Jetzt läuft auf Ö1:

Zeit-Ton

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf

von Martin Schenk (Wien)


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Unter anderem mit dem Beitrag: Erwachtes Engagement Buddhismus ist weit mehr als das, was landläufig mit ihm in Verbindung gebracht wird, Buddhismus ist mehr als Meditation und Gebet. Buddhistinnen und Buddhisten bringen sich gesellschaftlich auf den verschiedensten Ebenen und Gebieten ein. Eine Reportage über die unterschiedlichen Formen des "Engagierten Buddhismus" in Österreich, wie z.B. buddhistische Trauergruppen, den Verein Animal Compassion oder die Wandergruppe "Buddha-Natur". Gestaltung: Kerstin Tretina


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Es ist eine Seereise bis zu dir" - Katharina Knap liest Gedichte von Hertha Kräftner (90. Geburtstag am 26.4.). Gestaltung: Gudrun Hamböck Hertha Kräftner galt als vielversprechende junge Autorin, als sie sich 1951 im Alter von 23 Jahren mit einer Überdosis Veronal das Leben nahm. Ihr schmales Werk entstand auf dem kulturellen Kahlschlag der Nachkriegszeit zwischen ihrem 17. und 23. Lebensjahr. Große Teile davon wurden erst Jahre nach ihrem Tod veröffentlicht. Ihre Lyrik ist beeinflusst von Georg Trakl und Rainer Maria Rilke, steht auch in der sprachskeptischen Tradition der österreichischen Literatur, ist aber vor allem vom Surrealismus geprägt, mit dem sich die Autorin intensiv beschäftigte. Liebe und Tod erscheinen in dieser Poesie pathosfrei, das Unbewusste wird sinnlich konkret.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

"Wer nichts weiß, muss alles glauben" - Martin Puntigam über seine unermüdlichen Versuche, die Welt zu verstehen. Gestaltung: Doris Glaser "Wer gerne angibt und im Mittelpunkt steht, aber gleichzeitig als bescheiden gelten will, sollte sich ein wenig mit Naturwissenschaft beschäftigen", lautet das kecke Lebensmotto des Satirikers Martin Puntigam. 1989 präsentierte der damals 20-jährige Grazer sein erstes Kabarett-Programm, elf weitere sollten seither folgen. Die launige, unverbindliche Pointe steht nicht auf dem Spielplan des Extrem-Entertainers. Seine Spitzen treffen dort, wo es sich sein Publikum zu gemütlich eingerichtet hat. Martin Puntigam hat aber noch eine andere Leidenschaft: als Zeremonienmeister der höchst erfolgreichen "Science Busters" versucht er Wissenschaft für alle möglichst humorvoll und zugleich lehrreich zu vermitteln. Wie man Photonen betrunken macht, physikalisch richtig Nüsse knackt und wo im Universum die beste Supererde zu finden ist - die "Science Busters" wissen es. Am 5.Mai wird Puntigam mit seiner Wissenschafts-Kabarett-Gruppe im Steintorvarieté in Halle an der Saale mit dem renommiertesten Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum, dem "Salzburger Stier" ausgezeichnet. Seit 2016 ist der einstige Medizin-Studienabbrecher Puntigam zudem Lektor an der Universität Graz. "Die Suche nach einem Lebenssinn hört ja nie auf", gesteht er. "Und nachdem meine Gottsuche absolut erfolglos war, ist die Wissenschaft meine Möglichkeit, ein bisschen was von der Welt zu verstehen und, ehrlich gesagt, auch deutlich origineller als sämtliche mir bekannten Religionen".


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Ambiente Spezial: Zwischen Verfall und Wiederaufbau - Havannas ungeschminktes Gesicht. Eine Reise durch Kubas Hauptstadt, dokumentiert von Ursula Burkert Seit Raúl Castro seinen Bruder Fidel an der Regierungsspitze abgelöst hat, verändert sich Kuba und im Speziellen Havanna stark. Die Karibikinsel dockt immer mehr an die westliche Welt an: An öffentlichen Plätzen in der Nähe von Hotels sorgen z.B. Internet-Hot-Spots für Menschenansammlungen, die umgedrehten blauen Anker als Zeichen für Paladares (privat geführte Unterkünfte und Restaurants) häufen sich, Kubaner/innen dürfen reisen, Autos und Wohnungen kaufen. Habana Vieja, wo sich die meisten Tourist/innen tummeln, die noch das "alte, unverfälschte" Havanna erleben wollen, hat sich teilweise sehr herausgeputzt. Dennoch halten sich neben elegant renovierten Palästen die Fassaden abbruchreifer Häuser gerade noch aufrecht. Bäume wachsen aus den Ruinen, in denen Katzen und Obdachlose wohnen. Dieser Anblick ist in Centro Habana noch häufiger, dort fürchten die Bewohner/innen vor jedem Hurrican, dass ihnen das Dach über dem Kopf zusammenfällt. Einige Privatinitiativen, aber auch die staatliche Denkmalschutzkommission unter Eusebio Leal bemühen sich darum, die Gebäude vor dem Einstürzen zu retten und den Charakter der Altstadt zu erhalten. Immerhin gehört Habana Vieja seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe. "Arte Corte" ist so eine Initiative, die sich sowohl für die soziale Resilienz als auch für die Restaurierung verfallender Häuser in Alt-Havanna einsetzt. Außerdem bringt ihr Gründer, der Friseur Gilberto Valldares, genannt "Papito", in "seiner" Straße Kunst und Kultur ins Spiel. Die einst heruntergekommene Straße mit Ruinen ist heute mit Lokalen, Galerien und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen ein lebendiger Treffpunkt. Ebenfalls durch privates Engagement konnte in der Calle Concordia in San Leopoldo/Centro Habana der Palazzo Camagüey gerettet werden. Emilio Nunez wuchs in diesem 1913 erbauten Haus auf und erlebte später mit, wie hier 1993 der berühmte kubanische Film "Fresa y chocolate" (Erdbeer und Schokolade) gedreht wurde. Ein paar Jahre später begann er einen Teil des Hauses in "La Guarida", in eines der besten Restaurants der Stadt zu verwandeln, ohne den morbiden Charme des Gebäudes zu zerstören. Ursula Burkert hat sich gemeinsam mit Jaqueline Echevaria Carbonell, einer in Österreich lebenden kubanischen Musikwissenschafterin und Pianistin, auf einen Streifzug durch Havanna und Umgebung gemacht. Sie besuchten die Universität in Miramar auf einem Gelände, das vor der Revolution den amerikanischen "Country Club" beherbergte, wo man in den 1950er Jahren dem farbigen Präsidenten Batista den Zutritt verwehrte. Außerdem machten sie auf der Plaza Vieja beim legendären El Café Escorial Halt, folgten der traditionellen Prozession, die jedes Jahr am 6. Jänner (am Día de los Reyes) zur Erinnerung an die Zeit der Sklaven durch Habana Vieja führt und wohnten einem privaten Santería-Ritual mit Yoruba-Trommeln bei.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Matinee

Berliner Philharmoniker, Dirigent: Sir Antonio Pappano; Véronique Gens, Sopran. Maurice Ravel: "Une Barque sur l'océan" und "Alborada del gracioso" aus "Miroirs" * Henri Duparc: L'Invitation au voyage; Au pays où se fait la guerre; La vie antérieure; Chanson triste * Modest Mussorgsky: Johannisnacht auf dem kahlen Berge (Originalversion von 1867) * Alexander Skrjabin: Le Poème de l?extase, Symphonische Dichtung op. 54 (aufgenommen am 11. Jänner in der Berliner Philharmonie) Sir Antonio Pappano ? Chefdirigent des Royal Opera House in London und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom ? kehrt mit diesem Konzert nach 12-jähriger Abwesenheit zu den Berliner Philharmonikern zurück. Im Gepäck hat er ein farbenreiches Programm, in dem delikate französische Musik von Ravel und Duparc wirkungsvoll mit der brutalen Kraft russischer Werke von Mussorgsky und Skrjabin kontrastiert. (Berliner Philharmoniker)


11.50 Uhr

 

 

(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Ge

spräch


12.10 Uhr

 

 

Matinee

Berliner Philharmoniker, Dirigent: Sir Antonio Pappano (aufgenommen am 11. Jänner in der Berliner Philharmonie)


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.10 Uhr

 

 

gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser raffinierte Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen Klassiker aus der Kabarett-Edition, erlesene Hörbücher, Raritäten aus der Edition "Alte Musik", Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen in einer öffentlichen Superchampions-Runde am 24. Juni im Casino Graz um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Israel. Von Tel Aviv aus führt sie zu den heiligen Stätten dreier Weltreligionen in Jerusalem, nach Bethlehem, an den See Genezareth und ans Tote Meer. Wenn Sie selber mitspielen wollen, senden Sie ein mail an gehoert.gewusst@orf.at.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

Meine Freunde Ringo, George, John und Paul - Klaus Voormann Hamburg, 1960: In einem Kellerlokal spielt eine Band aus Liverpool, die sich gerade erst den Namen The Beatles gegeben hat. Sie freunden sich mit jungen Hamburgern an und übernehmen deren pilzförmigen Haarschnitt... Und es entsteht eine lebenslange Freundschaft mit einem von ihnen: dem Grafiker und späteren Musiker Klaus Voormann. 1966 gestaltete Klaus Voormann das preisgekrönte Cover der Beatles-LP Revolver. Er spielte Bass bei der Band Manfred Mann und mit seinem eigenen Trio Paddy, Klaus Gibson, später bei zahlreichen Aufnahmen ehemaliger Beatles und anderer Musiker/innen. Aus England und den USA nach Deutschland zurückgekehrt, war er Produzent unter anderem der Band Trio. 2009 veröffentlichte Klaus Voormann sein Album "A Sideman's Journey" mit den Gästen Paul McCartney, Don Preston, Yusuf Islam (Cat Stevens), Dr. John und anderen. Klaus Voormann lebt mit seiner Frau Christina in der Nähe von München und ist weiter als Grafiker und Autor tätig; zuletzt erschien sein Buch "Birth of an Icon - REVOLVER 50". Heute feiert Klaus Voormann seinen 80. Geburtstag. Gestaltung: Johann Kneihs


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Das Wiener Staatsopernmagazin. Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen der Wiener Staatsoper. Gestaltung: Michael Blees


16.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich Über die Haltlosigkeit Susanne Röckel: Der Vogelgott, Roman, Jung Jung Verlag David Schalko: Schwere Knochen, Roman, Kiepenheuer Witsch Verlag Peter Terrin: Der Wachmann, Roman, Liebeskind Verlag (Übersetzung: Rainer Kersten) Hermann Broch: Esch oder die Anarchie, Roman, Jung Jung Verlag Sarah Mohi-von Känel: Kriegsheimkehrer. Politik und Poetik 1914 - 1939, Wallstein Verlag Gespräch mit der Autorin


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Das doppelte Leben des Alan Sorrenti. Gestaltung: Michael Neuhauser Beim Namen Alan Sorrenti denken fast alle nur an das eine: "Tu Sei L'unica Donna Per Me", den europaweiten Sommerhit von 1979. Doch der Neapolitaner mit der markanten hohen Stimme hat nicht nur im Italo-Pop-Genre meisterliche Spuren hinterlassen, sondern in den frühen 1970er Jahren auch einige wenig beachtete, aber bemerkenswerte Alben mit teilweise experimentellem Progressive Rock geschaffen.


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Ich arbeite immer. Die Marathonarbeiter - über Nutzen von außergewöhnlichem Arbeitseinsatz Der 12-Stunden-Arbeitstag ist für viele Menschen längst Realität: für Freelancer und Neue Selbstständige; für Kleinunternehmer/innen wie für deren Angestellte; für Manager/innen, die angeblich "nur vier Stunden Schlaf" brauchen; für all jene, die Personaleinsparungen ausgleichen; für Engagierte und Überengagierte. Was steckt hinter dem großen Fleiß? Wie kann man überlange Arbeitstage (auf die Dauer) bewältigen? Was lässt sich erreichen, was nicht? Gestaltung: Andrea Hauer


18.55 Uhr

 

 

Magazin des Glücks

Von und mit Franz Schuh


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

"Wahnsinnlich" - Der Abend der großen Gefühle von und mit den Dornrosen. Gestaltung: Doris Glaser Robert Blöchl: Gute Gesellschaft. Gestaltung: Doris Glaser Sind Sie unterwältigt, gesättigt und gelangweilt? Gleichzeitig überfordert von den vielen Reizen? Sind Ihre Sinne schon taub? Ganz schön blöd, aber nicht aussichtslos! Die Dornrosen versprechen Hilfe und bringen wahrhaftige Gefühle ans Licht. Mit ihren überirdischen Dreiklängen, ihrer schrägen Denkart und ihrer unkomplizierten steirischen Ehrlichkeit gehen die drei Schwestern selbstironisch, musikalisch und voller skurriler Ideen ans Werk. Ihre Musik und ihre Texte sind selbst fabriziert und authentisch. Sie verwehren sich erfolgreich einem Genre und bezeichnen sich selbst als Geschwisterband mit Schmäh und Hang zum Kabarett. Robert Blöchl, in den 1970er Jahren in Linz geboren, trat schon früh als Straßenmusiker und mit seiner Band auf. Eine Karriere als Lehrer tauschte er gegen eine Ausbildung zum Clown und Schauspieler. 2001 lernte er bei den CliniClowns Freund und zukünftigen Bühnenkollegen Roland Penzinger kennen. Unter der Fusion ihrer beiden Nachnamen haben sie als Kabarettduo BlöZinger schon sieben Programme auf die Bühne gebracht. In seinem ersten Soloprogramm "Gute Gesellschaft" zeigt Robert Blöchl, was alles in uns steckt. "Wir sind die Helden, Schurken, das Durcheinander, die Angst, die Spannung, die Leute, die nur vorbeigehen, die Jungfrau in Nöten, Farben, Dinge und Geräusche. Wir sind eine Menge Dinge und alle gleichzeitig", sagt Robert Blöchl.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

mit Helmut Jasbar. House-Konzert: Das Adamas Quartett. Erstmals wird die Bühne der Radiosession frei gemacht für ein klassisches Ensemble: Das 2003 gegründete und mehrfach ausgezeichnete Adamas Quartett, bestehend aus Claudia Sturm (1. Violine), Roland Herret (2. Violine), Anna Dekan (Viola) und Jakob Gisler (Violoncello), wird ein Kammerkonzert der ungewöhnlichen Art bestreiten. Das Streichquartett, bekannt für sein präzises, ausgewogenes Spiel wie auch für das leidenschaftliche Engagement für zeitgenössische Musik (insbesondere für die Werke der aus Österreich vertriebenen Komponistinnen und Komponisten), wird in der Radiosession einige ausgewählte Kompositionen darbieten, aber auch mit Gastgeber Helmut Jasbar improvisieren und so eine Brücke zwischen Interpretation und spontanem Musizieren schlagen.


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Gedächtnis und Mohn. Schauspielerinnen und Schauspieler erlesen Paul Celan. Feature von Philip Scheiner Gedichte zwischen Tod und Leben, zwischen Vergessen und Erinnern: Paul Celan betrachtete in seinem ersten offiziellen Lyrikband, "Mohn und Gedächtnis" (1952), auf vielfältige und verschlüsselte Weise das Trauern um die Opfer des Nationalsozialismus, sein Trauern auch um die Eltern, seine "Überlebensschuld". Die Sammlung enthält Celans bekanntesten Text "Todesfuge", der unmittelbar das Sein, das Morden, das Sterben im Konzentrationslager verhandelt: "Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends / wir trinken sie mittags wir trinken sie nachts", heißt es da. Jene "schwarze Milch" ist eines der schlüssigsten Bilder in Celans Poesie. Wohin führen seine vom Symbolismus und von Dichtern wie Hölderlin und Trakl beeinflussten Worte? Erschließen sie sich anhand von biografischen Betrachtungen, mittels literaturwissenschaftlicher Methoden? Per Intuition? Oder bleiben die Gedichte unergründlich? Wo und wie forschen jene Menschen, die uns, zumal im Radio, Lyrik näherbringen: Schauspielerinnen und Schauspieler? Wie gehen sie vor, um sich und den Hörer/innen Dichtung zu entschlüsseln? Kann man Celan "ganz" verstehen? In den Tonspuren unternehmen Schauspieler/innen eine gemeinsame Reise in und durch die (Be-)Deutungen seiner Lyrik, in die Gründe von "Gedächtnis" und "Mohn".



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

mit Klaus Wienerroither. Alone Together: Ella Fitzgerald und Joe Pass. Im Jänner 1976 nehmen die Sängerin Ella Fitzgerald und der Gitarrist Joe Pass das zweite von insgesamt vier gemeinsamen Alben auf. "Fitzgerald and Pass... Again" gilt als die beste Einspielung des famosen, ohnehin fast immer mit schlafwandlerischer Sicherheit agierenden Duos. Die 14 Titel werden klug aus dem Great American Songbook ausgewählt und sind zumeist in entspanntem Tempo gehalten. Ella Fitzgerald ist im Gegensatz zu ihren Aufnahmen in den 1980er Jahren noch im Vollbesitz ihrer stimmlichen Kräfte. Und die rein akustisch aufgenommene Halbresonanzgitarre von Joe Pass klingt wunderbar warm, beinahe wie eine Klassikgitarre.


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Farbenspiel", "Neuland" und "Für zwei". Von Julia Lückl. Es lesen: Michael Dangl und Michaela Willig. Gestaltung: Michaela Frühstück. Eindrucksvoll ist die 17-jährige Julia Lückl aus Eisenstadt im vergangenen Jahr in der jungen literarischen Szene aufgetaucht. 2017 erhält sie kurz hintereinander drei Literaturpreise. Beim ORF Burgenland Literaturwettbewerb "Junge Textfunken" überzeugt sie die Jury mit ihrem Text "Farbenspiel". Sie gewinnt den internationalen Wettbewerb "Texte - Preis für Junge Literatur" mit der Geschichte "Neuland" und erringt den 1. Preis beim Wettbewerb der Literaturwerkstatt Graz in der Kategorie 14 bis 18-Jährige mit "Für zwei". Drei Texte, drei unterschiedliche Szenarien. Ein Kind und sein Vater trauern um Mutter und Ehefrau. Jemand überschreitet Grenzen und betritt Neuland. Im Sog des Vermissens geben eine alte Frau und ein junger Mann einander Trost. Behutsam gibt Julia Lückl in ihren Geschichten den Blick auf Alltagsszenarien frei, lässt für einen Moment lang teilhaben an der kleinen Welt, in der sich die große spiegelt. Kein Wort zu viel setzt Julia Lückl, um ihre Szenarien zu entwerfen und berührt ohne kitschig zu sein.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Patrick Pulsinger und Erdem Tunakan mit einer Selektion aus 25 Jahren cheap records. Gestaltung: Astrid Schwarz 1993 gründeten die beiden Technopioniere und Musikproduzenten Patrick Pulsinger und Erdem Tunakan das Plattenlabel Cheap in Wien. Es war der Beginn der ersten, großen Welle der Labelgründungen der Wiener Elektronikszene. Cheap stand mit seinen Releases nach kurzer Zeit für einen internationalen Sound. Pulsinger undTunakan geben mit einer exklusiven Plattenauswahl einen Einblickin ihre persönlichen Favouriten.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Was Utopie ist. Elektro-philosophische Odyssee. Von Sillyconductor und Dorothee Frank, basierend auf literarischen und philosophischen Textfragmenten rund um Utopien und Dystopien. "Was Utopie ist, als was Utopie vorgestellt werden kann, ja, das ist die Veränderung des Ganzen. Mir will es so vorkommen, als ob das, was subjektiv, dem Bewusstsein nach, den Menschen abhanden gekommen ist, die Fähigkeit ist, ganz einfach das Ganze sich vorzustellen als etwas, was völlig anders sein könnte. Dass die Menschen vereidigt sind auf die Welt, wie sie ist": so beginnt Theodor W. Adornos Diagnose moderner Utopienlosigkeit. Adornos unnachahmliche Denkfiguren (aus einem Südwestfunk-Studiogespräch 1964) erklingen im Originalton in den ersten Minuten der Kunstradio-Produktion "Was Utopie ist". Die Geschichte der Utopien steckt uns mentalitätsgeschichtlich bis heute in den Knochen. Nicht erst die gescheiterten Utopien des 20. Jahrhunderts mit ihren Macht- und Kontrollfantasien geistern als Wiedergänger durch die gegenwärtige politische Praxis. Andererseits erstarkt ein gegenläufiges utopisches Denken, dass sich verabschiedet von top down implementierten Total-Entwürfen und der naturvergessenen Hybris des Träumens vom Neuen Menschen. "Jetzt müssen wir an quasi realistischen Utopien arbeiten. Wir müssen verstehen, wer wir wirklich sind" - sagt die bildende Künstlerin Maria Papadimitriou im Hörstück des Bukarester Elektronikmusikers Sillyconductor und der Ö1-Sendungsmacherin Dorothee Frank. "Was Utopie ist" bricht auf zu einer Odyssee auf den Wellen der pulsierenden, charismatischen Sounds von Sillyconductor. Dorothee Frank kombiniert zwei verschiedene Textstränge: Von ihr geschriebene "Hörfotos" nach Fotoarbeiten des bildenden Künstlers Ben Gyula Fodor; und knappe Passagen aus utopischer Literatur und Philosophie. Kafka trifft Beckett in Skepsis und Hoffnung; Jewgenij Samjatin denkt in dem dystopischen Roman "Wir" die höchst ambivalenten Gesellschaftsentwürfe eines Platon oder Thomas Morus weiter bis zum bitteren Ende. Deleuze / Guatarri oder Michel Serres unterlaufen jedoch - wie schon "anarchisch" denkende Renaissance- und Barockschriftsteller - die Rigidität jenes Denkens und feiern eine befreite, irreguläre utopische Energie jenseits von Mauern und Schranken. Christiane von Poelnitz und Gerti Drassl sprechen die Zitate der (männlichen) Autoren, Karl Markovics präsentiert die Hörfotos.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten