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Echo der Zeit

19.25 Uhr
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20.00 Uhr
Hörspiel

Premiere: «Rosetta and the Icy Drifter» von Michèle Rusconi Kometen gelten als Zeitzeugen unseres Sonnensystems. Entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die Planeten, aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Sonne jedoch weniger verändert, also in einem ursprünglicheren, «authentischeren» Zustand. Ihre organischen Moleküle könnten entscheidende Hinweise auf die Entstehung von Leben im All liefern. Die Erforschung des Kometen «Tschuri» (67P/Tschurjumow-Gerasimenko) durch die ESA-Mission Rosetta (2004–2014) vereinte ein internationales Team von Wissenschaftlern und wurde gekrönt von der erstmaligen Landung auf einem Kometen. Zu den zentralen Instrumenten gehörte ROSINA, ein in Bern entwickeltes hochpräzises Massenspektrometer. Die «Rosetta-Mission» zählt zu den aufregendsten und bedeutendsten Unternehmungen der Raumfahrtgeschichte. Ihr ultimatives Ziel: Erkenntnisgewinn über die Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und des Lebens selbst – eine Reise zurück zu unseren Ursprüngen. Michèle Rusconis Klangwelten gleichen einem Myzel, das sich nicht nur organisch aus Wort, Ton und Geräusch zusammensetzt, sondern Vergangenheit und Zukunft, komplexe Wissenschaft und schwer fassbare Abstrakta sinnlich erfahrbar macht und zu einer unendlichen Einheit verwebt. Mit: Nikola Weisse, Graham Valentine, Peter von Strombeck, Leila Férault-Levy, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang), Ingala Fortagne (Gesang), Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Giovanni Barbato (Violine/Improvisation), Antonio Jiménez Marín (Posaune), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Nicolò Muzii (Klavier), Nikolai Olshansky (Kontrabass), Mehmet Ali Simayli (Schlagzeug), Ulrike Jühe (Geräusche), Pina Bettina Rücker (Quarzschalen), Wale, Seelöwen, Pulsar Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller Produktion: Autorinnenproduktion mit SRF 2026 Dauer: 57’

21.00 Uhr
Sternstunde Philosophie

Carl Hart: Besser leben mit Heroin und Kokain? Aufgewachsen in einem armen Viertel in Miami, erlebte Carl Hart Drogenhandel, Gewalt und Kriminalität aus nächster Nähe. Als Wissenschaftler begann er später über Drogen zu forschen, um etwas gegen die Verbreitung von Crack zu unternehmen. Dabei gelangte er immer mehr zur Überzeugung, dass nicht die Drogen das Problem sind, sondern die sozialen und wirtschaftlichen Lebensumstände der Betroffenen. Und, dass der Kampf gegen Drogen als Vorwand diente, um bestimmte Bevölkerungsgruppen zu unterdrücken. Er wandelte sich zu einem Befürworter, der heute eine Legalisierung auch harter Drogen fordert und selbst regelmässig Substanzen wie Heroin und Kokain konsumiert. Er argumentiert, dass ein Konsum ohne Abhängigkeit nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel ist, und dass ihn Drogen zu einem besseren Menschen gemacht hätten. Olivia Röllin hakt nach, ob er die Risiken für die Gesellschaft nicht unterschätzt und ob wir durch ständige Intensivierung von Emotionen nicht verlernen, wie berauschend der Alltag ohne Verstärkung sein kann.

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