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Marktplatz
Voll in Fahrt - Der Markt für E-Bikes und Pedelecs Gäste Anna Mandt, Stiftung Warentest e.V., Berlin Tim Salatzki, ZIV - Zweirad-Industrie-Verband e.V., Berlin Christoph Schmidt,Bundesvorstand ADFC, Köln Am Mikrofon: Manfred Kloiber Hörertel.: 00800 4464 4464 marktplatz@deutschlandfunk.de Sie steigt und steigt und steigt: Von 2015 bis 2025 hat sich die Zahl der E-Bikes in Deutschland nahezu versiebenfacht. Mehr als 17 Millionen Drahtesel mit elektrischer Tret-Unterstützung sind hierzulande auf Radwegen und Straßen unterwegs. Kein Wunder also, dass auch das Angebot entsprechend breit gefächert ist: Fachhandel, Online-Plattformen und Discounter vermarkten E-Bikes in allen Preisklassen und Ausführungen. Auch der Handel mit gebrauchten E-Bikes läuft auf Hochtouren. Welche Trends bei der Ausstattung und den Leistungsmerkmalen bestimmen zurzeit den E-Bike-Markt? Wie unterscheiden sich die Qualitäten zwischen Markenrädern und No-Name-Fabrikaten? Worauf ist beim Gebrauchtradkauf besonders zu achten? Und welche Alternativen zum Kauf bietet der Leasing- und Mietmarkt bei E-Bikes? Über diese und viele andere Fragen diskutieren Fachleute mit den Hörerinnen und Hörern sowie mit Moderator Manfred Kloiber.
Mikrokosmos
Konsum und Konkurs. Abschiedstour durchs Warenhaus (1/6) Teil 1: Erdgeschoss Von Manuel Gogos und Christoph Spittler Regie: Philippe Brühl Deutschlandfunk 2025 (Folge 2 am 16.07.2026) Pracht, Glanz und Gloria! Im Erdgeschoss umnebelt die Autoren ein Wohlgeruch. Neben einer Vielzahl an Parfums gibt es zahlreiche konventionelle Ideen von Luxus zu bestaunen. Aber vielerorts ist die Grandezza im Ausverkauf. en, Schmuck und Süßwaren - die Erdgeschoss-Idee hat mit einer Überwältigungsstrategie zu tun. Die Warenhäuser der großen Blütezeit um 1900 wie das Pariser "Samaritaine" oder das Berliner "Wertheim" am Leipziger Platz waren gigantische Shopping-Paläste, Kathedralen des Konsums, triumphale Ausstellungen des explodierenden Welthandels. In bescheidener Form lebte dieser Anspruch auch in jedem Karstadt, Horten, Kaufhof oder Hertie des Nachkriegs-BRD weiter. Ende August 2024 werden nach der Insolvenz des Signa-Konzerns neun Filialen der einzig verbliebenen deutschen Warenhauskette Galeria geschlossen. Im Ausverkauf ist von der Grandezza der einstigen Konsumtempel wenig geblieben. Die restlichen Waren werden verramscht, die Hälfte der Regale ist bereits leergeräumt. Schließen nur ein paar Filialen nach einer unglücklichen Insolvenz - oder ist das Warenhaus-Konzept am Ende? Sie können diese Produktion sowohl in 3D Dolby Atmos als auch in einer binauralen Mischung erleben. Für das bestmögliche Klangerlebnis empfehlen wir, Kopfhörer zu verwenden. Manuel Gogos, 1970 in Gummersbach geboren, ist Sohn deutsch-griechischer Eltern und lebt in Bonn. Der promovierte Literaturwissenschaftler ist Autor und Ausstellungsmacher. Zu seinen Arbeiten gehören zahlreiche Radio-Features, Fernseh-Dokumentationen und u.a. das von der Kulturstiftung des Bundes initiierte »Projekt Migration« für das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V. (DOMiD). Gogos war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Seminar der Universität Bonn, Literaturkritiker und hatte Lehraufträge u.a. an der Humboldt-Universität. Christoph Spittler, geboren 1969 in Niedersachsen und aufgewachsen in Salzgitter-Bad, ist seit seinem Ethnologiestudium begeisterter Milieusurfer. Seit Anfang der 90er lebt er in Berlin. Überall entdeckt er fremde Kulturen und ist fasziniert von Glanz und Elend des globalen Kapitalismus. Seit 1993 hat Spittler zahlreiche Radio-Features produziert, zuletzt "Böse Orks, gierige Ferengi" über Rassismus in Fantasy und Science Fiction (2024) sowie "Vermaledeit seyst du. Geschichte der Hassrede" (2023) "Going native. Die Faszination des kulturellen Seitenwechsels" (2022) im Deutschlandfunk. Erdgeschoss
JazzFacts
Mit Holzbox, Bass und Charisma Die Berliner Musikerin Laura Robles Von Jan Paersch Die Perkussionistin, Bassistin und Klangforscherin Laura Robles stellt den Rhythmus ins Zentrum ihrer Projekte. In der Berliner Impro-Szene ist sie mit zahlreichen Projekten und Bands bekannt geworden: Laura Robles spielt im Trio, Duo und mit vielen weiteren Besetzungen, weit über die Grenzen von afro-peruanischer Folklore hinaus. Laura Robles wurde 1981 als Tochter einer Argentinierin und eines Peruaners in Swasiland geboren, lebte kurzzeitig auf den Kapverden - bis sich die Familie schließlich in Perus Hauptstadt Lima niederließ. Mit vier Jahren begann Robles, Cajón zu spielen. "Es ist nur eine Holzkiste mit einem Loch", sagt die 44-Jährige - aber was sie mit dieser Kiste für Klänge produziert, ist atemberaubend. Seit 2012 lebt die Musikerin in Berlin, hier unterhält sie ein Trio mit dem Pianisten Johannes Lauer und dem Saxofonisten Peter Ehwald, spielt im Noise-Duo Agua Dulce, gibt Workshops und kuratiert Konzerte. Robles ist eine reflektierte, charismatische Künstlerin, die sich mit der eurozentristischen Sicht der Jazz-Szene auseinandersetzt. Und hungrig bleibt auf neue Mitspielerinnen und Bands.
Historische Aufnahmen
Aufnahmeorte (7) Die große Halle der Sankt Petersburger Philharmonie Von Alexander Gurdon Dieser Ort kann als das Epizentrum der russischen Musik bezeichnet werden: Die große Halle der Sankt Petersburger Philharmonie wurde 1839 errichtet und gilt als ältestes musisches Zentrum Russlands. Zwischen ihren großen weißen Marmorsäulen traten seit jeher illustre Gäste von Franz Liszt bis Glenn Gould auf, doch besonders die hier ansässigen Orchester haben über die turbulente Zeit der Sowjetunion und Russlands hinweg Musikgeschichte geschrieben. Die Leningrader Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Evgeny Mravinsky waren nahezu ein halbes Jahrhundert lang die führende Institution für russische Musik und etablierten eine spezifische Spielkultur, der u.a. in dieser Folge über die besonderen Orte der "Historischen Aufnahmen" nachgespürt wird.

