Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von Narren und Weisen". Die evangelische Theologin Luise Müller lüftet in ihren "Gedanken für den Tag" so manche Maske. "Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er in eigener Person spricht. Gib ihm eine Maske, und er sagt die Wahrheit", lautet eine Weisheit des englischen Schriftstellers Oscar Wilde. Masken und Rollen, Narren und Weise, Rio de Janeiro und Venedig, oder einfach einmal aus der Alltagshaut fahren. Nicht nur der Fasching hat viele Gesichter. Die evangelische Theologin Luise Müller lüftet in ihren "Gedanken für den Tag" so manche Maske.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Musik auf die Unentschlossenheit und Hindemith verkündet schönes Wetter. In Amerika lautet das Karriere-Klischee: vom Tellerwäscher zum Millionär. Im Wien des 18. Jahrhunderts könnte es heißen: vom Kammertürhüter zum Hofkomponisten. Genau das schafft Franz Krommer, der damals als Franti?ek Krommer aus dem heutigen Tschechien nach Wien kommt.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Raumfahrtingenieurin Gisela Detrell über Weltraumbotanik. Teil 1: Überleben im Raumschiff. Gestaltung: Lothar Bodingbauer Der Aufenthalt im Weltraum kann wie ein Ausflug sein. Für kurze Ausflüge ist es günstig, Proviant von zuhause mitzunehmen. Bei längeren Ausflügen wird man auch Ressourcen unterwegs nützen. Kürzere Ausflüge - das sind die Aufenthalte auf der internationalen Raumstation ISS, die sich in der Erdumlaufbahn befindet. Längere Aufenthalte sind längere Flüge - zum Mond oder zum Mars. Die Lebenserhaltungssysteme im Raumschiff müssen bei längeren Ausflügen im All nicht nur für Wasser und Sauerstoff sorgen, sondern sie müssen auch Nahrung produzieren. Während Wasser und Sauerstoff durch technische Geräte produziert werden kann, braucht die Bereitstellung von Nahrungsmittel ganz einfach "Leben". Leben ist aber komplex und braucht selbst wieder Lebenserhaltungssysteme: Energie. Licht. Atmosphäre. Was dabei im Raumschiff fehlt, sind Puffer, große Mengen an Umgebungsluft, die Abweichungen vom Idealzustand auffangen können. Die Forschung über Botanik im All beginnt bei den Algen. Sie kommen mit Schwerelosigkeit gut zurecht, können in einer Nährflüssigkeit wachsen, und weisen je nach Art eine ganze Bandbreite an Umgebungsbedingungen auf, in denen sie wachsen können. Sie könnten als Nahrungsmittel dienen. Höhere Pflanzen stellen größere Anforderungen an ihre Umgebung. Beherrscht man die Gestaltung der Lebensbedingungen im Raumschiff, haben Pflanzen auch einen großen Vorteil - sie bieten den Astronautinnen und Astronauten das Gefühl von Leben, um das sie sich kümmern müssen - eine psychologische Komponente. Die Forschungen im Bereich der Weltraumbotanik werden zwar anlassbezogen für die Reise zum Mars gemacht, haben aber vor allem Auswirkungen auf die Produktion von Nahrungsmitteln auf der Erde. Geschlossene Kreisläufe machen Abwässer und Insektengifte obsolet.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Der Exzess

Faszinosum und Bedrohung von Grenzüberschreitungen (1). Gestaltung: Thomas Mießgang In Lexika wird der Exzess als "Überschreitung von Grenzen beschrieben", als "Ausschweifung" und als "Maßlosigkeit". Der Exzess verlässt also die statistisch erhobenen gesellschaftlichen Mittelwerte, man könnte auch sagen: das Mittelmaß, um an den extremen Enden der Seinsbedingungen radikale existentielle Möglichkeiten in ihrer Tiefe und Grenzwertigkeit auszuloten. Der Exzess ist ein ständiges Faszinosum, aber auch eine Bedrohung. Viele fürchten und meiden ihn und richten sich in den "safe houses" umfassend kontrollierter und abgesicherter gesellschaftlicher Umgebungen ein. Andere wiederum werfen sich ihm auf eine Weise in die Arme, dass sie daran zuschanden gehen. Die Liste von Popstars, Schriftstellern, Künstlern, die ihr Leben dem Exzess geopfert haben, ist lang und wird immer noch fortgeschrieben: Jimi Hendrix, Janis Joplin, River Phoenix, Malcolm Lowry, Charlie Parker, Amy Winehouse und so weiter. Charles Baudelaire hat für den exzessiven Gebrauch toxischer Substanzen den Begriff "künstliche Paradiese" geprägt und sie als "Mittel, die Individualität zu steigern" angepriesen. Doch der Exzess ist nicht nur an Künstlermilieus gekoppelt, sondern wird auch in ganz anderen gesellschaftlichen Sektoren angesteuert: Die Rekordsucht im kommerziell ausgerichteten Leistungssport hat dazu geführt, dass Dopingexzesse mittlerweile fast schon achselzuckend als selbstverständliches Begleitrauschen zur Kenntnis genommen werden, die Exzesse eines mehrheitlich deregulierten Finanzkapitalismus haben die globale Ökonomie in Schräglage gebracht. Und wenn der Begriff ein wenig weiter gefasst wird, enthält er auch die Revolution/ den Krieg als Exzess des Politischen, sowie das vor allem seit dem Mittelalter zelebrierte Phänomen des Faschings, bei dem sich eine gesellschaftliche "Umwertung der Werte" vollzieht, und der "Karnevalismus", wie er vom russischen Philosophen Michail Bachtin definiert wurde, Autoritäten und Herrschaftspraktiken herausfordert. Der französische Theoretiker Gilles Lipovetsky wiederum spricht im Hinblick auf eine durch Formenexzesse - Hypermarkt, Hypertext, hunderte von Fernsehkanälen, Milliarden von Websites - gekennzeichnete mediale Gegenwart von "Hypermoderne", die häufig den Charakter einer Zivilisationskrise annehme und zu einer extremen Fragilität des Individuums führen könne. Der Exzess ist also, sowohl in seiner historischen und kulturgeschichtlichen Tradition, wie auch in seiner durch Mediatoren wie Club-DJs oder Influencer/innen vermittelten digitalen Gegenwart ein ständiges Ferment gesellschaftspolitischer Entwicklungsprozesse und hat einen janusköpfigen Charakter: In gewisser Weise benötigt das Individuum den Exzess, um seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen auszutesten; erst die Grenzüberschreitung vermittelt die Kenntnis vom eigenen Maß und von den Bedingungen und Grenzen des Existenz. In diesem Sinne darf man sich - cum grano salis - auch heute noch an einer Parole von Charles Baudelaire orientieren: "Berauscht euch!

09.30 Uhr
Radiokolleg - Politik in Zahlen

Die Macht der Statistik (1). Gestaltung: Ilse Huber Zahlen, Daten, Fakten. Seit jeher bilden sie die Basis für Entscheidungen. Doch besonders in Zeiten, wo vieles angezweifelt, hinterfragt und kritisiert wird - Stichwort alternative Fakten - rückt die Herkunft der Daten immer mehr in den Mittelpunkt. Entscheidungsträger/innen, Behörden und Gesundheitswächter berufen sich bei ihren Aktivitäten auf solides Zahlenmaterial. Ob es sich um die Anzahl der Einwohner, die Rate der Arbeitslosigkeit, den Bildungsgrad der Gesellschaft oder um die Luftgütewerte, den CO2-Ausstoß oder die Unfallstatistik handelt- beinahe alles wird erhoben. Aus welchen Quellen kommen die Daten? Stammen sie aus Umfragen- bei welcher Genauigkeit? Liegt die Luftgüte-Messstelle neben einem Verschmutzungs-Verursacher oder weitab davon? Abhängig vom Auftraggeber kann ein und dieselbe Studie unterschiedlich interpretiert werden. Mögen die Zahlen auch dieselben sein, ihre Bewertung unterliegt dem jeweiligen Betrachtungswinkel. Fehlen beim Treibhausgasausstoß womöglich wesentliche Verursacher wie etwa der Flugverkehr? Hat man die Arbeitslosenrate nur auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt? Werden bei der Anzahl der Krankheitsfälle nur ganz spezifische Parameter herangezogen? Die Menge der gesammelten Daten steigt, weil sie als Fundament für Entscheidungen dienen. Zahlen sprechen für sich- es kommt allerdings darauf an, wer sie für welchen Zweck benutzt. Zahlen machen Politik - und mit ihr wächst die Bedeutung der Statistik. Macht Statistik Politik oder ist es umgekehrt? Eine kritische Annäherung von Ilse Huber.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Diva mit vier Saiten

Eine Geschichte der Violine (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz General Dupont, La Pucelle oder King George, so die Namen der drei wertvollsten Violinen der Welt. Nicht selten erreichen Instrumente aus der Werkstatt der Cremoner Geigenbauerfamilien Guaneri und Stradivari bei Auktionen einen Zuschlag in Millionenhöhe. Doch die italienischen Geigenbauer von einst haben das Geheimnis ihres Klangs mit ins Grab genommen. Ein Eldorado tut sich auf - nicht nur für Wissenschafter und Geigenbauer, die heute am perfekten Klang tüfteln, sondern auch für Spekulanten und Händler. Dennoch werden heute Geigen gefertigt, die dem Klang ihrer Vorfahren um nichts nachstehen. Martin Schleske, dessen Werkstatt in Landsberg/Lech zu finden ist, gilt als einer der renommiertesten zeitgenössischen Geigenbauer, Julia Maria Pasch aus Wien baut Violinen in einem Raum, wo einst Richard Wagner und Johannes Brahms gemeinsam musizierten, und der Schweizer Forscher Armin Zemp experimentiert mit einem Holzpilz, um eine moderne Geige zu bauen, die sogar den Klang einer Stradivari übertreffen soll. Die wenigen, erhalten gebliebenen Guaneris und Stradivaris befinden sich heute entweder im Besitz privater Sammler oder potenter Institutionen, wie etwa der Österreichischen Nationalbank, die die wertvollen Instrumente an herausragende Musikerpersönlichkeiten verleiht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Philipp Weismann Zum 200. Geburtstag von Henri Vieuxtemps Henri Vieuxtemps, geboren 1820 im belgischen Verviers, war einer der bedeutendsten Geiger des 19. Jahrhunderts. Er gilt als Mitbegründer der franco-belgischen Violinschule, die teils bis heute unterrichtet wird. Neben seinen umfangreichen Tourneen als gefeierter Virtuose lehrte er an den Konservatorien in Brüssel und St. Petersburg. Sein bekanntester Schüler war Eugène Ysaÿe. Auch als Komponist hatte Vieuxtemps große Erfolge. Hauptsächlich schrieb er Werke für die Violine, darunter sieben Violinkonzerte und mehrere Salonstücke. Henri Vieuxtemps studierte in Wien Kontrapunktik, später Komposition in Paris. Auf seiner ersten Konzertreise in die Vereinigten Staaten von Amerika begleitete ihn die Wiener Pianistin Josephine Eder, die er später heiratete. Am 17. Februar 2020 jährt sich der Geburtstag von Henri Vieuxtemps zum 200. Mal.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Dämmerung" von Kurt Tucholsky.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Das Kungsbacka Piano Trio präsentiert Vol. 1 seiner neuen Schumann-Aufnahmen. Kungsbacka, das ist eine Stadt im Südosten Schwedens. Dort sind Malin Broman (Violine), Jesper Svedber (Violoncello) und Simon Crawford-Philipps (Klavier) zum ersten Mal als Trio aufgetreten. 1997 gegründet, ist das Kungsbacka Piano Trio seit mehr als 20 Jahren über Schwedens Grenzen hinaus auf Konzertpodien und in zahlreichen Aufnahmen zu erleben. Auf seinem neuen Album lässt das Kammerensemble mit den ersten zwei Klaviertrios Op. 63 80, sowie den Fantasiestücken Op. 88 von Robert Schumann aufhorchen. Tondichter Schumann war selbst nie in Schweden, in der Interpretation des Kungsbacka Piano Trios würde er sich dort aber bestimmt wie zu Hause fühlen.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Die widersprüchlichen Wünsche zur Arbeitszeit und die Realität. Gast: Dr. Thomas Leoni, Ökonom am Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO). Moderation: Johann Kneihs. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79; E-Mails an punkteins(at)orf.at Seit Langem fordern Gewerkschaften kürzere Arbeitszeiten. Zuletzt ist es deshalb im Pflegebereich zum Konflikt gekommen. Nach den Warnstreiks der vergangenen Woche findet am Montag, 17. Februar, die nächste Verhandlungsrunde statt. Vor allem jüngere Menschen wünschen sich, die Arbeitszeiten selbst gestalten zu können, zeigen Umfragen. Mütter und Väter haben das Bedürfnis nach flexiblen Arbeitszeiten, passenden Beginn- und Schlusszeiten. Der Volkswirt Thomas Leoni erforscht, wie Arbeitszeit unter anderem mit Arbeitszufriedenheit und Gesundheit zusammenhängt. So sind für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Pausen wichtig, wie auch Übergangsmodelle in den Jahren vor dem Ruhestand. Thomas Leoni ist zu Gast bei Johann Kneihs. Wie viel und wie flexibel möchten Sie gerne arbeiten? Wie lassen sich bewegliche Arbeitszeiten in der Praxis organisieren - und finanzieren? Steigt mit kürzerer Arbeitszeit die Produktivität und entsteht so ein Mehrwert für alle? Oder steigt bei kürzeren Arbeitszeiten die Gefahr der (Selbst-)Ausbeutung? Wie steht es mit der empfundenen Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Branchen und Tätigkeiten? Sprechen Sie mit: telefonisch gebührenfrei aus Österreich 0800 22 69 79 oder schreiben Sie uns an punkteins(at)orf.at

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Kit Armstrong, Klavier; Akademie für Alte Musik, Berlin, Leitung: Berhard Forck. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Klavierkonzert Nr. 9 * Carl Philipp Emanuel Bach: Klavierkonzert C-Dur (aufgenommen am 11. August 2019 in der Heiligen-Geist-Kirche in Wismar im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern). Präsentation: Gerhard Hafner Der Pianist Kit Armstrong spielt auf den großen Podien der Welt. 1992 in Los Angeles als Sohn einer Taiwanerin und eines Engländers geboren, studierte Armstrong am Curtis Institute of Musik und an der Royal Academy of Musik in London. Im Alter von sieben Jahren begann er sein Kompositionsstudium an der Chapman University und Physik an der California State Universität. Später studierter er auch Chemie und Mathematik an der University of Pennsylvania und dem Imperial College London. Alfred Brendel, der seit 2005 Armstrongs Mentor und Lehrer war, attestierte ihm ein tiefes Verständnis der großen Klavierwerke, in denen er seine Jugendlichkeit mit Raffinesse, Emotion und Intellekt schafft zu kombinieren. Brendels Diktum von der "größten musikalischen Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin", wird längst in allen Artikeln über Armstrong kolportiert. Am 11. August des Vorjahres gab Kit Armstrong gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik, Berlin ein Konzert im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. An einem Hammerklavier interpretierte Kit Armstrong Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Philipp Emanuel Bach.

15.30 Uhr
Moment

Rechtsjargon und Schimpfwörter zwischen zwei Sprachen Sprachvermittler vor Gericht Wenn sie ihre Arbeit gut machen, dann werden sie kaum wahrgenommen. Jedoch sind die GerichtsdolmetscherInnen unentbehrlich für eine funktionierende Justiz. Trauungen, Scheidungen, Unternehmensgründungen, Unfälle, Straftaten... Die SprachvermittlerInnen stehen Menschen in den entscheidendsten, oft extrem emotionsgeladen Situationen ihrer Leben zur Seite und müssen stets neutral bleiben. Auf Anhieb übersetzen sie so präzis wie möglich, und zwar alles - vom juristischen Fachjargon über diverses technisches Vokabular bis hin zu Umgangssprache und Schimpfwörtern. Auch das Unübersetzbare muss vermittelt werden - denn es geht um den Rechtsstaat. Gestaltung: Céline Béal Randnotizen: Antonia Löffler

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Was machst du, wenn du etwas unbedingt haben willst? Der Radiohund hat sich verliebt. In ein supercooles, schwarz-blaues Hundehalsband. Nicht noch ein Halsband, sagen Rosi und Tonmeister; sie werden es ihm bestimmt nicht kaufen. Rudi fragt bei Cornelius nach: Was wünscht er sich? Bekommt er seine Wünsche erfüllt? Und: darf er sein erspartes Geld ausgeben wie er will, ohne seine Eltern zu fragen? Cornelius: "Ich wünsche mir Mäuse. Ein Freund von mir hat auch welche und jetzt wünsche ich mir zum Geburtstag auch welche. Ich hoffe, ich bekomme sie."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

Zur Archäologie des Wienerischen - Franz Schuh trifft André Heller. Aufnahme des Gesprächs: Silvia Lahner. Bearbeitung: Robert Weichinger "Zum Weinen schön, zum Lachen bitter" heißt der neue Erzählband von André Heller, der im Zsolnay-Verlag erschienen ist. Franz Schuh schrieb dafür ein Nachwort. Bei einem gemeinsamen Treffen sprachen sie über Themen, die in Hellers Band zur Sprache kommen: Prägende Figuren in Hellers Leben, seine Lehr- und Wanderjahre im Café Hawelka. Immer wieder tauchen in Hellers Erinnerungen auch seine Eltern und die Großmutter auf. Sein Hang zur Massenkultur kommt ebenso zur Sprache, wie seine unterschiedlichen Arten der Zerrissenheit. Heller: "Feinde hab' ich viele. Ich wünsch' ihnen alles Gute!" Schuh: Das ist die größte Gemeinheit!"

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz. Ein Ohrenschmaus für Kinder und Erwachsene Eine beschwingte Auswahl an Musik mit Geschichten über einsame Bären, philosophische Betrachtungen vom Rand des Butterbrots und messerscharfe Analysen des Kinder/Elternalltags. Klassiker aus Klaus Trabitschs CD "Bi- Ba- Butzemann" finden ebenso Gehör wie Musik der selbsternannten coolsten Kinderband der Welt "Deine Freunde".

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Kurstädte als Laboratorium der bürgerlichen Gesellschaft Mit Martin Scheutz, Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Kurstädte gelten als Sonderform von Städten: meist zu klein, zu idyllisch, zu wenig bedeutsam bzw. in ihrer Bedeutsamkeit flackernd, weil den Moden und Konjunkturen der Zeit unterworfen ... Kurorte stellen zwar vordergründig die Pflege und Erhaltung des Körpers in den Vordergrund, doch bedienen diese Luft-, Wasser- und Naturkurorte auch andere Felder: Idylle und Modernität, Betriebsamkeit neben Entspannung und Verinnerlichung stehen sich gegenüber. Kurorte wurden deshalb schon im 18. und 19. Jahrhundert als "Laboratorium der bürgerlichen Gesellschaft" bezeichnet. Kneippkuren versus nächtlich-gesellschaftlicher Betriebsamkeit, Trinkkur und Diäten versus übermäßigem Alkohol- und/oder Zuckergenuss der Konditoreien, reiche Industrielle und bitterarme Stadtbewohner trafen in diesem Städtetypus aufeinander. Kurorte waren aber auch Orte der politischen Auseinandersetzung, des entstehenden Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit. Diese vielfältigen, kontrastreichen Aspekte erscheinen prägend für Kurstädte. Gestaltung: Robert Weichinger

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Ein Pilz bedroht die gigantischen Kauri-Bäume, die für die Ureinwohner große spirituelle Bedeutung haben. Gestaltung: Michael Marek Im Nordwesten Neuseelands liegt einer der außergewöhnlichsten Orte des Staates: Waipoua Forest ist die Heimat eines der ältesten Wälder der Erde. Dort stehen die riesigen Kauri-Bäume, die über 2000 Jahre alt und 50 Meter hoch werden können. Der berühmteste von ihnen ist Tane Mahuta: der "Gott des Waldes", wie er von den M?ori genannt wird. Tane Mahuta war auch schon groß und mächtig, als der britische Kapitän James Cook 1769 die Nordinsel entdeckte. Für die Maori hat der Wald große spirituelle Bedeutung. Doch das Naturparadies ist bedroht, unter anderem durch Wanderer und ihre Schuhe, die Pilze auf die bemerkenswerten Bäume übertragen.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Shiatsu in Wissenschaft und Medizin Von Christian Brüser Das japanische Wort "Shiatsu" bedeutet wörtlich "Fingerdruck". Die Klienten liegen bekleidet auf einer Baumwollmatratze. Mit teils sanften, teils fordernden Berührungen lösen Shiatsu-Praktiker Blockaden und aktivieren die Selbstheilungskräfte des Organismus. Sie orientieren sich dabei meist an den Meridianen, Energieleitbahnen, die nach dem Verständnis der chinesischen Medizin den Körper durchziehen und die Lebensenergie Qi (japanisch Ki) zirkulieren lassen. Zahlreiche Erfahrungsberichte dokumentieren die positiven Wirkungen von Shiatsu. Regelmäßige Behandlungen steigern das psychische und körperliche Wohlbefinden. Z.B. nimmt die Beweglichkeit zu, Schmerzen verringern sich und der Schlaf verbessert sich. Nach einer erfolgreichen Vorstudie soll nun in einer länderübergreifenden wissenschaftlichen Studie die Wirksamkeit von Shiatsu erforscht werden. Seit einigen Jahren interessieren sich auch Krankenhäuser für Shiatsu. Nicht als Ersatz für evidenzbasierte Heilmethoden, sondern als Ergänzung. Mit Shiatsu heilen Wunden schneller, Patienten benötigen weniger Schmerzmittel und vertragen z.B. bei Krebsbehandlungen die Chemotherapie besser. An der Universitätsklinik Münster behandelt die Shiatsu-Praktikerin Elke Werner seit 23 Jahren Jugendliche, die unter psychischen oder psychosomatischen Krankheiten wie Depressionen, Ess-, Schmerz- oder traumatischen Belastungsstörungen leiden. Am Klinikum in Münster haben die Ärzte erkannt, dass die achtsamen und zugewandten Berührungen einen wesentlichen Faktor für den Behandlungserfolg bilden. Shiatsu kommt nun auch in weiteren Abteilungen zum Einsatz. Auch hier bereiten die Ärzte und Praktikerinnen Studien vor. In der Schweiz hat Shiatsu seit 2015 einen festen Platz im Gesundheitssystem. Hier gibt es den Beruf Komplementärtherapeut/in.

19.30 Uhr
On stage

Amerikanisch-armenische Duo-Zaubereien Wenn der Begriff "Improvisation" assoziativ mit der Vorstellung breiter Flügel verbildlicht wird, die an Sehnsuchtsorte der Unabsehbarkeit entführen, deren Reise indessen auch zu einem Kurzflug in recht beliebiges Nebeneinander mutieren kann, so war der Auftritt von Pianist Tigran Hamasyan und Trompeter Ambrose Akinmusire am 26. November 2019 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses ein Ausflug ins Paradies. Die beiden beispiellosen, auch optisch auffallenden Individualisten verkörpern die Architektur ihrer Stücke geradezu, mit jeder der unzähligen Gesten, die sie miteinander austauschen und der gegenseitigen Betrachtung aussetzen. Im Angesicht derartig frisch gewobener Gefüge beginnt die scharfe Kante zwischen Komposition und Improvisation zu zerfließen, jeder noch so kleine Moment der Darbietung wird per se zum wichtigsten Augenblick. Jörg Duit präsentiert das enthusiastisch aufgenommene Konzert des US-amerikanisch-armenischen Duos. Gestaltung: Jörg Duit

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

"Der Exzess". Faszinosum und Bedrohung von Grenzüberschreitungen (1). Gestaltung: Thomas Mießgang Politik in Zahlen. Die Macht der Statistik (1). Gestaltung: Ilse Huber Diva mit vier Saiten. Eine Geschichte der Violine (1). Gestaltung: Nikolaus Scholz

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Das Arcus Ensemble Wien im Wiener Musikverein Friedrich Cerha, der Doyen der Neuen österreichischen Musik, wird heute 94 Jahre alt. Er nimmt rege am Konzertleben teil und schreibt nach wie vor neue Stücke. Sein kompositorisches Werk umfasst nahezu alle Formate, von kleinbesetzten Kammermusikwerken bis hin zu seinem großen, siebenteiligen Orchesterzyklus "Spiegel", seinen Opern "Netzwerk", "Baal" und zuletzt "Onkel Präsident" 2010. Die Fertigstellung des dritten Aktes von Alban Bergs "Lulu" im Jahr 1979 war ebenfalls eine wichtige Arbeit in seiner Laufbahn. In seinen späten Werken findet Cerha zu traditionellerem Vokabular, wie etwa in den kurzen und prägnanten Liedsammlungen "Eine Art Chansons" und den "Keintaten", die durch einen völlig freien Umgang mit musikalischen Elementen geprägt sind. Zuletzt wurden im Musikverein Wien zwei neue Werke durch das Arcus Ensemble Wien, verstärkt durch Walter Voglmayr (Posaune) und Michael Polyzoides (Violoncello) uraufgeführt: Das Trio für Klarinette, Posaune und Violoncello und fünf weitere Stücke aus dem Zyklus "21 Naseweise Notizen" für Klavier. Cerha hielt im Programmheft dazu fest: "Ich habe zunehmend wahrgenommen, wie oft viel an Frische eines Einfalls auf dem Weg vom Kopf bis zur fertigen Partitur eines Stücks verlorengeht, und war immer weniger bereit, den 'Schweiß' von kompositorischer Arbeit - wie ich damals (2005) formulierte - hören zu müssen. Mein Wunsch nach Spontaneität der Diktion, nach konzentrierter Direktheit der Aussage verbindet sich in den Cellostücken - aber nicht nur in ihnen - mit dem nach Reichtum und Vielfalt im Material. Dass der rasche Pinsel dabei immer wieder auch Vertrautes berührt, habe ich im Alter, in dem man insgesamt wie ein Planet um sein altes Ich zu kreisen beginnt, akzeptieren gelernt. Entscheidend bleibt die Frische der Darstellung und die Logik, die Stimmigkeit des Ablaufs." Eine Teilwiedergabe des Konzerts vom 21. Oktober 2019 im Gläsernen Saal des Musikverein Wien mit dem Arcus Ensemble Wien (Andreas Schablas, Klarinette; Erich Oskar Huetter, Violoncello; Janna Polyzoides, Klavier) mit dem Flötisten Walter Voglmayr und dem Cellisten Michael Polyzoides. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten