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Kaserne statt Wohnungsbau? Mehr Platz für die Bundeswehr Live aus der ehemaligen Technischen Marineschule in Kiel Am Mikrofon: Laura Kingston Hörertel.: 00800 4464 4464 agenda@deutschlandfunk.de

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Kommentare und Themen der Woche

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Zur Diskussion

20.00 Uhr
Die Nachrichten

20.10 Uhr
Aus Religion und Gesellschaft

Kosovo: Radikale religiöse Gruppen bedrohen den gesellschaftlichen Frieden Von Benedikt Schulz In Kosovo leben die Religionen bislang friedlich zusammen. Doch der Frieden gerät unter Beschuss. Durch radikale Muslime, islamfeindliche Katholiken und eine Serbische orthodoxe Kirche, die im Sinne der serbischen Regierung agiert

20.30 Uhr
Lesezeit

Norbert Gstrein spricht über und liest aus seinem Jahrhundertroman "Im ersten Licht" (1/2) (Teil 2 am 25.2.2026) "Adrian war selbst nicht im Krieg gewesen, aber dreimal im Lauf seines Lebens hatte er mit jungen Männern zu tun, die im Krieg gewesen waren und die dann sein weiteres Leben jeweils für lange bestimmten." In unserer Gegenwart zahlreicher Kriege, die jede Hoffnung auf ein "Ende der Geschichte" zerbomben, wagt der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein ein Jahrhundertbuch über die psychischen Effekte zwischenstaatlicher Gewalt. "Allein der Gestank. Allein der Lärm. Angeblich war das Geschrei der Verwundeten, die man nicht bergen konnte, weil die Rettungsmannschaften mit ihren roten Kreuzen und Tragbahren gnadenlos ins Visier genommen wurden, noch nach Tagen zu hören gewesen, ihr Wimmern und Winseln im Niemandsland, ihr Bitten und Flehen, es möge sie jemand erlösen, weil sie keine Munition mehr hatten und es nicht selbst tun konnten, ihre Gebete, bis sie wie Tiere verendeten." 1901, zu Beginn des kriegerischen 20. Jahrhunderts wird sein Held Adrian geboren - und ihm wird ein langes Leben gegönnt, das im "Kadaverleuchten lebender Leichname" (Joseph Roth) erscheint. Allein ein Meister wie Gstrein, mit seinen langen, bogenförmigen Sätzen, kann das Weitumspannende fassen und so eine Figur bergen, die ohne diesen beeindruckenden Roman im Dunkel der Vergangenheit versunken wäre. Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er erhielt u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, den Uwe-Johnson-Preis, den Österreichischen Buchpreis 2019, den Düsseldorfer Literaturpreis und den Thomas-Mann-Preis. Zu seinen zahlreichen Romanen zählen gefeierte Werke wie "Die Winter im Süden", "Das Handwerk des Tötens", "Als ich jung war". Der 2021 erschienene Roman "Der zweite Jakob" war für den Deutschen Buchpreis nominiert.

21.00 Uhr
Die Nachrichten

21.05 Uhr
Querköpfe

Kabarett, Comedy schräge Lieder Wilde Geschichten - Die oberbayerische Kabarettistin Martina Schwarzmann Von Sabine Fringes Der Saal kocht, dabei ist sie noch nicht mal aufgetreten. "Und alles wegen einer Frau in Strickjacke", wundert sich eine Besucherin, die Martina Schwarzmann bislang nur von Plakaten kennt. Doch brav ist die gelernte Köchin nur dem äußeren Anschein nach: Mit ihren wilden Geschichten, skurrilen und deftigen Liedern über den Alltag auf dem Land hat sie mittlerweile alle großen Kabarettpreise abgeräumt. 1979 wurde sie in Überacker nahe Fürstenfeldbruck geboren und wohnt heute auf einem Bauernhof nur ein paar Dörfer weiter, zusammen mit ihrem Mann und vier Kindern. Das meiste, wovon sie auf der Bühne singt und spricht, hat sie selbst erlebt, sagt Schwarzmann. Davon zeugt auch ihr neues Programm "Martina Schwarzmann macht was sie will".

22.00 Uhr
Die Nachrichten

22.05 Uhr
Spielweisen

Heimspiel - Die Deutschlandradio-Orchester und - Chöre Metamorphosen, Entwicklungen Hermann Keller Verwandlungen (UA) Zeynep Gedizlioglu Lauf Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Leitung: Marc Albrecht Aufnahmen vom 14.1.2026 beim "Ultraschall"-Festival, Berlin Am Mikrofon: Julia Kaiser Ein Zufallsfund im Archiv macht vergessene Orchestermusik des Komponist Hermann Keller hörbar. Im Rahmen seiner legendären Reihe "Musik der Gegenwart" gehört das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zu den tragenden Säulen des "Ultraschall"-Festivals. Zu dessen Auftakt am 14. Januar hob es ein Werk aus der Taufe, das nunmehr fünfzig Jahre alt ist. Komponist Hermann Keller (1945-2018) hatte seine "Verwandlungen" 1976 notiert - das Manuskript indes ging verloren und wurde bisher nie gespielt. Der Zufallsfund einer Kopie im Archiv der Komischen Oper und deren Bearbeitung durch Hovik Sardaryan haben Kellers frühe, vergessene Orchestermusik nun präsentierbar gemacht. In ganz anderem Sinn in den Zeitläuften verankert sieht sich die 1977 in Izmir geborene Komponistin Zeynep Gedizlioglu. Sie betrachtet ihre Stücke als Verkörperung von etwas Eigenem, das sich weiterentwickelt. Beispielsweise verkörpert ihr Stück "Lauf" ein Fortschreiten, das einen enormen Aufwand erfordert. Mit Hilfe des Orchesters verwandelt sich das eingeschriebene "Ich" in ein "Wir" - es birgt Weiterdrängendes, das am Ende des Konzerts nicht stehenbleibt.

22.50 Uhr
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Am MIkrofon: Sören Brinkmann

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