrückten bleibt".
Das alles und mehr an der Wochenend-Ausgabe der Hö...