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Aus den Archiven
Vincent van Gogh Literatur mit Linien und Farben Von Barbara Sandberg RIAS Berlin 1990 Vorgestellt von Isabella Kolar Der in Groot-Zundert in den Niederlanden geborene Vincent van Gogh ist einer der bekanntesten Künstler aller Zeiten. Seine Sonnenblumen sind allseits bekannt, sein abgeschnittenes Ohr ist legendär - und doch war der postimpressionistische Maler zu seinen Lebzeiten eher unbekannt und hielt sich selbst für einen Versager. Ob Sonnenblumen oder Sternennacht - die Gemälde und Zeichnungen von Vincent van Gogh haben nicht nur den Post-Impressionismus definiert, sondern sind heute so beliebt, dass sie auf internationalen Versteigerungen Rekordsummen von mehreren Millionen Euro erzielen. Umso tragischer ist es, dass der niederländische Maler zu Lebzeiten gerade einmal ein Werk verkaufte und jahrelang in großer Armut lebte. Seine Geldsorgen gepaart mit psychischen Problemen trieben den Künstler 1890 sogar in den Suizid. Und obwohl Vincent van Gogh erst mit 27 Jahren seine Passion fand, erschuf er über 850 Gemälde und fast 1300 Arbeiten auf Papier.
Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern 08 00 22 54 22 54 gespraech@deutschlandfunkkultur.de
Lesart
Das politische Buch Preis der Leipziger Buchmesse 2026 Gespräche mit den Nominierten in der Kategorie Sachbuch/Essayistik Moderation: Maike Albath und Christian Rabhansl Aufzeichnung vom 10.03.2026, Literarisches Colloquium Berlin
Feature
Muss Strafe sein? Teil 1: Mauern, Zellen, Gerichtssäle Von Johanna Bentz Regie: die Autorin Mit: Lisa Hrdina, Torsten Föste Musik: Matthias Klein Ton: Hermann Leppich Deutschlandfunk 2026 Länge: ca. 53'36 (Ursendung) (Wdh. am 15.03.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk) Teil 2 am 21.03.2026, 18.05 Uhr Das Bedürfnis nach Strafe ist universell. Aber was bewirkt sie? Im ersten Teil dieses Doppelfeatures besucht die Autorin jugendliche Häftlinge, Richterinnen und Richter und einen verurteilten Mörder, der seit elf Jahren hinter Gittern sitzt. Strafen gehört zum Verhaltensrepertoire des Menschen. Schaden wird vergolten, Unrecht wird zurechtgerückt, Übeltäter werden gebessert - so sind zumindest die Ziele. Aber werden sie auch erreicht? Die Autorin, die als Dokumentarfilmerin häufiger Straftäter porträtiert hat, geht Schritt für Schritt die einzelnen Stationen unseres Strafwesens durch, schaut sich die Praxis an und fragt nach Alternativen. Sie beginnt mit jugendlichen Gefängnisinsassen und fragt sie, welche Strafen sie für gerecht halten. Eine Richterin und ein Richter erzählen von ihrer Arbeit. Und dann begegnen wir einem verurteilten Mörder, der nach Jahren in Haft sein Leben neu beginnen will. Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio. Sendungen und Filme u.a.: "Crisis what crisis" (Essayfilm über Griechenland, 2015), "Die Verführungskünstler" (Dokumentarfilm 2012), "Corona Talks - Zufallsgespräche aus dem Lockdown" (WDR 2020). Über den Sinn des Strafens Muss Strafe sein? (1/2)
Oper
Wiener Staatsoper Aufzeichnung vom 02.10.2025 Bedrich Smetana "Die verkaufte Braut", Komische Oper in drei Akten Libretto: Karel Sabina Krusina - Franz Xaver Schlecht, Bariton Ludmila - Margaret Plummer, Sopran Marenka - Slávka Zámecníková, Sopran Micha - Ivo Stanchev, Bass Háta - Monika Bohinec, Mezzosopran Vasek- Michael Laurenz, Tenor Jenik - Pavol Breslik, Tenor Kecal - Peter Kellner, Bass Direktor der Komödianten - Matthäus Schmidlechner, Tenor Esmeralda - Ilia Staple, Sopran Komödiant - Alex Ilvakhin, Bass Chor und Orchester der Wiener Staatsoper Leitung: Tomás Hanus
Die besondere Aufnahme
SEHNSUCHT Lieder von Henriëtte Bosmans, Arnold Schönberg, Erich Zeisl und Alexander Zemlinsky Äeneas Humm, Bariton Renate Rohlfing, Klavier Deutschlandfunk / Rondeau 2025 Diese Kunstlieder jüdischer Komponisten spiegeln die Erfahrung von Exil und Verlust, sowie die unstillbare Sehnsucht nach Heimat und Freiheit wider.
Neue Musik
La Sérénade Eine Gesellschaft für angenehme Musik Von Richard Schroetter Bezeichnend für das französische Musikleben der 1920er- und 1930er-Jahre ist die Präsenz engagierter Frauen, Mäzeninnen und Musikerinnen. 1931 gründet die Geigerin Yvonne Giraud (1895 - 1984), seit 1921 mit dem Marquis de Casa Fuerte verheiratet, mit befreundeten Komponisten die "Société de Musique de Chambre" und die Konzertreihe "La Sérénade", die sich, nicht ganz so ausschließlich wie die fast gleichzeitig ins Leben gerufene "Triton-Bewegung", der Musik der Gegenwart widmete. Zu den Mitgliedern von "La Sérénade" gehörten keinesfalls nur Franzosen (wie Desormaire, Milhaud, Poulenc, Sauguet), sondern auch zwei italienische und zwei junge russische Komponisten, die sich später einen Namen machten: Vittorio Rieti, Leone Massimo, Igor Markévitch und Nicolas Nabokov.

