Jetzt läuft auf Ö1:

Betrifft: Geschichte

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

2412 Hörer

06.00 Uhr

 

 

Frühjournal

265 Hörer

06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

2412 Hörer

06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

von Rainer Hauer, Schauspieler, Regisseur und langjähriger Direktor des Grazer Schauspielhauses in Ruhe. "Luthers engster Weggefährte" - Der Maler Lucas Cranach. Gestaltung: Alexandra Mantler Am Beginn des Jubiläumsjahres rund um die Reformation macht sich der Schauspieler und Regisseur Rainer Hauer "Gedanken für den Tag" zu Luthers engstem Weggefährten, dem Maler Lucas Cranach. Hauer führt aus, dass Luther und seine Bibelübersetzung sowie das wesentliche Gedankengut des Protestantismus und der Reformation nicht zu so einer nachhaltigen Wirkung gekommen wären, wenn ihm nicht der Maler Lucas Cranach (der Ältere) einschließlich seiner Malwerkstatt zur Seite gestanden wäre. Auch privat verband die beiden eine enge Freundschaft: Cranach trat als Brautwerber Luthers bei der Nonne Katharina von Bora auf, war auch Trauzeuge dieser Hochzeit und Taufpate des ersten Kindes dieser Ehe. Luthers Bibel hat er nicht nur illustriert, sondern auch gedruckt, herausgegeben, vertrieben und mitfinanziert. Cranach muss als einer der ersten Medienzaren angesehen werden, der auch eine charismatische Ausstrahlung gehabt haben und mit einer ausgeprägten Kooperationsfähigkeit ausgestattet gewesen sein muss. Denn trotz seines intensiven Eintretens für Luthers Lehren genoss der Maler auch eine außerordentliche Wertschätzung durch höchste Vertreter des katholischen Glaubens, die sich auch gerne von Cranach porträtieren ließen, allen voran selbst von Kaiser Karl V.

177 Hörer

07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell

727 Hörer

07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

2412 Hörer

07.52 Uhr

 

 

Leporello

Major Kottan - der Kult-Kieberer feiert seinen 85. Geburtstag Petra Ramsauer über das Leben als Kriegsreporterin Major Kottan - der Kultkieberer feiert seinen 85. Geburtstag Jänner 1977. Ein Fest im winterlich verschneiten Tulln an der Donau. Der Anlass: Major Adolf Kottan feiert in der zweiten Folge des gleichnamigen Fernseh-Krimis seinen Geburtstag. Die 45 Jahre sähe man ihm auch an, bemerkt seine Frau Ilse Kottan dabei lakonisch, denn "der Kopf" wachse ihm schon "durch die Haare". Dieser Tage feiert der ewig grantelnde Polizeimajor also seinen 85. Geburtstag - und das fernab des wohlverdienten Ruhestands. 1984 vom Dienst "suspendiert", betrat Adolf Kottan 2009 die Theaterbühne, ein Jahr später wird er auf der Filmleinwand wieder in den Polizeidienst berufen. Aktuell ermittelt der Major in einem Puppen-Musical am Wiener Rabenhoftheater, wo sein legendärer Vorgesetzter Pilch schon laut übers Altersheim für den Kult-Kieberer Kottan nachdenkt.- Gestaltung: Roman Tschiedl Petra Ramsauer über das Leben als Kriegsreporterin Den Wunsch, aus Krisengebieten zu berichten, hatte die Journalistin und Buchautorin Petra Ramsauer bereits als Jugendliche. Weniger des Abenteuers wegen, sondern weil es extrem spannend ist, historische Ereignisse hautnah zu erleben, wenn sie unmittelbar passieren, wie sie sagt. Seit rund 20 Jahren ist Ramsauer daher im Nahen Osten unterwegs, liefert Reportagen aus Ägypten, Libyen, Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, aus den Palästinensischen Gebieten und aus Israel, von den Balkan-Kriegen oder über humanitäre Krisen im Sudan, in Äthiopien oder Mauretanien. Aktuell ist sie eine der wenigen Journalistinnen, die noch nach Syrien reisen können - direkt ins Zentrum der Kämpfe. In dem Buch "Siegen heißt, den Tag überleben - Nahaufnahmen aus Syrien" lässt Petra Ramsauer die betroffenen Menschen zu Wort kommen, erklärt historische und politische Zusammenhänge und gibt Einblick in den Alltag von Ärzten, die unter Bombenhagel arbeiten, oder von Bloggern, die unter Lebensgefahr Nachrichten aus dem Land schmuggeln. Im Verlag Kremayr-Scheriau erschienen, wird das Buch Mittwochabend in der Thalia Buchhandlung im dritten Wiener Bezirk präsentiert.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer

236 Hörer

08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)

480 Hörer

08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Nadja Kayali. Johannes Brahms denkt beim Komponieren an seine verstorbene Mutter, Ignaz Pleyer vergisst nicht auf seinen verehrten Lehrer Joseph Haydn, als er seinen Musikverlag gründet und die Erfolge beim Komponieren von Orchesterserenaden bringen dem Komponisten Robert Fuchs den Spitznamen "Serenaden-Fuchs" ein. "1797 hat Ignaz Pleyer in Paris einen Verlag und eine Notenstecherei gegründet (und 10 Jahre später noch einen Klavierbaubetrieb). In seinem Verlag hat er natürlich auch seinen verehrten Lehrer Joseph Haydn sofort bedacht und Sinfonien und Streichquartette in schönen Ausgaben, die Haydn sehr gefreut haben, herausgebracht. Später sind dann Haydnsche Werke auch als Taschenpartituren erschienen. Pleyels Tipp: "Die Dilettanten und Kenner stecken sie zu sich und lesen in Konzerten nach..."

1275 Hörer

08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Diese Woche: Weitgereiste Lebewesen. Der Ökologe Franz Essl über die biologische Globalisierung. Teil 1: Anflug des Maiswurzelbohrers Gestaltung: Jakob Fessler Die zunehmenden Reise- und Transportmöglichkeiten der letzten Jahrhunderte hat es vielen Tieren und Pflanzen ermöglicht, sich weltweit auszubreiten. Über den Landweg, die Luft, Wasserwege und Meere breiten sich Arten heutzutage aus. Viele Lebewesen kamen auch ungewollt in andere Weltregionen. Vor einigen Jahrzehnten hätte beispielweise der Maiswurzelbohrer nur schwer einen langen Schiffstransport von Nordamerika nach Europa überlebt. Anfang der 1990er-Jahre wurde er jedoch durch Transportflüge nach Europa eingeschleppt und ist ein bedeutender Schädling in der Landwirtschaft. Oft reisen Tiere und Pflanzen als blinde Passagiere mit. Das Ballastwasser der Containerschiffe transportiert Algen, Fische und Quallen von einer Meeresregion in andere. Als Larven und versteckt in Transportholz gelangte beispielsweise der asiatische Laubholzbockkäfer bereits mehrmals von Ostasien nach Europa. Das ähnliche Klima und ähnliche Baumgattungen ermöglichen es dem Käfer, auch in Europa Bäume zu befallen. Ganz beabsichtigt wurden viele Säugetiere und Vögel verschleppt. Bis ins 20. Jahrhundert setzten sogenannte "Akklimatisierungsgesellschaften" Tiere aus dem Mutterland in Kolonien aus. Der europäische Star wurde bewusst in Nordamerika angesiedelt und zählt dort heute zu den häufigsten Brutvögeln. Umgekehrt wurde das Grauhörnchen von Nordamerika nach Großbritannien gebracht, wo es das heimische Eichhörnchen aus vielen Gegenden verdrängt hat.

241 Hörer

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das medialisierte Kind

Von klein auf mit der Welt vernetzt (1). Gestaltung: Johannes Gelich Die Eroberung kindlicher Erfahrungswelten durch die Medien wurde spätestens Ende der 1980er Jahre ein breit diskutiertes Thema, nachdem Neil Postman in seinem gleichnamigen Bestseller das Verschwinden der Kindheit prognostiziert hatte. Postman argumentierte bereits vor 30 Jahren, dass sich durch die Medialisierung der Kindheit die Grenze zwischen Kindern und Erwachsenen zunehmend auflöse. Durch das Fernsehen sei der gesamte Inhalt der Erwachsenenwelt auch jedem Kind zugänglich geworden. Eine Folge davon sei, dass sich auch Gewalt von Kindern von denen der Erwachsenen immer weniger unterscheiden würde. Auch dreißig Jahre danach sprießen populärwissenschaftliche Sachbücher aus dem Boden, in denen vor der medialen Verblödung der Kinder gewarnt wird: Titel wie "Digitale Demenz", "Die Lüge der digitalen Bildung: Warum unsere Kinder das Lernen verlernen" oder "Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht" künden von der grassierenden Sorge um die Auswirkungen von brutalen Computerspielen oder der Allgegenwart des Handys und der sozialen Netzwerke. Doch wieviel Bestand haben die Thesen von den negativen Auswirkungen des Internets in der Forschung? Und wie hilfreich sind solche einseitigen, überzogenen Warnrufe, um eine breite, vorurteilslose Diskussion über die "richtige" Mediennutzung von Kindern in Gang zu setzen? Schon formieren sich Gegenstimmen zum Kanon der alarmierenden Behauptungen, die das Rad der Zeit wohl am liebsten in das prädigitale Medienzeitalter zurückdrehen würden. Kürzlich erschienene Bücher wie "Digitale Hysterie: Warum Computer unsere Kinder weder dumm noch krank machen" bezeugen, dass sich mittlerweile auch die Kritiker/innen der "hysterischen" Medienkritiker/innen formieren. Die teilweise maßlos empfundene Mediennutzung der Kinder ist jedoch nur eine Seite der Medaille, werden Kinder doch zunehmend auch von den Medien selbst vermarktet: ob in der Werbung als Werbeträger oder im Fernsehen in Sendungen wie "Deutschland sucht den Superstar Kids" - auch hier haben sich die Grenzen zwischen der Erfahrungswelt der Erwachsenen und der der Kinder zunehmend verwischt. Doch wie erleben Kinder selbst ihre eigene Vermarktung, wie etwa der heute elfjährige Jonas Kaurek, der als Zehnjähriger ein Buch über seinen abwesenden Vater veröffentlichte, das hohe mediale Wellen schlug? Ob Medienkonsum oder mediale Vermarktung, die Zauberformel für den pädagogisch richtigen Umgang mit Medien wurde noch nicht gefunden. Dessen ungeachtet sucht Johannes Gelich in dieser "Radiokolleg"-Reihe Auswege aus der verfahrenen Diskussion rund um die mediale Belagerung unsere Kinder.

0 Hörer

09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Arzt im Inneren

Von den Selbstheilungskräften des Körpers (1). Gestaltung: Barbara Zeithammer "Jeder Patient trägt seinen eigenen Arzt innerlich bei sich. Der Patient weiß das noch nicht und kommt zu uns. Das Beste und Wichtigste, das wir tun können, ist, diesem inneren Arzt im Patienten die Chance zu geben, aktiv zu werden, an die Arbeit zu gehen", sagte der Arzt, Philosoph und Theologe Albert Schweitzer. Nicht der Arzt, sondern die Natur heilt, formulierte Hippokrates lange vor ihm und heute ist allgemein anerkannt: therapeutische Maßnahmen können nur einen Beitrag zur Genesung leisten, manchmal sind sie vergebens. Tatsächlich verfügt der Körper über erstaunliche Selbstheilungskräfte, denen heute in der Schulmedizin und Forschung zunehmend Aufmerksamkeit gewidmet wird - und das nicht nur aus Kostengründen. Hirnforscher/innen untersuchen, wie sich positive und negative Erwartungen (der Placebo- und der Nocebo-Effekt) auf Heilungsprozesse und Schmerzwahrnehmung auswirken. Psychoneuroimmunologie nennt sich ein relativ junges Forschungsfeld, das die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Immunsystem bei Krankheiten und Heilungsprozessen in den Fokus rückt. Auch Stammzellenforscher/innen, Neurobiolog/innen und Psycholog/innen interessieren sich zunehmend für diese Mechanismen. "Die beste Arznei für den Menschen ist der Mensch. Der höchste Grad von Arznei ist die Liebe". Dieses Zitat von Paracelsus scheint passend für einen Trend in der (schul-)medizinischen Therapie und Behandlung, der das Gewicht auf eine "sprechende Medizin" legt, vermehrt auf Zuwendung, Meditation und Mitgefühl setzt und so die Position des Patienten verändert, der als Individuum und Subjekt wahrgenommen wird. Der menschliche Organismus rückt als komplexes, vernetztes System in den Mittelpunkt. Traditionelle volks- und alternativmedizinische Schulen wie die indische ayurvedische Medizin bauen darauf auf, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Für die Wirksamkeit vieler alternativmedizinischer Methoden fehlen allerdings wissenschaftliche Beweise. Doch es scheint, als könnten Glauben, Hoffnung und Willen zumindest subjektiv Berge versetzen. Den Verdacht von Schwindelei, Esoterik und Unwissenschaftlichkeit konnte das Thema "Selbstheilung" allerdings bis heute nicht abschütteln und der wissenschaftliche Trend spiegelt sich gesellschaftlich wider - im Boom von Alternativmedizin, Heilsversprechen und Wunderheiler/innen. Der Erfolg der Idee einer inneren Wunderwaffe gegen Krankheiten ist ablesbar an den meterlangen Buchregalen, die Heilung durch positives Denken, durch unterschiedliche (mystische) Produkte, durch Licht oder Quanten versprechen. Ein Wachkomapatient beginnt plötzlich zu sprechen; ein Gelähmter kann wieder gehen; Tumore bilden sich zurück - wer hat noch nicht von diesen medizinischen Wundern gehört? Derartige Spontanheilungen bleiben ein Rätsel. Sie sind selten, aber sie machen Hoffnung, und unsere Erwartungen beeinflussen Heilungsprozesse.

0 Hörer

09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die goldene Ära der Virtuosen

Von Teufelsgeigern und Tastenrittern (1). Gestaltung: Verena Gruber Die goldene Ära der Virtuosität fällt in die Zeit der Romantik. Virtuosen waren im 19. Jahrhundert Musiker (und gleichzeitig Komponisten), die Höchstleistungen vollbrachten, dem Geniebegriff und dem Starkult zu einer ersten Ausprägung verhalfen, auf ständiger Suche nach Optimierung und Perfektionierung waren, ausgedehnte Konzertreisen kreuz und quer durch Europa unternahmen und sich im Wettkampf maßen. Die Romantik brachte eine Unzahl von Virtuosen und Virtuosinnen hervor: Franz Liszt, Frederic Chopin, Friedrich Kalkbrenner, John Field, Heinrich Wilhelm Ernst, Joseph Joachim sowie Clara Schumann und Marie Jaell und viele andere. Alle wurden zu Lebzeiten verehrt, doch nicht alle genießen heute denselben Bekanntheitsgrad. Unzertrennlich verbunden mit dem Begriff der Virtuosität ist der italienische Geiger und Komponist Niccoló Paganini. Er ist der Virtuose schlechthin! 1782 in Genua geboren, galt er als Teufelsgeiger und war wohl der erste Superstar der Musikgeschichte. Vom Vater wurde er zum Wunderkind gedrillt, entwickelte dann überwiegend autodidaktisch seine einzigartige Technik und revolutionierte das Geigenspiel wie keiner vor oder nach ihm. Nach einigen Jahren als Konzertmeister in Lucca war er fast ununterbrochen auf Tournee in Europa. Bereits zu Lebzeiten verselbstständigten sich die Gerüchte über ihn: Er galt als "Hexenmeister", der einen Pakt mit dem Teufel eingegangen war. Das Spiel mit der Selbstinszenierung beherrschte er bis zur Perfektion. Bereits sein Erscheinungsbild hatte etwas Dämonisches: Er war hager, ging gebeugt, trug sein Haar wirr und seine Konzertkleidung schwarz. Zeitgenossen berichteten, dass die Frauen reihenweise in Ohnmacht fielen und der Saal tobte, während Paganini wie besessen auf der Bühne spielte und Saiten und Bogenhaare zerriss. Verena Gruber beleuchtet in ihrer "Radiokolleg"-Reihe kulturelle, musikwissenschaftliche und soziologische Aspekte der goldenen Ära der Virtuosen, indem sie eine begriffliche Bestimmung vornimmt, in einem historischen Abriss die ersten Virtuosen der Musikgeschichte analysiert und sich dann ausführlich der Hochphase des Virtuosentums im 19. Jahrhundert widmet. Außerdem wendet sich die vierteilige Reihe auch den (heute) weniger bekannten Virtuosen und den Virtuosinnen zu, erklärt wie Gerüchte und Legenden rund um Virtuosen entstehen, erzählt, wie ganze Menschenmassen in Trance versetzt worden sind, was es mit dem Wettkampf auf sich hat und wie gefährlich die Grenze zur Hohlheit beim Virtuosentum ist. Das Portrait über Niccoló Paganini im vierten Teil der Reihe ist in Paganinis Heimatstadt Genua entstanden. Neben ausgewiesenen Musikexperten zu den einzelnen Themen, kommen auch heutige Virtuosen auf der Geige oder dem Klavier zu Wort.

0 Hörer

09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute

844 Hörer

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

10.05 Uhr

 

 

Konzert am Vormittag

Webern Symphonie Orchester, Dirigent: Zubin Mehta. Franz Schubert: Symphonie Nr. 3 D-Dur D 200 * Anton Webern: Sechs Orchesterstücke op. 6 * Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70 (aufgenommen am 8. Dezember 2016 im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Stefanie Maderthaner Hinter dem Namen "Webern Symphonie Orchester" verbirgt sich eigentlich das Orchester der Musikuniversität in Wien und dieses existiert - früher natürlich unter anderem Namen - schon seit fast 200 Jahren. Genauer, seit es das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gibt, den Vorläufer der heutigen Musik-Universität. Dieses junge, sehr engagierte und absolut professionelle Orchester lädt für seine Konzerte immer wieder große Gastdirigenten ein, so auch dieses Mal. Auf dem Podium sieht man dann bei solchen Konzerten zumindest gleich viele junge Frauen wie junge Männer- wenn nicht sogar mehr Frauen und auch aufgenommen wird hier jeweils von Studenten, nämlich in diesem Fall: Kristaps Austers und Jonas Haslauer. Sie waren verantwortlich für Tontechnik und Aufnahmeleitung. Zubin Mehta dirigierte an diesem Abend besonders liebevoll. Er schafft es ja immer wieder mit dem geringstmöglichem Aufwand und mit feinsten, ganz reduzierten Bewegungen größtmögliche Wirkung zu erzielen. Auf dem Programm an diesem Abend standen: Schubert, Webern und Dvorák. Zu Beginn eine der Schubertsymphonien, die erst viel später im 19. Jahrhundert gehört und bestaunt wurden. Die Nr.3 in D-Dur - uraufgeführt erst 66 Jahre nach ihrer Entstehung, in London. Das zweite Werk war von Anton Webern, seine Sechs Stücke für großes Orchester. Auslöser für dieses sehr spannungsgeladene, kleinteilige Werk war der Tod von Weberns Mutter im Jahr 1909. Nach der Pause dann erwartete das begeisterte Publikum Dvoráks Symphonie Nr.7 in d-Moll. Großartig musiziert und auch hervorragend "vorgeprobt", von dem Philharmoniker und Professor für Orchesterleitung Helmut Zehetner. Schlusswort von Maestro Mehta nach diesem Konzert zum Publikum: "Das sind die Philharmoniker von morgen!" (Stefanie Maderthaner)

1588 Hörer

11.35 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

844 Hörer

11.40 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarisches Österreich: Kärnten. "Drei Wege zum See". Von Ingeborg Bachmann. Es liest: Petra Morzé. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser

471 Hörer

11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute

844 Hörer

12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache

2647 Hörer

13.00 Uhr

 

 

Ö1 bis zwei

mit Gustav Danzinger. Luthers Lieder Eine klingende Anthologie Für Martin Luther gehört die Musik zu den segensreichsten Gaben der Schöpfung: "Ich wollte von Herzen gern diese schöne und köstliche Gabe Gottes, die freie Kunst der Musica, hoch loben und preisen. Erstens weil diese Kunst von Anfang der Welt allen Kreaturen von Gott gegeben und von Anfang mit allen geschaffen ist, denn da ist mitnichten nichts in der Welt, das nicht ein Schall und Laut von sich gebe". Schon in seinen Jugendjahren in Eisenach hatte Luther im Schulchor und im privaten Kreis viel gesungen, später an der Erfurter Universität neben Theologie auch Musik und Kontrapunkt, studiert und dazu das Lautenspiel so gut erlernt, dass ihn damals ein Kommilitone als "musicus et philosophus eruditus", als gelehrten Musiker und Philosophen pries. Woher Luthers Lieder kommen und wie mannigfaltig ihre kaum zu überschätzende Wirkungsgeschichte war, wollen wir in dieser Stunde klingend nachhören.

1492 Hörer

13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell

220 Hörer

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

14.05 Uhr

 

 

Radiodoktor - Medizin und Gesundheit

Endlich kindgerechte Rehabilitation - Ein Meilenstein im österreichischen Gesundheitswesen Es war einfach nur unfassbar. Für Kinder gab es bisher in Österreich keine Rehabilitationseinrichtungen. Wir haben uns in mehreren Sendungen mit dieser "kleinen Lücke" im österreichischen Gesundheitssystem beschäftigt. Während es für Erwachsene selbstverständlich ist und war, dass nach Unfällen, bei schweren Herzkreislauferkrankungen, bei Asthma, bei Beschwerden des Bewegungsapparaten usw. Rehabilitationsmöglichkeiten angeboten werden, wird dies nun erst jetzt auch unseren Kindern ermöglicht. Seit Dezember 2016 ist es beschlossene Sache. Verteilt über ganz Österreich werden elf Standorte mit insgesamt 343 Betten zur Verfügung stehen, die Kinder und Jugendliche nach Unfällen, mit Herz- oder Lungenerkrankungen, mit Stoffwechselerkrankungen, nach Krebserkrankungen, aber auch mit neurologischen Erkrankungen, Entwicklungsstörungen oder psychosozialen Bedürfnissen rehabilitieren. Die kindgerechte Rehabilitation ist mehr als nur die fachgerechte medizinische Betreuung. In den Rehabilitationseinrichtungen kann die gesamte Familie aufgenommen und bei Bedarf - etwa bei schwierigen Situationen wie nach Ertrinkungsunfällen - mitbehandelt werden. Schulische Betreuung und kindgerechte Ernährung gehören ebenso zum Angebot. Bei entsprechender Indikation werden die Kosten von den Versicherungsträgern übernommen. Aber auch die Lohnfortzahlung für begleitende Eltern ist gewährleistet. Wesentlich ist die Festlegung eines Rehabilitationszieles zu Beginn. Denn die Verbesserungen, die durch die Rehabilitation erzielt werden, sollen auch später im Alltag bleibend umgesetzt werden können. Österreich kann sich an dem Vorbild Deutschland orientieren. Denn dort wird Rehabilitation an speziellen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche bereits seit Jahrzehnten durchgeführt. Diesmal diskutiert Univ.-Prof. Dr. Manfred Götz mit seinen Gästen über den aktuellen Stand und die detaillierten Pläne für die Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation in Österreich. Eine Sendung von Dr.in Michaela Steiner. Redaktion: Dr. Christoph Leprich

96 Hörer

14.40 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Dialog mit den einstigen Kampfpiloten. Grazer Schüler bekommen Videobotschaften von US-Veteranen. Gestaltung: Jonathan Scheucher. Randnotizen: Bea Sommersguter. Moderation und Redaktion: Alois Schörghuber Zwischen Februar 1944 und April 1945 wurde Graz 56mal von der amerikanischen Luftwaffe bombardiert. Knapp 2000 Zivilisten wurden dabei getötet. Während des zweiten Weltkrieges war die steirische Landeshauptstadt damit die am häufigsten aus der Luft attackierte Stadt im heutigen Österreich. Im Rahmen eines Schulprojekts mit Historikern der Universität Graz, nahmen Grazer Schülerinnen und Schüler Kontakt mit ehemaligen alliierten Piloten auf, die bei ihren Einsätzen von den Nationalsozialisten abgeschossen wurden. Die US-Veteranen beantworteten die Fragen der Schüler in Form von Videobotschaften. Jonathan Scheucher hat die 6. und 7. Klasse des KLEX-Gymnasiums in Graz besucht.

424 Hörer

14.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Das Geräusch von Wasser im Abfluss und andere Lautmalereien. In Japan ist vieles ganz anders! Der Künstler und Filmemacher Edgar Honetschläger hat sich nie irgendwo zu Hause gefühlt. Bis er eines Tages nach Tokyo kam. Auch wenn er nicht viel Ahnung von Japan hatte und dort wirklich fast alles ganz anders ist als hier in Österreich - in Japan fühlte er sich gleich zu Hause. Dem Radiohund erzählt Edgar von dem fernen Land, in dem man Spielplätze auf Friedhöfe baut, vor dem Wassergeist warnt und nicht das Baden verbietet, witzige Laute macht und ziemlich verwirrende Schriftzeichen schreibt. Edgar Honetschläger: "Das mit dem Lesen ist so eine Sache. Ich habe ein Buch auf Japanisch gelesen und das hat ein ganzes Jahr gedauert. Was ich jetzt in meinem Buch versucht habe, ist, nicht nur eine Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche und retour sondern auch die Umgangssprache ins Deutsche zu bringen. Jene Sprache, die die Menschen verwenden, wenn sie miteinander sprechen. Sie ahmen dabei ganz viele Laute nach. Zum Beispiel, das kennst du sicher, stell dir vor: ein Waschbecken, voll mit Wasser und dann rinnt das Wasser im Waschbecken ab. Das macht ein Geräusch. Und wenn die Menschen in Japan einander davon erzählen wollen, dann machen sie das nicht so umständlich, wie ich das jetzt mache, sondern sie sagen: Guru, guru, guru. Sie machen das Geräusch. Die ganze Sprache ist voll von solchen Lautmalereien."

234 Hörer

15.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

15.05 Uhr

 

 

Apropos Musik

mit Johannes Leopold Mayer. Tirol - romantisch. Im Zeitalter der musikalischen Romantik gab es in Tirol einen ungeheuren Aufbruch. Dieser äußerte sich u.a. dadurch, dass Musiker von dort in anderen österreichischen Städten erfolgreich waren, wie Joseph Netzer in Graz oder Johann Rufinatscha in Wien. Vor allem aber das heimische Musikleben und die Ausbildung junger Menschen für die Musik gewann in der bürgerlichen Gesellschaft ganz neue Konturen, zumal unter Joseph Pembaur, der in Wien bei Anton Bruckner studiert hatte.

1831 Hörer

16.00 Uhr

 

 

Passagen

Zur kritischen Edition von "Mein Kampf". Die Zeithistorikerin Rosemarie Burgstaller diskutiert mit Othmar Plöckinger, Historiker, Salzburg und Winfried Garscha, Historiker, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Aufzeichnung aus dem Depot in der Wiener Breite Gasse vom 24. Oktober 2016. Bearbeitung: Robert Weichinger Mit Ablauf des Jahres 2015 erlosch, 70 Jahre nach dem Tod des Autors, die Schutzdauer der Urheberrechte für das zweibändige Buch "Mein Kampf". Seit 1945 bestand ein Publikationsverbot: Der Freistaat Bayern, d. h. das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, dem die Urheberrechte offiziell im Jahr 1965 übertragen worden waren, untersagte jeglichen Nachdruck. Ab 1. Jänner 2016 wurde dieser Text "gemeinfrei" - so der Terminus - und theoretisch für jeden möglich zu veröffentlichen. Beim Forschungs- und Publikationsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte in München ging es um eine umfassende, wissenschaftliche Gesamtaufarbeitung einer zentralen Quelle zum Nationalsozialismus, was nach ca. dreijähriger Beschäftigung schließlich auf knapp 2.000 Seiten mehr als 3.700 Anmerkungen dokumentieren. Mit dem Wahrnehmen dieses Mandats sollte auch anderen, weniger ambitionierten und einschlägigen Publikationsvorhaben zuvorgekommen werden.

211 Hörer

16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben

167 Hörer

17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf

544 Hörer

17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal

705 Hörer

17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Besuch aus dem Norden: JA JA JA-Festival und José González Das kleine aber feine Festival JA JA JA präsentiert eine breite Auswahl neuer Acts des skandinavischen Raums. Im Wiener WUK kann man am Freitag, 27. Jänner 2017 das Werk von Musikerinnen und Musikern aus Island, Norwegen, Finnland und Dänemark kennen lernen. Für Fans des überaus reichhaltigen skandinavischen Musikschaffens ist gerade eine gute Zeit, denn einen Tag darauf ist der schwedische Singer-Songwriter José González im Wiener Gasometer zu Gast. Er stellt seine intimen Songs gemeinsam mit dem Ensemble The String Theory in neuen, fein gesponnenen Arrangements vor.

1038 Hörer

17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Im Warteraum der Vernichtungslager. Die jüdischen Sammellager in der Wiener Leopoldstadt. Mit Heidemarie Uhl und Monika Sommer, Historikerinnen am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Gestaltung: Hanna Ronzheimer Kleine Sperlgasse 2a, Castellezgasse 35, Malzgasse 7 und 16 - diese vier Adressen sind zentrale Erinnerungsorte der Shoah von Wien und Österreich. Hier in der Wiener Leopoldstadt wurde ab 1941 der Großteil der jüdischen Bevölkerung interniert und von hier aus weiter in die Konzentrationslager geschickt. Zu trauriger Berühmtheit hat es in diesem Zusammenhang das sogenannte "Wiener System" geschafft: nach einem Rastersystem geplante, sogenannte "Aushebungen" der jüdischen Bevölkerung in ihren Wohnungen. Berlin nahm sich das "Wiener System" später zum Vorbild. Ausgedacht hat es sich der SS-Hauptsturmführer Alois Brunner. Er gilt als besonders brutaler Zeitgenosse und einer der wichtigsten Gehilfen von Adolf Eichmann bei der Ermordung der Juden im Nationalsozialismus. In Wien war er Leiter der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung". In seinen Sammellagern wurde über Leben und Tod entschieden: Nach der Enteignung und Abgabe aller Wertgegenstände konnte man zurückgestellt, entlassen oder gleich deportiert werden. Wer als "Volljude" galt, hatte zumeist keine Chance, der Deportation zu entkommen.

300 Hörer

18.00 Uhr

 

 

Abendjournal

1003 Hörer

18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Nie mehr Nummer Zwei: Kulturhauptstadt Aarhus Gestaltung: Carsten Schmiester Das dänische Aarhus ist neben Paphos auf Zypern heuer Europäische Kulturhauptstadt. Die zweitgrößte Stadt Dänemarks stand immer im Schatten Kopenhagens. Nun will sie aus diesem hervortreten. Aarhus zeichnet sich durch innovative Museums- und Bibliotheksbauten und eine äußerst lebendige Universitätsszene aus. Mit rund 270 000 Einwohnern, davon mehr als 40.000 Studenten, lässt sich Aarhus in etwa mit Graz vergleichen. Aber auch die statistisch ärmsten Dänen leben in Aarhus. Viele von ihnen sind Einwanderer, die teilweise auch religiösen Extremismus mitbringen. Auch den wollen die Aarhusianer im "Kulturjahr" besser in den Griff bekommen.

771 Hörer

18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell

292 Hörer

19.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Eine Frage der Ethik. Wie wir mit Pflanzen umgehen. Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Besitzen Tiere Rechte? Darf man sie essen oder für Forschungszwecke gebrauchen oder missbrauchen? Solche Fragen beschäftigen die Philosophie schon länger. Einen Schritt weiter geht ein noch recht junger Forschungszweig: die Pflanzenethik. Sie fragt, wie ein moralischer Status von Pflanzen begründet werden kann? Und welche ethischen Prinzipien dabei angewendet werden sollen? Zentral ist dabei der Begriff des "Gedeihens": Der Mensch soll es durch seine Eingriffe in die Natur nicht beeinträchtigen, ohne dabei auf die Verwendung von Pflanzen für Zwecke grundsätzlich zu verzichten. Dieser Ansatz basiert auf Konzepten wie der Selbstentfaltung oder Integrität, aus denen ein Eigenwert und eine Würde von Pflanzen abgeleitet werden. Was aufs erste abwegig erscheint, berührt doch aktuelle Debatten, etwa jene um die gentechnische Manipulationen oder Patentierung von Pflanzen. Darauf hat beispielsweise die Schweiz bereits reagiert. In der eidgenössischen Verfassung steht etwas unpräzise: Auch bei Pflanzen muss die Würde der Kreatur geschützt werden.

903 Hörer

19.30 Uhr

 

 

On stage

mit Christian Bakonyi. Bio-Blues mit Hammond-Orgel: Ray Anderson's Organic Jazz Blues Quartet im November 2015 im Grazer WIST. (Ausstrahlung in Dolby Digital-5.1-Surround Sound.) Die Begegnung mit der Musik von Jimmy Smith begeisterte einst den zwölfjährigen Ray Anderson für den heißen Sound der Hammond-Orgel. Es sollte bis 1998 dauern, bis der Chicagoer Posaunist, der in den 1980er Jahren mit der Avantgarde-Funk-Band "Slickaphonics" und dem Trio "BassDrumBone" die Szene betrat, in Gestalt der "Lapis Lazuli Band" mit Amina Claudine Myers den lang gehegten Wunsch Realität werden ließ. 2015 besann sich Anderson erneut der Hammond-Orgel und holte neben Gitarrist Steve Salerno und Schlagzeuger Tommy Campbell mit Gary Versace einen einschlägig versierten Könner in das neu gegründete, Groove-orientierte "Organic Jazz Blues Quartet". Christian Bakonyi präsentiert die Höhepunkte des Konzerts, das am 11. November 2015 im Rahmen der Reihe "KUG jazz live!" der Kunstuniversität im Grazer WIST aufgenommen wurde.

434 Hörer

21.00 Uhr

 

 

Tonspuren

"Ich bin ein hinter dem Pessimisten verborgener Optimist." Porträt des Filmemachers und Autors Georg Stefan Troller. Feature von Nikolaus Scholz Georg Stefan Troller, Sohn eines jüdischen Pelzhändlers aus Brünn, wurde im Dezember 1921 in Wien geboren, und wuchs in Döbling auf, in unmittelbarer Nachbarschaft zur späteren Filmdiva Hedy Lamarr und des Schriftstellers Arthur Schnitzlers. 1938, nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, gelingt dem damals 17-Jährigen die Flucht über die Tschechoslowakei und Frankreich in die USA, wo er 1943 zum Kriegsdienst eingezogen wird, und am 1. Mai 1945 an der Befreiung Münchens beteiligt ist. Aufgrund seiner Deutschkenntnisse wird er von der US Army bei der Vernehmung von Kriegsgefangenen eingesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg arbeitet Troller beim österreichischen Sender Rot-Weiß-Rot, studiert später an der Sorbonne in Paris, und wird ebendort Hörfunkreporter für den RIAS Berlin. 1962 beginnt er mit seinem von der ARD gesendeten "Pariser Journal". Georg Stefan Troller schreibt Dutzende von Drehbüchern, so etwa - gemeinsam mit Axel Corti - die autobiografische Trilogie "Wohin und zurück", die in den 1980 er Jahren verfilmt, und 1987 für den Oscar nominiert wird. Sein bislang letztes Buch "Unterwegs auf vielen Straßen" ist 2016 in der Edition Memoria erschienen. Nikolaus Scholz hat Georg Stefan Troller in Paris getroffen, wo der 95-jährige Autor nur unweit vom Eiffelturm seit 1949 lebt und arbeitet.

245 Hörer

21.40 Uhr

 

 

Texte - neue Literatur aus Österreich

"Anhalter". Erzählung von Felix Kucher. Sprecher: Heinrich Baumgartner. Redaktion: Michaela Monschein Ein Lastwagenfahrer nimmt einen Mann mit. Eine Gestalt, die ihm eigentlich von Anfang an irgendwie komisch vorkommt, die ihm unheimlich ist. Trotzdem beginnen die beiden bald zu reden. Zuerst belangloses Zeug, dann kommt die Rede auf Beziehungen, auf Frauen. Und dann beginnt der Anhalter zu erzählen. Eine Geschichte wie viele. Aus einer Affäre wird irgendwie Liebe, die Frau wird ungeplant schwanger und zuerst scheint endlich alles gut zu werden. Bald ist aber gar nichts mehr gut. Und am Ende ist ein Mensch tot. Felix Kucher 1965 in Klagenfurt, Kärnten geboren. Studium der Klassischen Philologie, Theologie und Philosophie in Graz, Bologna und Klagenfurt. Ist Qualitätsmanager, Lehrer und Weinbauer. Lebt und arbeitet in Klagenfurt. Zahlreiche Fachpublikationen zu Humanismus und Pädagogik. Sein erster Roman "Malcontenta" ist im September 2016 bei Picus erschienen. Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramtes für das Romanprojekt "Kamnik" 2016.

113 Hörer

22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal

590 Hörer

22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Das medialisierte Kind. Von klein auf mit der Welt vernetzt (1). Gestaltung: Johannes Gelich Der Arzt im Inneren. Von den Selbstheilungskräften des Körpers (1). Gestaltung: Barbara Zeithammer Die goldene Ära der Virtuosen. Von Teufelsgeigern und Tastenrittern (1). Gestaltung: Verena Gruber

954 Hörer

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

23.03 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

844 Hörer

23.08 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Expan 2016. Werkstatt Neuer Musik. Gestaltung: Angelika Benke Der Spittaler Komponist Bruno Strobl hat in Kooperation mit der Musikschule Spittal-Baldramsdorf im Jahr 1991 ein Projekt ins Leben gerufen, das der zeitgenössischen Musik auch in Oberkärnten eine Plattform bieten sollte. Diese Internationale "Werkstatt neuer Musik" wird alle zwei Jahre im Schloss Porcia Spittal abgehalten, unter thematischen Schwerpunkten setzen sich sowohl KomponistInnen als auch MusikschülerInnen, MusikerInnen und das Publikum mit Musik-Experimenten auseinander. Drei Tage lang bietet Expan Komponisten-Gespräche, Workshops und Uraufführungen an. Bei dieser Hauptveranstaltung, die am 26. November 2016 stattfand, präsentieren sechs Komponisten jeweils ein Werk für SchülerInnen der Musikschule Spittal-Baldramsdorf und für das Expan-Trio, das sich aus Vera Klug (Flöten), Theodor Burkali (Klarinetten) und Christoph Hofer (Akkordeon) zusammensetzte. Dieser Aufgabe gestellt haben sich 2016 die KomponistInnen Wen Liu (China, Wien), Eduard Demetz (Südtirol), Uros Rojko (Slowenien), Alexander Stankovski (Wien), Wolfgang Suppan (Wien) und Gerhard E. Winkler (Salzburg, Wien). Angelika Benke stellt die Kompositionen für das Expan-Trio vor, aber auch Werke, die von den MusikerInnen in unterschiedlichen Besetzungen interpretiert wurden.

1731 Hörer

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten

2576 Hörer

00.05 Uhr

 

 

Alexander Borodin: "Fürst Igor"

Andrei Iwanow (Fürst Igor), Elena Smolenskaja (Jaroslawna), Sergej Lemechew (Wladimir), Alexander Pirogow (Fürst Galitski), Marc Reizen (Kontschak), Vera Borisenko (Kontschkowna), u.a., Chor und Orchester des Bolschoi Theaters Moskau; Dirigent: Alexander Melik-Paschajew (aufgenommen 1952 in Moskau)

0 Hörer

03.05 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky

2601 Hörer