Jetzt läuft auf Ö1:

Religion aktuell

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Gedanken einer Imamin zum Ramadan". Die Menschenrechtsanwältin, Feministin und Imamin Seyran Ates spricht über den islamischen Fastenmonat. Ihr Ziel ist es, eine Brücke zwischen Morgenland und Abendland zu schlagen. - Gestaltung: Alexandra Mantler Die Menschenrechtsanwältin Seyran Ates ist eine Frauenrechtlerin im Wortsinn. Die prominente Feministin ist seit Jahrzehnten gegen die Auswüchse eines radikalen Islamismus aktiv: gegen Schleier, Ehrenmord und Zwangsheirat. Vor kurzem hat sie sich zur Imamin ausbilden lassen und darüber ein Buch geschrieben: "Selam, Frau Imamin". "Gerade wir Frauen müssen uns mehr um unsere Religion kümmern, müssen von innen heraus für Veränderungen sorgen. Und das geht am besten da, wo der Glaube stattfindet: in der Moschee", so Ates. In den "Gedanken für den Tag" spricht sie auch über den islamischen Fastenmonat Ramadan. Ates' Ziel ist es, "aus der ganzen islamischen Welt all die Aufklärer, Liberalen und tollen Intellektuellen, die dort schon seit Jahrhunderten existieren, sichtbar zu machen, eine Brücke zwischen Morgenland und Abendland zu schlagen" und dem Islam ein anderes Gesicht zu geben.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Mirjam Jessa.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Auf den Spuren der Eisbären. Der Zoologe Harald Schwammer über den Lebensraumverlust einer bedrohten Tierart. Teil 2: Kein Eis- kein Futter Gestaltung: Renate Pliem "Eisbären sind sehr sensible Tiere", sagt der Zoologe Harald Schwammer vom Tiergarten Schönbrunn - "und sie leben in einer klimatisch äußerst sensiblen Region, der Arktis". Infolge des Klimawandels schmilzt den großen Säugetieren das Eis quasi "unter den Pfoten weg". Doch nur auf Packeis können die Eisbären zu ihren Beutetieren gelangen. An den Atemlöchern von Robben warten sie stundenlang auf ihre Chance. Doch die Hungerzeit wird immer länger: Dauerte die eisfreie Sommerperiode früher drei bis vier Monate, so hat sich diese Spanne - durch den Klimawandel - auf bis zu sieben Monate erhöht. Diese dramatische Veränderung zwingt die Eisbären dazu, länger auf dem Festland zu bleiben - und so geraten sie auch mit den Menschen in Konflikt. Ein internationales Forschungsprojekt von Polar Bears International (PBI), das der Tiergarten Schönbrunn unterstützt, hat zum Ziel, die saisonalen Wege der Eisbären zu untersuchen. Wohin bewegen sich die Tiere? Wo bauen sie ihre Wurfhöhlen? Eisbären werden für etwa zwölf Monate mit Satellitensendern ausgestattet. Mit den gesammelten Daten will PBI voraussagen, wo die Eisbären in Zukunft leben werden und ob sie mit den geänderten Umweltbedingungen überhaupt eine Überlebenschance haben.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Forensik

Wissenschaftliche Spurensicherung (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Die Bestimmung von Fingerabdrücken zählt seit mehr als 100 Jahren zum Standardrüstzeug der Kriminalist/innen. Der britische Genetiker Sir Francis Galton gilt als Begründer der Daktyloskopie, der Gewinnung und Analyse von Abdrücken der Papillarlinien an den Fingerkuppen. Er beschrieb als erster, dass jeder menschliche Fingerabdruck einzigartig ist. Für die Identifizierung von am Tatort sichergestellten Fingerabdrücken braucht es nach wie vor Spezialist/innen: Die Forensiker/innen, die penibel Spuren am Tatort sichern, um sie später im Labor zu analysieren. Was forensische Expert/innen mit modernsten technologischen Methoden feststellen, gilt als Beweis für die Kriminolog/innen. Tatsächlich aber steht die Forensik wissenschaftlich betrachtet auf weniger soliden Beinen als es den Anschein hat. Die US-amerikanischen Akademien der Wissenschaften kritisierten in einem Bericht den Mangel an wissenschaftlicher Fundiertheit vieler Methoden. Ausgenommen wurde einzig die DNA-Analyse, in der Spuren des Erbgutes untersucht werden. Die American Association for the Advancement of Science (AAAS), die weltweit größte Wissenschaftsorganisation, arbeitet nun daran, solide Standards zu erarbeiten.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Buddy-System

Neue Formen des Helfens (2). Gestaltung: Ilse Huber Wie oft fühlt man sich alleingelassen - als Kind, als Jugendlicher, aber auch als Erwachsener. Ein Umzug, ein Berufswechsel oder gar der Verlust eines nahen Menschen stellen Herausforderungen für den einzelnen Menschen dar. Außerdem fehlt es oft an Kraft oder Zuversicht, neue Situationen zu meistern. Da hilft es, wenn es jemanden gibt, der weiß, was zu tun ist. Eine Person, die tatsächlich präsent ist, und an der man sich orientieren kann. Ein Buddy eben, also eine Art Patin beziehungsweise Pate. Diese persönlichen Begleiter - meist Menschen gleichen Alters und mit ähnlichen Erfahrungen - können gestellte Aufgaben besser erklären, Unsicherheiten ausgleichen und sogar Streits schlichten. Das Ziel dieses Buddy-System ist es, aufeinander zu achten, füreinander da sein und miteinander zu lernen. Dieses Prinzip lässt sich neben der Schule auch auf andere Lebensbereiche ausweiten: im Sport, bei Asylwerber/innen oder allgemein in schwierigen Lebensphasen. Wie das Buddy-System funktioniert, wo es angewandt werden und welche Lösungen es bieten kann, ist Thema dieser Radiokolleg-Reihe.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Falco (2). Gestaltung: Walter Gröbchen und Thomas Mießgang Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. Falco, geboren 1957 als Hans Hölzel, war der international erfolgreichste Popstar, den Österreich je hervorgebracht hat. 1986 gelang es ihm mit "Rock me Amadeus" als bisher einzigem heimischen Musiker die Spitze der US-Charts zu erklimmen und, nach der Trapp-Familie und dem Dritten Mann, ein moderneres, popigeres Österreich-Bild im allgemeinen Bewusstsein zu verankern. Davor hatte er mit "Der Kommissar" einen europaweiten Hit zu verzeichnen, sowie zahlreiche kleinere, aber immer noch substantielle Erfolge wie "Jeanny" oder "Vienna Calling". Falco wurde oft missverstanden und falsch eingeordnet: Man sah in ihm einen Adepten der Neuen Deutschen Welle oder einen frühen deutschen Rap-Star. In Wahrheit war Falco ein genialer Eklektizist, der den Zeitgeist erspüren und in hochverdichtete sprachliche Vignetten fassen konnte. Das deutsch-englische Pidgin verlieh seinen Texten ein glamouröses Globalkolorit, das sie weit über die behäbigen Provinzpossen des damals bereits saturiert gewordenen Austropop hinauswachsen ließ.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Ruggero Leoncavallos größter Erfolg: "Pagliacci". Gestaltung: Michael Blees Als "Cav and Pag" sind die beiden veristischen Kurzopern "Cavalleria rusticana" und "Pagliacci" als nahezu unzertrennliches Opern-Duo in die Musikgeschichte eingegangen, doch wer leichtfertig annimmt, beide Werke seien zur gemeinsamen Aufführung entstanden, der irrt. Pietro Mascagnis 1890 uraufgeführte "Cavalleria rusticana" hat vielmehr den älteren Kollegen Ruggero Leoncavallo dazu angeregt, eine kurze Oper in ähnlicher Machart zu schreiben - dessen "Pagliacci", auf ein Libretto, das der Komponist selbst verfasst hat, ist vor 125 Jahren, im Mai 1892 im Teatro Dal Verme von Mailand zur Uraufführung gekommen, dirigiert vom später weltberühmten Arturo Toscanini. Im Schaffen von Leoncavallo ist die Oper in zwei Akten und einem Prolog eines von vielen Werken, die der Komponist für die Opern- und Operettenbühne geschrieben hat, andererseits ist "Pagliacci" aber auch das einzige Werk, mit dem der Neapolitaner durchschlagenden, bis heute anhaltenden Erfolg hatte.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Eine Fahrt". Von Colm Tóibín. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Es liest Andrea Clausen. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Gudrun Hamböck Es war spät, und Mary war es nicht gewohnt, im Dunkeln lange Strecken zu fahren. Aber ihr Mann lag zu Hause nach einem Schlaganfall, und sie hatte ihren Sohn aus dem Krankenhaus abgeholt. Sieben Monate war der Zwanzigjährige dort behandelt worden. Die Diagnose: Depression. Immer wieder schweifen ihre Gedanken nun in die Vergangenheit, suchen Antwort auf offene Fragen: Wann ist es passiert? Wann ist David "anders" geworden? Wann hatte er sich ihnen entzogen? David aber schweigt. Colm Tóibín, geboren am 30. Mai 1955 in Enniscorthy, ist einer der bedeutendsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman "Der Süden" (Deutsch: 1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Neben Romanen veröffentlichte Tóibín auch Sachbücher und 2006 die Erzählsammlung "Mothers and Sons". Tóibín ist auch als Journalist tätig und ist angesehener Literaturkritiker. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. Tanzmusik und populäre Lieder aus Mantua finden sich auf einer neuen CD des belgischen Ensembles Clematis. Außerdem in DES CIS Informationen über eine Popakademie für evangelische Kirchenmusik, eine vom internationalen Musikerverband ausgezeichnete Fluglinie und "der fein Unterschied": alte, unbezahlbare Stradivaris im Vergleich mit neuen Geigen. Das belgische Ensemble Clematis, 2001 von der Geigerin Stéphanie de Failly gegründet, beschäftigt sich vornehmlich mit der virtuoser italienischer Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts sowie Raritäten aus der niederländisch-belgischen Musiktradition. Ihre CD mit Tänzen und Sonaten aus dem 17. Jahrhundert stellt neben Monteverdi auch die hoch virtuosen und eigentümlichen Kompositionen Salomone Rossis vor, dem Konzertmeister der Hofkapelle in Mantua, der sich wegen seines jüdischen Glaubens auch "Rossi ebreo" nannte und im Stile der katholischen Kirchenmusik hebräische Bibeltexte vertonte.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Klangraum Waidhofen 2017

Claire Huangci, Klavier. Frédéric Chopin: a) Zwei Nocturnes op. 27; b) Sonate Nr. 3 op. 58 * John Corigliano: Etüde Fantasy * Frédéric Chopin: Nocturne H-Dur op. 62/1 * Sergej Rachmaninow: Preludes op. 32 Nr. 4, 5. und 6 * Claude Debussy: L'Isle Joyeuse (aufgenommen am 14. Mai im Rothschildschloss in Waidhofen an der Ybbs). Präsentation: Gustav Danzinger Die junge amerikanische Pianistin mit chinesischen Wurzeln möchte mit ihren Interpretationen in erster Linie berühren. Sie tut dies so virtuos, dass auch ihr Zugang zum innersten Kern der Romantik aus den Seelen Chopins, Rachmaninows und ? stilistisch etwas versetzt ? aus jenen von Debussy und John Corigliano spricht, tönend Gefühle flutet. (Text: Klangraum Waidhofen)


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Wenn Pizza-Essen kompliziert wird. Diabetes bei Kindern und die Auswirkungen auf das Familienleben. Blutzuckermessgerät und Insulinpumpe sind immer dabei, die Schuljause und jede andere Mahlzeit wird in Broteinheiten berechnet. Und auf die Schullandwoche muss plötzlich die Mutter mitfahren. Der Alltag von Kindern, die an Diabetes erkrankt sind, erfordert Disziplin, Regelmäßigkeit und eine gewisse Überwachung. Rund 1600 Kinder sind in Österreich von der unheilbaren, chronischen Stoffwechsel-Erkrankung betroffen. Ihre Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin mehr, der Blutzuckerspiegel muss kontrolliert und mit Insulin oder kohlenhydratreicher Nahrung reguliert werden. Die große Mehrheit der Kinder erkrankt an Typ 1 Diabetes (Diabetes mellitus), bei der genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Die Diagnose kommt überraschend und stellt das Familienleben auf den Kopf. Plötzlich wird das Lieblingsessen Pizza zum Problem, weil es das Kind schlecht verträgt. Es gibt kein spontanes Naschen mehr, selbst das Popcorn im Kino muss berechnet und wenn nötig mit Insulin ausgeglichen werden. Übernachtungen bei Freunden und Einladungen zu Kindergeburtstagen werden seltener, weil die Gastgeber einen hypoglykämischen Schock - kurz "Hypo" - fürchten. Eltern, Kinder und Geschwisterkinder müssen ihr Leben umstellen und einen Weg finden, die Krankheit im Blick zu behalten und gleichzeitig dem erkrankten Kind Freiheiten zu lassen. Gestaltung: Johanna Steiner


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Katers schlimmster Alptraum! Rudi und die jungen Friseurmeister/innen. Der Kater ist vergangene Woche versehentlich am Fensterbrett eingeschlafen. Als er wieder aufwacht, stellt es ihm die Schnurrhaare auf: die Sonne hat sein schwarzes Fell an einer Stelle ausgebleicht. "Ein schwarzer Kater mit einem halben, rotblondbraunen Streifen?! Das geht gar nicht!", denkt sich die eitle Katze und ruft Rudi an. Nachdem der Radiohund Fellpflege generell ablehnt, kann er seinem Freund nicht helfen. Sie überlegen. Da fällt Rudi ein, dass junge Zweibeiner im Rahmen der Wiener Festwochen zwei Tage lang einen Friseursalon betreiben und Gratis-Haarschnitte anbieten. Die wissen sicher, was zu tun ist. Sofort wobbelt der Radiohund zu "Haircuts by Children" im Friseursalon "Franz und Gloria" im 7. Wiener Gemeindebezirk. Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Was der singende Literaturnobelpreisträger mit dem bedeutendsten Dramatiker der Literaturgeschichte gemein hat. Feature von Julia Reuter. Feature von Julia Reuter "Seit Jahren versuche ich Lieder zu schreiben, die einem Drama von Shakespeare ähneln", so Bob Dylan in einem Interview 2015. Im selben Jahr wurde er mit dem "MusiCares Person of the year 2015 Award" ausgezeichnet. In seiner Dankesrede meinte er, dass er seine Lieder als Mysterienspiele betrachte, nämlich solche wie sie William Shakespeare in seiner Jugend gesehen haben könnte. "These songs of mine, I think of as mystery plays, the kind that Shakespeare saw when he was growing up. I think you could trace what I do back that far". Wieviel Shakespeare steckt im Werk von Bob Dylan? Der deutsche Literaturwissenschafter Heinrich Detering hat sich damit in seinem Buch "Die Stimmen aus der Unterwelt. Bob Dylans Mysterienspiele" befasst. Im Mittelpunkt steht vor allem das Spätwerk Dylans, beginnend mit dem 2001 erschienenen Album "Love and Theft". Bob Dylan verwebt in seinen Liedtexten sehr viel Weltliteratur, von Petrarca über Bertolt Brecht bis hin zu den Beatniks. William Shakespeare, so Heinrich Detering, sei aber die wichtigste Quelle für Dylan. Schon in seinem Frühwerk hat der Musiker Shakespeare-Figuren in seine Texte eingebaut ("Desolation Row"; 1965) oder den englischen Barden persönlich auftreten lassen ("Stuck inside of mobile with the memphis blues again"; 1966). 2012 veröffentlichte Bob Dylan sein Album "Tempest", eigentlich ein eindeutiger Bezug auf "The Tempest/Der Sturm", dem vermutlich letzten Werk Shakespeares. Allerdings erzählt Dylan im Titelsong auch vom Untergang der RMS Titanic. Handelt es sich dabei um einen Gegenentwurf zum Beginn von "Der Sturm"? Die TONSPUREN gehen den Shakespeare-Bezügen in Dylans Werk auf den Grund.


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Tod des Demonstranten. Vor 50 Jahren starb Benno Ohnesorg. Mit Stefan Aust, Publizist. Gestaltung: Daphne Hruby Der 2. Juni 1967: Ein junger Mann liegt am Boden. Auf seinem Hinterkopf klafft eine Schusswunde. Der Transport ins Krankenhaus dauert fast eine Stunde. Mittlerweile ist Benno Ohnesorg bereits gestorben. Ohnesorg war unbewaffnet und kein aktives Mitglied der Studentenbewegung der 1960er Jahre. Vielmehr hatte er spontan beschlossen, an der Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien, Mohammad Reza Pahlavi, in Berlin teilzunehmen. Pahlavi regierte den heutigen Iran mit eiserner Faust. Benno Ohnesorg und seine Gattin beteiligten sich an der abendlichen Demonstration vor der Deutschen Oper. Die zunächst friedliche Kundgebung eskalierte, als die Polizisten begannen auf die Demonstranten loszugehen. Angestachelt wurden die Beamten von einer Lausprecherdurchsage, die behauptete Demonstranten hätten einen Polizisten ermordet. Eine Lüge, wie sich später herausstellen sollte. Diese Gewaltwelle mündete in einer Massenpanik. Zahlreiche Studenten versuchten zu fliehen, wurden aber von den Polizisten eingekesselt. Einige drängte man in einen Hinterhof. Dort schlugen die Polizisten auf sie ein. Zeugenaussagen zufolge, soll Ohnesorg ihnen gefolgt sein, um zu sehen, was dort vor sich ging. Während die anderen Demonstranten fliehen konnten, blieb Ohnesorg im Hinterhof zurück. Plötzlich ein lauter Knall. Der 26 Jährige sank zu Boden. Der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras hatte ihm in den Hinterkopf geschossen. Obwohl Ohnesorgs Körper zahlreiche Misshandlungsspuren aufwies und er von hinten erschossen worden war, wurde Kurras dreimal gerichtlich freigesprochen. Dies brachte das Fass zum Überlaufen. Teile der bislang friedlichen Studentenbewegung begannen sich zu radikalisieren. Daraus ging ab dem Jahr 1970 die Rote Armee Fraktion (RAF) hervor.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Der Deutsche Evangelische Kirchentag steht diesmal unter einem besonderen Zeichen: Die Protestanten feiern 500 Jahre Reformation. - Gestaltung: Stefan May Berühmtester Gast beim Kirchentag in Berlin wird Amerikas Ex-Präsident Barack Obama sein. Der große Festgottesdienst wird aber nicht in der deutschen Hauptstadt, sondern in Wittenberg stattfinden. Dort findet die Weltausstellung Reformation statt, die bis zum 10. September dauert und eine halbe Million Besucher in die kleine Stadt in Sachsen-Anhalt locken soll.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Vom Bankomaten zu Bitcoin. Von Marlene Nowotny 1967 stellte die Barclays Bank in einer Filiale nördlich von London den ersten Geldautomaten auf. Mit heutigen Systemen hatte er wenig zu tun, es gab weder eine Karte mit Magnetstreifen noch einen Pin-Code oder eine Computeranbindung. Die Maschine prüfte einen Scheck, entwertete ihn und der Kunde bekam den Gegenwert ausbezahlt. Heute gibt es weltweit mehr als drei Millionen dieser ATMs, der Automated Teller Machines. Damit könnte diese Technologie ihren Zenit erreicht haben. Denn die Geldtransfers finden immer seltener bar statt, sie werden elektronisch abgewickelt. Konkurrenz für Münzen und Scheine kommt auch von einer anderen Seite: Digitale Währungen, wie die bereits etablierten Bitcoins, haben einen großen Vorteil gegenüber herkömmlichem Geld: Sie existieren fern politischer Systeme und könnten deswegen langfristig stabiler sein als "weltliche" Währungen. Wie hat sich der Umgang mit Geld in den vergangenen 50 Jahren verändert? Welche Rolle spielten technologische Erneuerungen dabei? Und werden wir in Zukunft ohne Portemonnaie auskommen?


19.30 Uhr

 

 

38. Internationales Musikfest der Wiener Konzerthausgesellsc

haft 2017 Schwedisches Radio-Symphonieorchester, Dirigent: Daniel Harding; Joshua Bell, Violine. Pierre Boulez: Rituel in memoriam Bruno Maderna * Ernest Chausson: Poème für Violine und Orchester op. 25 * Maurice Ravel: Tzigane, Rapsodie de concert für Violine und Orchester * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 (aufgenommen am 18. Mai im Großen Konzerthaussaal Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Wie sich das Violinkonzert auf dem Weg ins 20. Jahrhundert weiterentwickelte, führt das Schwedische Radio-Sinfonieorchester vor, wenn es mit Daniel Harding Joshua Bell unterstützt. Bell fühlt sich der belgisch-französischen Violinschule verpflichtet, immerhin lernte er bei dem Ysaÿe-Schüler Josef Gingold. Passenderweise spielt der Amerikaner das 1896 für Eugène Ysaÿe entstandene expressive Klanggemälde "Poème" von Chausson. Und da er zudem bekennt: "Ravel ist einer meiner Lieblingskomponisten", bietet er zusätzlich noch die brillante, 1924 komponierte Konzertrhapsodie "Tzigane" des Franzosen. Diese Verbundenheit mit den Stilen und den Komponisten verbürgt die von Bell angestrebte "Aufrichtigkeit in der Musik", die man «in einer Interpretation spüren» muss. (Wiener Konzerthaus)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Forensik. Wissenschaftliche Spurensicherung (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Das Buddy-System. Neue Formen des Helfens (2). Gestaltung: Ilse Huber Lexikon der österreichischen Popmusik. Falco (2). Gestaltung: Walter Gröbchen und Thomas Mießgang


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

"La bianca notte". Beat Furrers jüngstes Musiktheater an der Hamburger Staatsoper. Gestaltung: Reinhard Kager Im Sommer 2015 beeindruckte Beat Furrer mit seiner siebenten Oper "La bianca notte" an der Hamburger Staatsoper. Basierend auf poetischen Texten von dem italienischen Dichter Dino Campana, kreist Furrers faszinierend-rätselhaftes Musiktheater um existentielle Probleme der Menschheit. Der NDR hat die von Simone Young vorbildlich dirigierte Uraufführrung von "La bianca notte" aufgenommen. Ergänzt durch Ensemble- und Vokalstücke, die im Vorfeld der Oper entstanden sind und später teilweise in diese integriert wurden, sind Ausschnitte aus diesem spannenden Musiktheater zu hören.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten