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Zur Diskussion

20.00 Uhr
Die Nachrichten

20.10 Uhr
Aus Religion und Gesellschaft

Buddhistischer Extremismus in Myanmar: Minderheiten werden verfolgt und ermordet Von Margarethe Blümel In Myanmar pflegen Militärjunta und Vertreter des buddhistisch-extremistischen Nationalismus eine langjährige Beziehung. Immer wieder machen diese Mönche Stimmung gegen Muslime und Christen. Moscheen und Kirchen werden zerstört. Das Militär schaut zu - oder beteiligt sich an der Gewalt gegen religiöse Minderheiten.

20.30 Uhr
Lesezeit

Judith Hermann liest aus und spricht über "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" (1/2) (Teil 2 am 25.3.2026) Selbst in der Enkelgeneration wissen die meisten deutschen Menschen nicht, wie ihre Großeltern im Zweiten Weltkrieg gehandelt haben - über zwanzig Jahre nach der bahnbrechenden Studie: "Opa war kein Nazi" von Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall. Während die letzten Zeitzeugen sterben, die AfD den Stolz auf die Großeltern propagiert und plötzlich vom "Schuldkult" gesprochen wird, wagt sich Judith Hermann in die schrecklichen Untiefen ihrer Familiengeschichte. Denn ihr Opa war ein Nazi und vermutlich beteiligt an SS-Verbrechen im polnischen Radom. "Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich die Leben der Großeltern über die Eltern hinweg in den Lebenswegen der Enkel aufzeigen." Nach Radom reist die Schriftstellerin, ganz allein, im Gepäck: Stig Dagermans "Deutscher Herbst", Natasche Wodins "Sie kam aus Mariupol", Czeslaw Milosz' "Das Tal der Issa". In Polen kauft sich Judith Hermann eine neue Lesebrille und schaut mit einem neuen, immer melancholischeren Blick auf die Vergangenheit - und verliert irgendwann: die Fassung, nicht die der neuen Brille, sondern die ihres Selbst. Eine erschütternde Lektüre, eine radikale Befragung - die zeigt, dass wir niemals alle verstehen können. Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihr Debüt "Sommerhaus, später" (1998) war ein Meilenstein der Gegenwartsliteratur. 2003 folgte der Erzählungsband "Nichts als Gespenster". Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien "Alice", fünf Erzählungen, 2014 der erste Roman, "Aller Liebe Anfang". 2016 folgten die Erzählungen "Lettipark", die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zuletzt erschien 2023 bei S. Fischer "Wir hätten uns alles gesagt", basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

21.00 Uhr
Die Nachrichten

21.05 Uhr
Querköpfe

Kabarett, Comedy schräge Lieder Vom Urknall zur Steuererklärung Der Kabarettist Stefan Waghubinger Von Sabine Fringes Ein Besuch seines Programms wirkt wie ein erfrischender Kurz-Urlaub in Österreich: Das mag an dem steirischen Akzent und der vertraulichen Art von Stefan Waghubinger liegen. Er dutzt das Publikum und wirkt so, als habe er gerade spontan die Tür zu seinem Wohnzimmer geöffnet und fände von nun an kein Ende mit seinen Selbstbetrachtungen. Die verhandeln so ziemlich alles von Kindheit über Steuererklärungen bis hin zum Urknall. Seit rund 15 Jahren zelebriert Stefan Waghubinger, der schon lange bei Stuttgart lebt, vor allem auf deutschen Bühnen seine Selbstzweifel. Der studierte Theologe arbeitete zunächst in der Jugendhilfe, bevor er mit Anfang vierzig die Kabarettbühne betrat. Seitdem gewinnt er einen Kleinkunstpreis nach dem anderen für seine Programme voller poetisch-philosophischer Pointen.

22.00 Uhr
Die Nachrichten

22.05 Uhr
Spielweisen

Heimspiel - Die Deutschlandradio-Orchester und - Chöre Haydn-Projekte mit dem RIAS Kammerchor Joseph Haydn Die Schöpfung (Ausschnitte) Elsa Dreisig, Sopran Julia Grüter, Sopran Kieran Carrel, Tenor Tareq Nazmi, Bass Michael Nagl, Bass RIAS Kammerchor Konzerthausorchester Berlin Ltg: Joana Mallwitz Aufnahme vom 27.2. 2026 im Konzerthaus Berlin Am Mikrofon: Klaus Gehrke Haydn fasziniert nicht nur als Musiker, sondern gleichfalls als Mensch: Er konnte alle Gesellschaftsschichten erreichen. Das Oratorium "Die Schöpfung" gilt als eine der bedeutendsten Kompositionen von Joseph Haydn. Es handelt von der göttlichen Erschaffung der Welt, wie sie sich im ersten Kapitel der Genesis darstellt. Anstelle des siebten Tags findet sich eine Betrachtung der ersten Menschen im Paradies. Der Komponist arbeitete bis zur Erschöpfung daran und nahm die Entstehung als intensive religiöse Erfahrung wahr. Das 1798 in Wien uraufgeführte Werk ist zugleich ein Dokument der Aufklärung, die der damals 66-jährige bekennende Freimaurer vehement vertrat. Der RIAS Kammerchor beschäftigt sich in der laufenden Konzertsaison mehrere Male mit Joseph Haydn und stellt sich dabei der Frage, welche Aktualität für uns heute in geistlichen Werken dieses Klassikers steckt.

22.50 Uhr
Sport Aktuell

23.00 Uhr
Die Nachrichten

23.10 Uhr
Das war der Tag

Journal vor Mitternacht

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23.57 Uhr
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00.00 Uhr
Die Nachrichten

00.05 Uhr
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Am Mikrofon: Daniel Heinrich

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