Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Das Ö1 Konzert

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Zwischen Tradition und Innovation". Von technischem Fortschritt, veränderten Geschlechterrollen, Globalisierung und Klimawandel erzählt Ida Maria Jaritz, katholische Theologin und Studierende an der Diplomatischen Akademie. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Als man mir gesagt hat, man würde mich gerne für eine Textreihe unter anderem zum Thema Hoffnung und Innovation gewinnen, da habe ich als Theologin nicht zuerst zur Bibel gegriffen, sondern zu meinem Handy und die beiden Begriffe gegoogelt", meint die 26-jährige Theologin und Gymnasiallehrerin Ida Maria Jaritz. Wobei derzeit sei sie ja "beruflich auf Abwegen", fügt sie hinzu, weil sie die Diplomatische Akademie in Wien absolviere. In der Textreihe "Gedanken für den Tag" soll es nun um technischen Fortschritt, um veränderte Geschlechterrollen, Globalisierung und Klimawandel gehen. "Meine Generation wird nicht die sein, die alle Probleme der Menschheit wieder richtet", meint sie in diesem Zusammenhang. "Genauso wenig wie die Generationen vor uns alles verbockt oder verbrochen haben. Das, was uns wirklich eint, ist nämlich, dass wir alle Generationen der Hoffnung sind. Jede Generation für sich, aber niemals nur für sich alleine. Wie sonst würde Leben funktionieren?" Und Ida Maria Jaritz setzt auf die einende Kraft der Hoffnung: "Die Hoffnung hat keine Geschichte und keine Generation für sich gepachtet und niemand kann sie für sich alleine beanspruchen. Sie ist das Ventil, das uns alle antreibt, und im besten Fall auch vereint." Die Sendereihe ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Nicht mit mir

Die Kunst der Verweigerung (1). Gestaltung: Johannes Gelich Der literarische Ahnherr aller Aussteiger und Verweigerer ist wohl der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau. Er zog Mitte des 19. Jahrhunderts als junger Mann in eine Blockhütte, um dort einige Jahre alleine als Aussteiger zu leben. Mit seiner Schrift "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" gilt er aber auch als Apologet des zivilen Ungehorsams, wenn sich der Staat unethisch oder unmoralisch verhält. In Zeiten der Klimakrise gibt es aber auch und gerade heute viele Aussteiger und Aussteigerinnen in der Tradition Thoreaus. Sie leben alleine oder zu zweit in Wäldern oder in umgebauten Wohnwägen, um sich von den Zwängen der Konsumgesellschaft zu befreien und ein nachhaltiges Leben auszuprobieren. Die Verweigerung gegenüber einem eingespielten und belastenden Konformismus spielt jedoch auch beim Nein-Sagen und Loslassen in der Beziehungswelt eine große Rolle. Erfolgreiche Ratgeber wie "Nein - was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können". "Klingt logisch - mach ich aber nicht" oder "Die Kunst des darauf Scheißens" künden von einem zunehmenden Wunsch der Gesellschaft in der Kunst der Verweigerung unterrichtet zu werden. Gerade junge Menschen scheinen dabei durch die permanente digitale Präsenz ihrer Ex-Freunde oder Ex-Geliebten ein erhöhtes Bedürfnis nach Orientierung und Hilfestellung beim Nein-Sagen zu haben. Auch in der Arbeitswelt spielt das Thema der Verweigerung gegenüber unmoralisch oder unmenschlich empfundenen Arbeitsbedingungen oder illegalen Machenschaften des Arbeitgebers eine immer größere Rolle. Seien es Steuer-CDs, die von Bankbeamten angefertigt werden, um organisierte Steuerhinterziehung aufzudecken, seien es Hotlines für potentielle Whistle-Blower, die immer öfter von großen Konzernen und Firmen eingerichtet werden - der Wunsch, in einem als ungerecht empfundenen System nicht mehr mitzuspielen, scheint zu wachsen. Doch mit der Verweigerung und dem Nein-Sagen alleine ist es im Kampf um ein besseres Leben und Zusammenleben nicht getan - ein gewichtiges NEIN braucht auch immer ein großes, inneres JA in Form einer Utopie vom besseren Leben. Gerade innerhalb der jüngeren Generation der Schüler und Studenten scheint sich ein neuer Trend zur Re-Organisation des gesellschaftlichen Zusammenlebens abzuzeichnen. Initiativen wie die "tbase" in der Seestadt Aspern, wo junge Menschen Architekturformen mit alternativen, kostengünstigen Materialien ausprobieren, das Seedcamp in Niederösterreich oder die "Extinction rebellion", bei der sich junge Menschen gegen den Klimawandel und für eine ökologische Revolution einsetzen, künden von einem steigenden Bedürfnis nach Rebellion und Erneuerung. Von den zarten Ansätzen zum Nein-Sagen bis zu einem nachhaltigen Ja, das auch die Gesellschaft erfasst, ist es jedoch mitunter ein weiter Weg. Diese Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das Casting neuer Ideen (1). Gestaltung: Irmgard Wutscher, Anna Masoner, Sarah Kriesche, Viktoria Waldegger Ö1 startet am 20. Jänner 2020 eine multimediale Ideensammlung. Eingeladen sind 20+ Jährige, die in kurzen Videoclips vorstellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Präsentiert wird das Zukunftspotenzial Österreichs. Was ist gefragt? Innovative Ideen, die heute bestehende Technologien, Dienstleistungen sowie gesellschaftliche und politische Prozesse verändern oder ersetzen sollen und damit zur "Reparatur der Zukunft" beitragen. Ideen, die Probleme erkennen, und Lösungen anbieten: von Klimaschutz, Armutsbekämpfung, bis zu innovativen Businessideen, von privaten Gesprächsrunden, Podcasts, Umweltschutz, Sharing-Initiativen bis zu Forschungsprojekten, von digitalen Apps, Fashion, Lernhilfen, Events, Partys, sozialen Innovationen bis hin zu selbstproduzierten Dingen aller Art. Erlaubt ist alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Im Radiokolleg werden beispielhaft Projekte präsentiert, etwa Business Riot, ein Frauenkarriere-Netzwerk, das über Aufstiegschancen von Frauen berät. Denn die Zukunft wird nur dann besser, wenn Frauen gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben. Die Frauen vom Blog "Viva la Vulva" zeigen, wie wir vorurteilsfrei und entspannt über weibliche Sexualität sprechen können. Und weil wir wissen, dass Fleischkonsum die Klimaerwärmung fördert, warum also nicht auf Insekten umsteigen? Wie, das zeigt der Küchenchef von ZIRP Insects, der schmackhafte Burger aus Insektenprotein zubereitet. Und was erzählen Kühe, die auf das Smartphone eine Nachricht senden, wie es ihnen geht? Die steirischen Jung-Unternehmen mit dem Namen "Smaxtec" entwickelten einen Sensor, der im Kuhmagen relevante Daten erfasst und die Haltung der Tiere trackt. Dass man Kleidung einfach Ausborgen statt Kaufen und dann Wegschmeißen kann, führt "Endlos Fesch" vor Augen - die Wiener Fashion Library. Wohnen wird zur Armutsfalle für junge Menschen, gleichzeitig steigen die Preise, weil Immobilien derzeit die einzig stabile Wertanlage sind. Wie kann man gegensteuern? Die Initiative habiTAT setzt auf gemeinschaftlichen Hausbesitz. Ob Schuhe für Blinde oder ein verpackungsfreies Geschäft, das Radiokolleg setzt Impulse, wie die Zukunft im Jetzt repariert werden kann.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Mein Herz macht Bumm

Eine Auseinandersetzung mit volkstümlicher Musik (1). Gestaltung: Hans Groiss Studierende Was haben Andreas Gabalier, Marianne und Michael und Hansi Hinterseer gemeinsam? Wochenlang Plätze in den Hitparaden ganz oben, abendfüllende TV-Shows und ausverkaufte Stadien? Seit Jahrzehnten erfreut sich die volkstümliche Musik wachsender Beliebtheit. Diese Art von Unterhaltung hat ihre Wurzeln in der heimischen Volksmusik und sie kombiniert munter Mainstream mit traditionellen Elementen. Andreas Gabalier ist Role-Model: "Er ist nicht nur Land, Tracht, Schmalz und Idylle. Das ist kein Entweder-oder, sondern vielmehr ein großes, paradoxes Und: Elvis und Lederhose, Volksmusik und Rock'n'Roll, Schlager und Country, Dialekt und Englisch. Dirndl meets Rock" - die Philosophin Isolde Charim nennt dieses Phänomen in ihrem Buch "Ich und die Anderen" eine feindliche Übernahme der Moderne durch die Tradition. Grund sei, dass die eigene und persönliche Identität nicht mehr selbstverständlich ist. Heimat suggeriert hingegen Sicherheit. Rekordumsätze und wachsende Absatzzahlen für Schlager mit Heimat-Touch sind das Resultat: Volkstümliche Musik ist eines der erfolgreichsten Musikgenres in Österreich. Zur musikalischen Untermalung werden neben traditionellen Instrumenten wie der steirischen Ziehharmonika zeitgemäße elektronische Klänge aus der gegenwärtigen Popmusik assimiliert. Hinter den Liedern steht meist ein ganzes Team von Songwriter/innen und Produzent/innen. Die Maschinerie läuft wie geschmiert - wir haben alle die Bilder im Kopf: Liebeslieder vor Bergkulisse. Ewig lächelnd. Trachtenträger/innen auf der Bühne des Stadions, im Partystadl oder auf der Wiesn - die nicht mehr nur in München schunkelt. Einfachste Harmonien und Liedstrukturen erleichtern das Mitsingen. Die Musik soll für alle verständlich sein, egal aus welcher Bildungsschicht das Publikum stammt. Trotz ihrer Popularität ist volkstümliche Musik polarisierend. Zwischen Begeisterung und Kopfschütteln ist sie Auslöser für Kritik. Gängige Vorwürfe lauten, die Musik transportiere Nationalismus, Sexismus und ein vereinfachtes Heile-Welt-Bild. Grund genug, volkstümliche Musik kulturwissenschaftlich endlich genauer unter die Lupe zu nehmen. Was bewegt die Menschen, die diese Musik machen, aufführen oder konsumieren? Was steht hinter der Kritik an Stereotypen und Rückwärtsgewandtheit - ist jede Kritik vielleicht auch verstecktes Fantum, Neid oder Verehrung? Und: Ist es möglich oder nötig eine musikalische Tradition ohne Einfluss von außen aufzubauen? Studierende des Instituts für Komposition, Elektroakustik, und TonmeisterInnen-Ausbildung der mdw - Univeristät für Musik und darstellende Kunst Wien - untersuchen diese Heimatklänge, sowie Hintergründe und Ausprägungen dieses Phänomens. Radioproduktionstechnisch werden sie vom Ö1 Redakteur Hans Groiss unterstützt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Eva Teimel. Zum 120. Geburtstag von Franz Salmhofer Er war eine unverwechselbare Wiener Persönlichkeit - als Direktor der Wiener Staatsoper machte er sich in den Nachkriegsjahren verdient, die Wiener Volksoper öffnete er für das Genre des Musicals, als Komponist lieferte er in frühen Jahren zahlreiche Schauspielmusiken für das Wiener Burgtheater. Franz Salmhofer wurde am 22. Jänner 1900 in Wien geboren, und Wien sollte zeit seines Lebens sein Lebens- und Schaffensmittelpunkt sein. Komposition studierte Salmhofer bei Franz Schmidt und Franz Schreker - vor allem letzterer gab ihm die Liebe und Affinität zur Oper mit. Die Staatsoper leitete Salmhofer neun Jahre lang, von 1945 bis 1954, und ebendort kamen auch davor bereits etliche seiner eigenen Werke zur Aufführung. Zunächst Ballette, wie etwa die "Österreichische Bauernhochzeit", später dann seine Oper "Dame in Traum". Doch der große Opern-Aficionado konnte auch kleindimensionierter, wie er etwa mit seinem Liederzyklus "Das heitere Herbarium" bewies, in dem er Gedichte von Karl Heinrich Waggerl vertonte.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Ex libris Nachlese. "Das deutsche Zimmer" von Carla Maliandi (aus dem Spanischen von Peter Kultzen). Es liest Katharina Knap Gestaltung: Peter Zimmermann

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Beatles "Michelle" in barockem Reifrock? Zweifelsohne war Luciano Berio ein Pionier der zeitgenössischen wie elektroakustischen Musik. Davon ist auf der neuen Doppel-CD vom Sinfonieorchester Basel unter Ivor Bolton aber nichts zu hören. Dort kommt eine andere, für den italienischen Komponisten ebenso charakteristische Seite zu tragen. Der Titel ist Programm: "Transformation". Transkribiert, verdichtet, orchestriert, arrangiert, vervollständigt und/oder erweitert: im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne fertigte Berio seine Versionen von Werken Bachs bis De Fallas - und der Beatles (Ersteinspielung!). Das breite Spektrum der ausgewählten Berio-Bearbeitungen verwandeln neben dem Sinfonieorchester Basel der Bariton Benjamin Appl, die Sopranistin Sophia Burgos und der Wiener Klarinettist Daniel Ottensamer in ein klingendes Stück spannender Musikgeschichte.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. (I) Lucie Horsch, Flöte; Thomas Dunfort, Laute. Werke von Johann Sebastian Bach, André Danican Philidor, Antonio Vivaldi u. a. * (II) Amsterdam Sinfonietta, Leitung: Candida Thompson; Harriet Krijgh und Valentino Worlitzsch, Violoncello. Werke von Tarquinio Merula und Antonio Vivaldi (aufgenommen am 29. September und 27. Oktober 2019 im Concertgebouw Amsterdam) Präsentation: Jörg Duit

15.30 Uhr
Moment

Trotz Erkrankung zuhause bleiben können Der gemeinnützige Verein MOKI für Kinderpflege wird 20 Jahre alt 1999 gründete die Wiener Kinderkrankenpflegerin Gabriele Hintermayer gemeinsam mit fünf Kolleginnen aus Niederösterreich den Verein MOKI für mobile Kinderkrankenpflege. Ziel ist, Eltern zu entlasten, deren Kinder überwiegend an schweren, lebensbegrenzenden Erkrankungen leiden. Die Pflegerinnen kommen zu den Kindern nachhause oder betreuen sie in der Schule. Über die Jahre schlossen sich immer mehr Kinderkrankenpflegerinnen dem Verein an. Bis auf Tirol und Vorarlberg ist MOKI heute in allen Bundesländern vertreten. Gestaltung: Jonathan Scheucher Randnotizen: Bea Sommersguter

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Als ich Kind war: Der Dichter Heinz Janisch erzählt vom Wolkenkino und dem Duft seiner Kindheit Als Kind saß der Schriftsteller und Dichter Heinz Janisch unheimlich gern auf Bäumen, vor allem auf einem Birnbaum auf dem Bauernhof seiner Großeltern im Südburgenland und er hat sich selbst gerne Geschichten ausgedacht und erzählt, am liebsten mit Malzkaffee-Figuren wie zum Beispiel Indianern. Einen Fernseher hatte er nicht - Rudi kann sich kaum vorstellen, wie man ohne Fernseher überleben konnte... aber da waren doch die schönen Vorstellungen im Wolkenkino. Heinz Janisch feiert seinen 60. Geburtstag und Rudi gratuliert. Heinz Janisch, Dichter, Schriftsteller: "Ich war viel auf dem Bauernhof meiner Großeltern und ich habe selbst im Burgenland ein Haus und dort bin ich auch heute noch sehr gern. Überhaupt bin ich gerne am Land. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann fällt mir ein, dass ich viel und gerne auf Bäumen gesessen bin. Stundenlang. Vor allem auf einem Birnbaum, der heute noch steht. Das war mein Revier, das war mein Reich und ich habe von dort oben alles beobachtet. ?Ich bin der König der Bäume' - darüber habe ich sogar ein Gedicht geschrieben."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

"Jeder Tag führt den Beweis, dass sich der Mensch nicht an alles gewöhnt." Markus Hering und Grischka Voss lesen Theodor Fontane (Aufgenommen am 2.12.2019 im Studio 3 des ORF RadioKulturhauses in Wien) Bearbeitung: Haimo Godler Fontanes Ausspruch folgend ("Jeder Tag führt den Beweis, dass sich der Mensch nicht an alles gewöhnt") geben die beiden Schauspielgrößen Grischka Voss und Markus Hering Einblicke in das Werk des bedeutenden Schriftstellers. Theodor Fontane war einer der vielseitigsten Schriftsteller seiner Zeit. Er hatte einen unbestechlichen Blick auf die gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts. Mit seinem poetischen Realismus schilderte er Menschen, deren Leben und Lieben durch Standesunterschiede oft in Tragödien endeten, das berühmteste Beispiel dafür ist "Effi Briest". Fontane war jedoch auch bekannt für seinen beißenden Humor und seine ironische Gesellschaftskritik. Sein ?uvre reicht von Gedichten über amüsante Reiseberichte, Theaterkritiken, Kriminalgeschichten, Romane, Briefe bis hin zu seinen berührenden autobiografischen Kindheitsbeschreibungen. Grischka Voss und Markus Hering verschaffen Theodor Fontane in all seinem sprachlichen Reichtum und seiner literarischen Vielfalt Gehör.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte des Umweltschutzes. Mit Verena Winiwarter, Umwelthistorikerin, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien und Martin Schmid, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien. Gestaltung: Rosemarie Burgstaller "Wir müssen uns von dieser wahnsinnigen Technologie abkoppeln" forderte Freda Meissner-Blau, Frontfrau der österreichischen Ökologiebewegung und Mitbegründerin der Grünen, auf der Anti-Atom-Demonstration am 15. Mai 1986 in der Wiener Innenstadt. Rund 12.000 Menschen hatten an dieser Protestkundgebung gegen die deutsche Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf und die tschechischen Atomkraftwerke an der österreichischen Grenze teilgenommen. In dieser Zeit blickte die sich im Besonderen seit den 1970er-Jahren in unzähligen Gruppen, Vereinen und Bürger/inneninitiativen formierende Naturschutz- und Ökologiebewegung in Österreich auf namhafte Erfolge zurück: Die Verhinderung der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf als Folge der Volksabstimmung im November 1978. Die Verhinderung des geplanten Wasserkraftwerkes in der Hainburger Au nach Protesten und Besetzung durch engagierte Umweltschützer/innen im Dezember 1984. Das öffentlichkeitswirksame Verhindern jener Kraftwerke durch Widerstand aus der Bevölkerung setzte über die umweltpolitische Bedeutung hinaus auch neue Maßstäbe für das Demokratieverständnis des Landes. Beide Ereignisse, die unterschiedlichste gesellschaftliche und ideologische Gruppen in ihren Zielen vereinten, stehen herausragend für die große Zahl an Umwelt- und Naturschutzinitiativen der jüngsten Zeit.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Musliminnen und Muslime in Österreich. Gestaltung: Lise Abid Sie stehen als Minderheit fast ständig im Fokus der Aufmerksamkeit von Parteien und Politikern, von Sicherheitsbehörden und Forschungseinheiten, aber auch der Öffentlichkeit und der Medien. Das zeigt sich ganz aktuell wieder am Kopftuchverbot für Schülerinnen bis 14 Jahre, das sich im Programm der neuen Bundesregierung findet. Eine Studie der Universität Salzburg vom vergangenen Herbst zeigt eine ausgeprägt kritische Haltung gegenüber dem Islam und Muslimen von Seiten der österreichischen Mehrheitsgesellschaft. Studienautor Wolfgang Aschauer ortete "diffuse Ängste vor Terrorismus", aber auch die Fluchtbewegungen der letzten Jahre und die Herausforderungen der Integration als Ursachen von verbreiteten Vorurteilen. Unter Musliminnen und Muslimen gibt es jedoch eine große Vielfalt. Wie leben sie in unserem Land?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

der Soziologin Laura Wiesböck Von Marlene Nowotny Auftakt zu einer neuen Porträtserie, in der Nachwuchswissenschafter und junge Forscherinnen einen Tag begleiten werden und dabei Einblicke in ihren Arbeitsalltag und Gedankenkosmos geben. Als erste tut das die Soziologin Laura Wiesböck. Als sie sich für eine Karriere in der Wissenschaft entschied, war sie Mitte 20. Damals reizten sie die Internationalität und Mobilität des Berufs. Heute strebt die Soziologin ein zumindest halbwegs sicheres Arbeitsverhältnis an - kein leichtes in der Wissenschaft. Die Flexibilisierung und Prekarisierung in der Arbeitswelt gehören auch zu den Forschungsbereichen der jungen Sozialwissenschafterin. Hier beobachtet sie einen zwiespältigen Prozess: Einerseits soll der Beruf Selbstverwirklichung bringen, andererseits führt das oft in die Selbstausbeutung. Keiner Lohnarbeit nachzugehen, arbeitslos zu sein, ist in unserer Gesellschaft stigmatisiert, gleichzeitig gibt es keine Garantie mehr dafür, von einem 40-Stunden-Job auch leben zu können. Arbeit schützt heute nicht mehr vor Armut, sagt die 32-Jährige. Wie sich soziale Ungleichheit und Abgrenzung in unserer Gesellschaft auswirken, hat Laura Wiesböck bereits in einem Buch analysiert. In "In besserer Gesellschaft" zeigt sie, warum unser Blick auf andere nicht unbedingt gerecht, sondern viel öfter selbstgerecht ist. - Diese Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

19.30 Uhr
On stage

"Sonero": Saxofonist Miguel Zenón verneigt sich vor Salsa-Sänger Ismael Rivera. Gestaltung: Andreas Felber. (Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Der 43-jährige Miguel Zenón stammt aus Puerto Rico und lebt seit gut 20 Jahren in New York City. Aus diesem Spannungsfeld und dem Umstand des eigentümlichen Status seiner Landsleute, die US-Staatsbürger sind, als Spanischsprechende in den USA aber doch oft als Migranten wahrgenommen werden, bezieht er die Inspiration für viele seiner Projekte. In ihnen verhandelt Zenón auf kluge Weise Themen wie Heimat und Identität. Und er greift immer wieder musikalische Traditionen und Genres aus Puerto Rico auf und überträgt sie in seine Kompositionen. Im Kulturzentrum Leibnitz kam am 27. September 2019 das Programm "Sonero: The Music of Ismael Rivera" zur Aufführung, in dessen Rahmen sich Zenón vor dem 1987 verstorbenen, im gesamten karibischen Raum populären Salsa-Sänger verneigt. Zenón tat dies mit unverwechselbar warmem, expressiv-eindringlichem Ton, mit kraftvollen, dynamischen Kompositionen und seinem großartig eingespielten Quartett, dem schon seit vielen Jahren Luis Perdomo (Klavier), der aus Graz stammende Hans Glawischnig (Kontrabass) und Henry Cole (Schlagzeug) angehören. Ein Highlight des von Otmar Klammer kuratierten Jazzfestivals Leibnitz 2019!

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Nicht mit mir. Die Kunst der Verweigerung (1). Gestaltung: Johannes Gelich Reparatur der Zukunft. Das Casting neuer Ideen (1). Gestaltung: Irmgard Wutscher, Anna Masoner, Sarah Kriesche, Viktoria Waldegger Mein Herz macht Bumm. Eine Auseinandersetzung mit volkstümlicher Musik (1). Gestaltung: Hans Groiss Studierende

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Wien Modern 2019. Junge Musik mit Schülerinnen und Schülern der Musikschulen Wien und der Johann Sebastian Bach Musikschule. Gestaltung: Nina Polaschegg Im November 2019 fand ein besonderes Konzert der IGNM (Internationalen Gesellschaft für Neue Musik) in Kooperation mit den Musikschulen Wien und der Johann Sebastian Bach Musikschule statt. Musikschülerinnen und Musikerschüler interpretierten einen Konzertabend lang ausschließlich zeitgenössische Werke - unter anderem von Komponierenden wie Frederic Rzewski, Christoph Herndler, Alexander Kaiser, Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm und zahlreichen anderen. Auch Improvisationen der jungen Musiker/innen waren darunter. Das Engagement ist groß - bei Schüler/innen wie Lehrer/innen - und immer wieder ist es bewundernswert, zu erleben, wie professionell die Musik dargeboten wird. Und die Freude beim Spielen dabei auch nicht zu kurz kommt.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten