Jetzt läuft auf Ö1:

Ambiente - von der Kunst des Reisens

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Vivam - Ich werde leben" - Zum 2000. Todestag von Publius Ovidius Naso. Der Schriftsteller Christoph W. Bauer macht sich Gedanken über den ersten Dichter in der Geschichte der Poesie. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Vivam - Ich werde leben", so enden die "Metamorphosen", Ovids Hauptwerk. Und Ovid sollte Recht behalten, noch heute scheint uns kein Dichter der Antike so nah zu sein wie er. Kein Angepasster wollte er sein, kein Karrierist. Lukrative Posten schlug er aus, als erster Dichter in der Geschichte der Poesie entschied er sich bewusst für die Dichtkunst als Beruf. Und als erster Dichter hinterließ er Autobiographisches. Nicht zuletzt lassen sich durch seine Verbannung und seinen Tod im Exil Bezüge zur Gegenwart herstellen. Als belächelter Provinzler kam er nach Rom - und wurde mit seinen Gedichten zum Shooting Star im römischen Literaturbetrieb. Seine "Metamorphosen" zeigen Nachwirkungen in den verschiedensten Kunstrichtungen bis in die Gegenwart. Persönlich hat er für seine Unangepasstheit einen hohen Preis bezahlt: Konflikte mit der Obrigkeit führten schließlich zur Verbannung. Mit seinen Klageliedern entsteht das Genre der Exilliteratur. Der Schriftsteller Christoph W. Bauer, geboren in Kärnten und aufgewachsen in Tirol, wurde für seine Lyrik, Prosa, Dramatik, Hörspiel, Essay, Libretti, Texte für Kinder und Jugendliche mit diversen Preisen und Auszeichnungen geehrt - zuletzt mit dem "outstanding artist award 2015" und dem Tiroler Landespreis für Kunst 2015.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Teresa Vogl


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Drohnen, Wärmebildkameras und Sendehalsbänder. Der Wildbiologe Robin Sandfort über neue Methoden der Wildtierbeobachtung. Teil 3: Achtung: Kamerafalle Gestaltung: Maria Harmer Wie kann man Wildtiere beobachten, ohne sie zu stören? Und wie kann das Verhalten von Wildtieren während der Dunkelheit und an Plätzen, die für einen Menschen schwer erreichbar sind, beobachtet werden? In den vergangenen Jahren haben Techniken auch aus ganz anderen Bereichen wie der Flugzeugtechnik dazu beigetragen, neue Methoden der Wildtierbeobachtung zu entwickeln, die dazu beitragen, diese Fragen zu beantworten. Mit Hilfe dieser technischen Neuerungen können Wildtiere aber nicht nur beobachtet, auch ihre Zahl kann besser bestimmt, der Lebenslauf einzelner Tiere besser nachvollzogen und das eine oder andere Jungtier aus Gefahrensituationen gerettet werden. Robin Sandfort vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien hat bereits während seines Studiums und insbesondere für eine Arbeit über die Raumnutzung des Rehwildes unterschiedliche neue Techniken der Wildtierbeobachtung verwendet.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Grenzen der Empathie

Wenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (3). Gestaltung: Hans Groiß In dem Buch "Durch Mauern gehen"(Luchterhand) beschreibt Marina Abramovi? die Erfahrungen während ihrer Langzeitperformance "The Artist is Present" im New Yorker MoMA, bei der sie in 721 Stunden rund 1.500 Menschen gegenüber saß: "Sehr schnell spürte ich, dass die Leute, sobald sie mir gegenüber Platz genommen hatten, unglaublich bewegt waren. Einigen kamen die Tränen - und mir ebenfalls. War ich ein Spiegel? [..] Ich konnte den Schmerz der Menschen sehen und spüren". In der Kunst ist es relevant sich sowohl als Betrachter, als auch als Schöpfer in andere und anderes hineinversetzen zu können. Empathie ist auch für Cana Bilir-Meier wichtig: Sie machte eine künstlerische Arbeit über ihre Tante, die politische Aktivistin Semra Ertan, die sich 1982 als Zeichen gegen herrschende Ausländerfeindlichkeit in Hamburg verbrannte. Die Künstlerin kannte ihre Tante nicht persönlich. Empathie könnte als ein gesellschaftlicher Imperativ zum guten Handeln bezeichnet werden und hat scheinbar keine Grenzen: Wir kennen das vom Gähnen, beim Musikhören oder vom Beine übereinander schlagen - sobald jemand mit einer Handlung oder Geste beginnt, können wir leicht "mitschwingen" und lassen uns anstecken. In der medizinischen Forschung wird davon ausgegangen, dass die Empathie das Immunsystem stärkt. Aber was heißt Empathie eigentlich genau und ist immer tatsächlich der Begriff Empathie gemeint oder geht es um Wohlwollen, Gedankenlesen oder Obsorge? Empathie boomt als Sehnsuchtsort und als Begriff in der Kunst, der Psychologie und der Kognitionswissenschaft. Entweder mangelt es daran, oder es gibt zu viel. Gibt es aber eine neue gesellschaftliche Empfindsamkeit oder hallt nur die Forderung nach mehr Rücksicht nach? Der kleine Prinz sieht nur "mit dem Herzen gut" - aber geht das überhaupt? Ist Empathie erlern- und auch verlernbar? In den Sprachwissenschaften ist immer öfter von den "dunklen Seiten der Empathie" zu hören, wie sie etwa Autokraten und Populisten benutzen. Hans Groiss versucht eine Begriffsdefinition und analysiert die Balance zwischen Mangel und Überfluss an Mitgefühl.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Weltmuseum Wien und seine Sammler

Von Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (3). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Nach drei Jahren Umbau ist es endlich so weit: Das neu gestaltete Weltmuseum Wien wird am 25. Oktober wiedereröffnet, und zwar mit einem großen Fest, das Andre Heller auf einer Open-Air-Bühne am Heldenplatz gestaltet. Nach der Show können Besucher/innen bis 1 Uhr nachts das neue Museum bei freiem Eintritt erkunden und am 26. Oktober kann man das neue Museum ebenfalls von 13 bis 21 Uhr gratis besichtigen. Das Radiokolleg wird einige faszinierende Sammlerpersönlichkeiten vorstellen und damit auch einen Zugang zum Weltmuseum verschaffen, denn hinter jedem Objekt steht eine spannende Geschichte. Wie zum Beispiel die eines jungen Forschers, der zu den Kopfjägern nach Nordindien aufbricht und dort neue Freunde findet. Oder die einer jungen Ärztin, die nichts anderes will als unberührte Völker erforschen und dort emsig Sprachlisten anfertigt, die aber niemand entschlüsseln kann. Und nicht zuletzt die unerschrockene Ethnologin, die im Regenwald von Indianern mit Pfeilen beschossen wird, sie aufsammelt und ins Museum bringt. Dort sind sie jetzt zu besichtigen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Clown des Bebop

Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (3). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Er war ein Spaßvogel, ein Possenreißer, ein charmanter Witzbold - der anekdotenumwobene Clown des Bebop: Dizzy Gillespie, am 21. Oktober 1917 als eines von zehn Kindern in eine schwarze Bauarbeiterfamilie in Cheraw/South Carolina hineingeboren. Die Entwicklung des modernen Jazz wäre ohne Gillespies Beitrag nicht möglich gewesen. Gemeinsam mit Thelonious Monk und Charlie Parker erfand er in den frühen 1940er Jahren in den Häuserschluchten der New Yorker 52nd Street gewissermaßen im Alleingang den Bebop: "Damals führte alles zur Beschleunigung und zur Verdichtung", erklärte der Musiker später. Mit seinen nervösen, jagenden Rhythmen verpasste der Bebop - eine Art Dadaismus des Jazz - der jungen, afroamerikanisch inspirierten Musikrichtung einen ungeheuren Entwicklungsschub in Richtung Moderne. "Die Musiker des Bebop waren Aufrührer, die gegen den Muff in den Dinnerjackets des Swings antraten", so fasste der deutsche Kritiker Michael Naura die Bedeutung der Jazz-Revolution der 1940er Jahre einmal zusammen. Und Naura weiter: "Dizzy Gillespie war in diesem Treiben das, was man ein lustiges Haus nennt. Ein wunderbarer Faxenmacher. Die Verkörperung der Gegenwelt zum etablierten E-Musik-Gehabe. Unerreichbar allerdings war er als Trompeter. Während sein Antipode Miles Davis rund um den Globus zahllose Nachahmer gefunden hat, die seinen Ton mit dem an jeder Ecke erhältlichen Dämpfer imitieren, blieb Gillespie resistent gegenüber jedem Versuch, ihn zu klonen." Ein Jahrhundertmusiker. In jungen Jahren galt Dizzy Gillespie als Inbegriff des smarten, hippen Jazz-Intellektuellen; später, als reiferer Musiker, öffnete der Bauarbeitersohn aus South Carolina den Jazz für lateinamerikanische, kubanische und afrikanische Einflüsse und wurde damit zu einem der Pioniere der Weltmusik.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Durch alle Tongeschlechter - Die "Octo tonorum melodiae quinque vocibus" von Thomas Stoltzer (Anfang 16. Jahrhundert) (Ensemble Weser-Renaissance Bremen, Capella Antiqua München) Thomas Stoltzer lebte wahrhaft an einer Zeitenwende: Die Reformation war gleichsam in Sichtweite und das osmanische Reich begann vehement die habsburgischen Länder zu bedrohen. Der Komponist steht demnach einerseits noch ganz in der Tradition eines Josquin des Prés und der maximilianischen Hofkapelle, aber er vertont die Psalmen in deutscher Sprache - und er stellt neue Experimente mit den Tonarten an und schreibt für seinen Dienstherren, den König von Ungarn, "Kammermusik" durch alle Tongeschlechter - für damals eine emotionelle Tour de force.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die Hauptstadt" von Robert Menasse. Es liest Christian Berkel. Ausschnitt aus dem gleichnamigen Hörbuch, erschienen im Hörverlag. Gestaltung: Nicole Dietrich Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur in Brüssel, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der EU-Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an ? die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte; David de Vriend dämmert in einem Altenheim seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Thinktank der Kommission Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen ? für ein Schwein, das durch die Straßen läuft. Der 1954 in Wien geborene Robert Menasse erhielt für den Roman "Die Hauptstadt" den Deutschen Buchpreis 2017.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali. Haydn 2032 - die 5. Etappe Es ist nicht nur ein Musikprojekt - Haydn 2032 versteht sich als ein spartenübergreifendes Kunstprojekt mit Musik, Text, Bild und das ganze verpackt in einer bibliophilen Sammlerausgabe. Neben dieser schönen Edition in Vinyl, mit jeweils einem eigens geschriebenen literarischen Text (u.a. von Eva Menasse oder Daniel Kehlmann) und Fotos von Magnum-Fotografen, gibt es auch CDs, auf welchen bis 2032, dem 300. Geburtstag von Joseph Haydn, alle Symphonien auf historischen Instrumenten eingespielt werden sollen. Jedes Projekt steht unter einem bestimmten Titel und wird durch das Werk eines weiteren Komponisten aus Haydns Umfeld ergänzt. Etappe Nr. 5 führt in geniale Gefilde und zum - oftmals als "schwedischen Mozart" bezeichneten - Komponisten Joseph Martin Kraus, den Haydn "L'homme de génie" genannt hat. Giovanni Antonini und das Kammerorchester Basel vermitteln mit der Einspielung der Haydn Symphonien Nr. 19, 80 und 81 und der Symphonie in c-Moll VB 142 von Kraus vor allem eines: man kann das Werk von Joseph Haydn gar nicht hoch genug schätzen und es trifft der schöne Titel "L'homme de génie" selbstredend auch auf Haydn selbst zu. Giovanni Antonini und sein ambitioniertes Projekt Haydn 2032 sind eine enorme Bereicherung für die Haydn Interpretationsgeschichte, aber diese Aufnahmen sind auch abseits aller Musikwissenschaft schlicht ein purer Hörgenuss.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Les Siècles, Dirigent: François-Xavier Roth; Cédric Tiberghien, Klavier. Camille Saint-Saëns: Ouvertüre zu "La Princesse jaune" op. 30 * Léo Delibes: Ouvertüre und Ballettmusik zu "Lakmé" * Camille Saint-Saëns: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 F-Dur op. 103, "Ägyptisches" * César Franck: Les Djinns, Symphonische Dichtung * Edouard Lalo: "Namouna", Ausschnitte aus den Suiten 1 und 2 (aufgenommen am 16. August in der Royal Albert Hall, London im Rahmen der "Proms 2017"). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

Von der großen Liebe zu Straßenbahnen. Für die meisten Menschen ist die Straßenbahn ein Verkehrsmittel wie jedes andere. Ohne große Verspätungen will man mit ihr zur Arbeit oder nach Hause kommen. Für andere bedeutet die Welt der Straßenbahnen die große Leidenschaft. Sie sammeln alte Linienschilder und Signaltafeln, Fahrscheine und Uniformen. Einige Straßenbahnliebhaber - meist sind es Männer - können es beim Sammeln nicht belassen. Sie legen Fahrberechtigungsprüfungen ab, um alte Straßenbahngarnituren für Nostalgiefahrten durch die Stadt fahren zu dürfen. In Straßenbahnjournalen, Verkehrsblättern, auf Websites und in Tramwayforen tauschen sich die Straßenbahnliebhaber über alte Modelle, neue Linienführungen und aktuelle Störungen aus. Jakob Fessler gibt einen Einblick in die Wiener Straßenbahner-Szene. Gestaltung: Jakob Fessler Wort der Woche: Kathrin Wimmer Moment-Echo: Lukas Tremetsberger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Spiel mit mir, gehen wir in den Park, lass mich doch daheim bleiben! Wie man ohne Streit seinen Willen durchsetzt. Rudi hat in letzter Zeit ziemliche Schwierigkeiten mit Rosi und Tonmeister. Wenn es regnet, will der Radiohund nicht außer Haus. Aber er muss mit - da hilft kein Jaulen und Flehen. Wenn das Wetter dagegen schön ist, will er nicht nach Hause. Aber Rosi und Tonmeister haken die Leine in sein Halsband - auch wenn Rudi sich noch so sträubt. Elvira, Frida, Theodorika und Jihad attestieren Rudi einen Mangel an Überredungskunst. Woher soll der Radiohund das auch können? Er ist auf Bettelblicke und Winseln spezialisiert. Die vier Kinder verraten Rudi ihre Tipps und Tricks - wie sie es schaffen, ihren Willen durchzusetzen, ohne dafür zu streiten. Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Bare Necessities. Walt Disneys "Dschungelbuch"-Verfilmung wird 50! Heute genau vor 50 Jahren kam eine Verfilmung in die Kinos, die alle Kinder, die sie gesehen haben, nachhaltig geprägt hat. Und das hat ganz viel mit der Musik zu tun. Denn die Kleinen bekamen eine Extra-Dosis Dixieland verabreicht, labten sich mit Balu und King Louis am Swing, marschierten friedlich singend mit Elefanten und lernten, wozu gute Freunde da sind. Aber einige der sechs Filmsongs entwickeln seither ihr Eigenleben und werden bis heute immer wieder neu interpretiert. Beispielsweise brilliert die amerikanisch-schweizerische Stimmkünstlerin, Akkordeonistin, Jazzsängerin und Performerin Erika Stucky als Schlange Kaa: Trust in me!


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Isonzoschlachten. Mit Christian Ortner, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Gestaltung: Andreas Wolf Obwohl mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündet, trat Italien zunächst nicht in den Ersten Weltkrieg ein. In Geheimverhandlungen versprachen die Kriegsgegner Großbritannien, Frankreich und Russland dem Land aber Gebietserweiterungen zu Lasten der k. u. k. Monarchie. Im Frühling 1915 wechselte Italien schließlich die Seiten. Vom Kriegseintritt wurde das Habsburgerreich völlig überrascht. Das militärische Ziel Italiens war möglichst tief auf das Gebiet Österreich-Ungarns vorzudringen. Über den Kampfraum Isonzo wollte man Richtung Triest, später auch nach Agram und Laibach vorstoßen. Mit improvisierten Kräften wehrte die k. u. k. Armee aber bereits den ersten italienischen Durchbruchsversuch am Isonzo ab. Bis September 1917 folgten weitere zehn italienische Offensiven. Trotz ihrer drückenden Übermacht gelangen den Italienern nur minimale Geländegewinne, erkauft wurden sie mit gigantischen menschlichen Verlusten. Nach der 11. Isonzoschlacht war auch die k. u. k. Armee "ausgeblutet". Um einen neuerlichen, nun wahrscheinlich erfolgreichen italienischen Angriff, zuvorzukommen, entschied man sich für die Offensive. Um sie führen zu können, benötigte man massive deutsche Unterstützung. De facto wurde die am Isonzo operierende k. u. k. Armee den deutschen Truppen unterstellt - auch der Angriffsplan ging weitgehend auf deutsche Offiziere zurück. Zwischen dem 24. und 27. Oktober 1917 vernichtete die gemeinsame Armee beinahe das gesamte italienische Heer. Neben 40.000 Toten und knapp 300.000 Verwundeten und Gefangenen verloren die Italiener auch fast ihr gesamtes Kriegsgerät. Mit der Beute aus der 12. Isonzoschlacht konnte der Zusammenbruch der k. u. k. Armee um viele Monate verzögert werden.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Das Interesse am Leben im zweiten deutschen Staat scheint - fast 30 Jahre nach dessen Ende - wieder zu wachsen. Dabei geht es weniger um das politische System, als um Alltagsgegenstände. - Gestaltung; Stefan May Das DDR-Museum in Berlin ist innerhalb weniger Jahre zu einem der touristischen Anziehungspunkte in der deutschen Hauptstadt geworden. Es zeigt den Alltag in der untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik. Vor ein paar Monaten hat das Museum ehemalige Bürger/innen der DDR aufgerufen, Erinnerungsstücke zu spenden. 3000 Objekte konnten daraufhin in die Sammlung aufgenommen werden. Auch anderswo im Osten Deutschlands entstehen Museen, die sich, abseits vom Politischen, damit beschäftigen. Was steckt hinter der neuen Erinnerungswelle? Nostalgie wie anderswo auch oder doch mehr?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Ein Streifzug durch den Nationalpark Kalkalpen Von Lukas Tremetsberger Der Nationalpark Kalkalpen feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Ein Großteil des 200 Quadratkilometer großen Gebietes im südöstlichen Oberösterreich ist Wald. In der Kernzone wird seit zwei Jahrzehnten keine Forstwirtschaft mehr betrieben: Keine Bäume gefällt oder gepflanzt, abgestorbene Bäume nicht weggeräumt. Das Resultat ist eine naturnahe und vielfältige Waldgesellschaft mit jungen und alten Bäumen verschiedener Arten. Angrenzende Waldbesitzer befürchteten eine starke Zunahme der Borkenkäferpopulation. Der sechs Millimeter große Forstschädling lebt in Fichten und vermehrt sich unter anderem in von Stürmen entwurzelten Bäumen. Zum Schutz der Nachbarwälder wurden an den Rändern des Nationalparks Bekämpfungszonen eingerichtet, in denen die Entwicklung der Käfer beobachtet und notfalls eingegriffen wird. Mittlerweile sind jedoch Wälder entstanden, die dem Borkenkäfer weniger Nahrung bieten als reine Fichtenbestände.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Patrizia Jilg. Ein musikalisches Gipfeltreffen. Im Jahr 1503 trafen sich zwei Habsburger Fürsten in Tirol: Kaiser Maximilian und sein Sohn Philipp. Ein Treffen, das auch mit allem musikalischem Pomp gefeiert wurde. Erschienen ist dieses musikalische Gipfeltreffen in der CD Reihe MusikMuseum - einer äußerst engagierten Reihe des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. Philipp - später der Schöne genannt - war zu dieser Zeit schon mit der spanischen Prinzessin Johanna verheiratet und befand sich auf der Reise von Spanien über Frankreich und Tirol nach Brüssel - eine Reise, die zwei Jahre gedauert hat und bei der der junge Fürst von 36 Musikern und vielen Singknaben begleitet wurde. Eine für diese Zeit ganz erhebliche Entourage, die auch zeigt, wie wichtig die Musik für die Selbstdarstellung eines Fürsten war. Mehrere Wochen war Philipp bei seinem Vater in Tirol und wie in einem Zeitraffer bringt die CD jene Musik zu Gehör, die zu den dazugehörenden Feierlichkeiten und Gottesdiensten gespielt wurde. die Interpreten sind: die Wiltener Sängerknaben, die Solisten: Kai Wessel, Bernd Oliver Fröhlich, Harry van Berne und Matthias Lutze sowie die Capella della Torre unter der Leitung ihrer Gründerin Katharina Bäuml.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Reformation und Wissenschaft Gestaltung: Martin Haidinger Die berühmten 95 Thesen Martin Luthers, geschrieben im Jahr 1517, haben die mittelalterlich-christliche Welt verändert. Es ging um eine Erneuerung des Glaubens und des religiösen Lebens, aber in der Folge auch um eine neue Ausrichtung der Wissenschaft. Von Wittenberg aus wurde eine grundlegende Universitätsreform eingeleitet. Bis dahin waren Wissenschaft und Universität praktisch rein katholische Angelegenheiten. Mit den lutherischen Universitäten in Deutschland veränderte sich auch die Wissenschaftslandschaft. Für viele Studenten galten die protestantischen Universitäten interessanter als die alten. Hier fand das statt, was viele im Nachhinein als "Aufklärung vor der Aufklärung" bezeichneten. Das führte zu einer enormen Krise etwa an der Wiener Universität. Dort gab es immer weniger Studenten, und damit auch Einnahmen. Ein Studium an protestantischen Universitäten war Wiener Studenten zwar verboten, doch hielten sich viele einfach nicht daran. Die Anziehungskraft der von der Reformation geprägten Universitäten und deren Professoren war enorm, und das Aufbrechen eines mittelalterlich-kirchlich geprägten Wissenschaftsverständnisses vorgezeichnet - nicht nur in der Theologie. Noch heute würden die Impulse der Reformation weiterwirken, sagt der evangelische Theologe Ulrich Körtner, nämlich dort, "wo aus einem reformatorischen Blickwinkel das Verhältnis von Glaube, Theologie und Wissenschaft beleuchtet wird. Nach reformatorischer Tradition ist Glauben der biblische Begriff für Gewissheit. Nun kann es ohne Gewissheit grundsätzlich keine Form von Wissen und auch keine Wissenschaft geben". "Reformation und Wissenschaft" war ein Thema am XVI. Kongress für Theologie, der unter dem Titel "Christentum und Europa" im September in Wien stattgefunden hat.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Die Grenzen der Empathie. Wenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (3). Gestaltung: Hans Groiß Das Weltmuseum Wien und seine Sammler. Von Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (3). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Der Clown des Bebop. Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (3). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Marlene Schnedl Mit u.a. einer Vorschau auf das Festival Phonofemme, das dieses Jahr Pauline Oliveros gewidmet ist.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten