Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Morgenjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Marc Aurel in einer (post)pandemischen Welt". Barbara Maier, Vorständin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Klinik Ottakring in Wien, über den Philosphen auf dem Kaiserthron anlässlich dessen 1900. Geburtstages "Bei meiner ersten Interrail-Reise nach Sizilien hatte ich Marc Aurels Selbstbetrachtungen, ?Ta eis heauton', wörtlich ?An sich selbst' in meinem Rucksack", erinnert sich Barbara Maier, Professorin für Gynäkologie und Geburtshilfe und Vorsitzende der Ethikkommission der Sigmund Freud Universität Wien. 40 Jahre später findet sie die Gedanken des Philosophen auf dem römischen Kaiserthron, dessen Geburtstag sich am 26. April zum 1900. Mal jährt, genauso relevant wie damals. Wenn sich etwa der mächtigste Mann der damals bekannten Welt selbst ermahnt: "Verkaisere nicht". Er ist sich bewusst, dass die Macht Auswirkungen auf seine Persönlichkeit hat. Marc Aurels Kosmos ist der der Stoa, durchwirkt vom Logos, jener Vernunft, die sich in der Natur, der Gemeinschaft der Menschen und im Individuum manifestiert. Alles ist mit allem verbunden - nicht erst seit der Globalisierung unserer Welt. Angesichts der Corona-Pandemie fragt Maier: "Die Gesellschaft schaut in Angst und Panik sich selbst ins Gesicht. Was ist zu sehen? Solidarität oder Egoismus? Vernunft oder Unvernunft?"

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Nicole Brunner. When spring is late Romantische Gefühle kommen auf, in einer Welt aus zarten und weichen Zuckerschaumbällchen - sind es Schneeflocken oder einfach nur Wolken? Sind es Frühlingsgefühle oder Wintersentimentalitäten, die der "Wettervogel" besingt? Wir geben dem Frühling eine zweite - oder auch dritte - Chance und hoffen aufs nächste Jahr.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Eine seltene Erscheinung. Die Zoologin Karin Ernst spricht über die Kroatische Gebirgseidechse. Teil 4: Eine Schatzsuche - Die Computer-gestützte Analyse machte es möglich, noch unentdeckte Populationen aufzufinden. Gestaltung: Julia Grillmayr Die Kroatische Gebirgseidechse ist eine von fünf in Österreich heimischen Eidechsenarten und gilt hierzulande als die seltenste. Sie wird oft mit der häufigeren Mauereidechse verwechselt, mit der sie sich den Lebensraum teilt. Man bekommt sie aber auch deshalb wesentlich seltener zu Gesicht, da sich die Kroatische Gebirgseidechse, Iberolacerta horvathi, vorwiegend auf strukturreichen Felsen aufhält und sich gerne in den kühlen und sicheren Felsspalten zurückzieht. Die Habitate der schlanken, zierlichen Eidechse finden sich meistens zwischen 600 und 1200 Höhenmetern. Neben den Funden in Österreich, ist die Art in Kroatien, Slowenien und Italien nachgewiesen. Weitere sieben Arten der Gattung Iberolacerta, sind auf der iberischen Halbinsel beheimatet. Diese weite Distanz zwischen der Kroatischen Gebirgseidechse zu ihren nächsten Verwandten ergab sich durch die letzte Eiszeit, in der vergletscherte Gebiete die Populationen trennten. 1986 wurde Iberolacerta horvathi das erste Mal in Österreich gefunden. Seither versucht die Forschung weitere Populationen und Lebensräume zu finden und zu dokumentieren. Karin Ernst vom Naturhistorischen Museum Wien hat sich in ihrer Masterarbeit dieser Aufgabe gewidmet, wobei sie eine Computermodellierung benutzte, um potenziell geeignete Habitate zu finden. Unter Berücksichtigung verschiedener Umweltvariablen, etwa über das Klima, die Sonneneinstrahlung oder die Distanz zu Gewässern, wies das Modell passende Lebensräume für die Kroatische Gebirgseidechse auf der österreichischen Landkarte aus. Auf Basis dieser Daten machte Karin Ernst eine Freilandstudie und besuchte 21 Tälern auf der Suche nach der Kroatische Gebirgseidechse. So konnte Iberolacerta horvathi erstmals an weiteren 10 Standorten nachgewiesen werden.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Epikur und Epidemie

Philosophische Handreichungen für eine kranke Welt (4). Gestaltung: Günter Kaindlstofer Kleines Virus, große Folgen: Der Corona-Erreger hält die Welt in Atem. Millionen Menschen sind in den letzten Monaten gestorben, Krankenhäuser arbeiten an den Grenzen ihrer Belastbarkeit, beschwerliche Lockdowns und massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens zerren an den Nerven. Hat uns die Philosophie - vielleicht sogar die Philosophie der Antike - in dieser Zeit etwas zu sagen? Sie hat. Epikur von Samos zum Beispiel, 341 v. Chr. geboren, hat eine originelle und wohlausgewogene Philosophie des guten Lebens formuliert. Von einer Pandemie, wie wir sie zur Zeit durchleben, hätte sich der hellenistische Denker ganz sicher nicht verunsichern lassen. Oberstes Ziel der Lebensführung war es in Epikurs Sicht der Dinge, einen ausgeglichenen Gemütszustand zu erreichen, einen Zustand, den er - wie viele andere Philosophen im antiken Griechenland - "Eudaimonie" nannte. Zentrales Element eines gelungenen Lebens ist es Epikurs Lehren zufolge, sich von äußeren Umständen so unabhängig zu machen wie möglich. Es komme auf die innere Einstellung an, postulierte der Philosoph, darauf, Herr über die eigenen Begierden und Emotionen zu sein - denen man in Maßen aber nachgeben müsse und dürfe. Wer im Einklang mit seinen Bedürfnissen lebe und sich von äußeren Umständen weitgehend unabhängig gemacht habe, könne einen Zustand des inneren Friedens erreichen, einen Zustand der "Ataraxie", mögen draußen in der Welt auch unerfreuliche Zustände herrschen - zum Beispiel eine Pandemie. Obwohl von Theologen und christlichen Philosophen jahrhundertlang verfemt, haben die Lehren Epikurs und seiner Schüler bis heute eine nicht zu unterschätzende Wirkung entfaltet. Die Liste der bekannten Epikureer der letzten zweitausend Jahre reicht von den römischen Dichtern Lukrez und Horaz über Michel de Montaigne und die führende Köpfe der französischen Aufklärung bis hin zu Erich Fromm und zum Pariser Philosophen Michel Onfray, der zu den prominentesten Epikureern der Gegenwart gehört. Die Corona-Pandemie mag menschliche Tragödien und einiges an Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Sie kann aber auch Anlass sein, sich wieder einmal mit den entscheidenden Fragen des Menschseins auseinanderzusetzen. Was ist es, das im Leben wirklich zählt? Was macht ein geglücktes Leben aus? Und wie lässt sich ein Zustand des inneren Friedens, der "Ataraxie", erreichen? Die epikureische Philosophie bietet interessante Antworten darauf.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

E wie Erbse, F wie Fenchel, G wie Gerste, H wie Hanf (4). Gestaltung: Ilse Huber, Renate Pliem, Kim Shirin Cupal *H wie Hanf* Die einen loben ihn als "grünes Gold", während die anderen ihn "Teufelskraut" schimpfen - der echte Hanf, Cannabis Sativa L., ist das gewöhnt. Zu vielseitig ist sein Charakter, als dass er sich in nur einen Topf werfen ließe. Denn neben seinen hervorragenden Eigenschaften zur Fasergewinnung für Seile, Textilien und Spezialpapier und der berühmten Rauschmittel Wirkung, gilt er auch als bedeutsame Heil- und Speisepflanze. Das einjährige krautige Gewächs war in China bereits um 4000 v. Chr. in Verwendung und gehört somit zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Auch im alten Ägypten, im antiken Griechenland und im römischen Reich war man mit Hanf und dessen schmerzlindernden und beruhigenden Kräften vertraut. Doch die Hanf-Praktiken fanden in den 1930er Jahren ein jähes Ende - das Cannabis Verbot stoppte die medizinischen Einnahmeformen. Ein Fehler? Möglich, denn für an Krebs, AIDS, Arthritis oder Rheuma erkrankten Menschen könnte Hanf eine bedeutsame Verbesserung darstellen. Andererseits ist Cannabis mit 192 Millionen Nutzern, die meistgebrauchte illegale Droge weltweit. Die ursprünglichste Beziehung zwischen Mensch und Hanf ist wahrscheinlich den nahrhaften Hanfsamen zu verdanken, welche bereits von Jägern und Sammlern verzehrt wurden. Heute erfreuen sich diese Samen auch in der gesunden Bio-Küche immer größerer Beliebtheit. Kaum andere Getreidekörner können es mit ihrer Nahrhaftigkeit aufnehmen. Auch das Hanföl, welches aus den Samen gewonnen wird, gilt als exquisit, mit einem köstlich nussigen Geschmack und zudem gesünder als sämtliche anderen Speiseöle. Und obwohl die berauschende psychoaktive Wirkung bei dem Verzehr der Samen ausbleibt, ist deren beruhigende Wirkung nicht zu verachten. Gestaltung: Kim Shirin Cupal

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Orange Power/Gino Pertot, The Moreaus, Rainhard Fendrich, Sigrid Horn (4). Gestaltung: Walter Gröbchen, Stefan Trischler, Stefan Niederwieser *Sigrid Horn* "Niemand singt derzeit ergreifendere Dialektlieder als Sigrid Horn." Sagt der Popkritiker der Wiener Stadtzeitung "Falter", Gerhard Stöger. Man mag das für ein überschießendes Zeichen professioneller Kunstbewertung halten, aber hier sind sich viele Expertinnen und Experten einig: diese Musik ist berückend schön, reduziert, eindrücklich - eine Art Kammermusik, wie es die Wiener Zeitung formulierte, oder auch Volkskunstlied. Pop - im Sinne von oberflächlich populistischer Musik - ist es jedenfalls nicht. Sigrid Horn ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Sie spielt Ukulele, Saxophon und Klavier, manchmal solo, oft zu zweit oder im Trio mit Sarah Metzler an der Harfe und dem Multiinstrumentalisten Bernhard Scheiblauer. 1990 in Neuhofen an der Ybbs geboren, tritt sie seit ihrem 16. Lebensjahr als Sängerin auf. Zunächst im Quartett Wosisig, danach im Spoken Word- und HipHop-Poetry-Umfeld um Yasmo und Mieze Medusa. 2019 gewann sie den FM4-Protestsong-Contest mit dem Lied "baun", das sich gegen die zunehmende Zersiedelung der österreichischen Landschaft wendet. Kurz zuvor war mit "sog i bin weg" ihr erstes Album unter eigenem Namen erschienen, im Frühjahr 2020 folgte "I bleib do", dessen Live-Umsetzung weitgehend der Pandemie zum Opfer fiel. Ein Ankommen? Eher eine Zwischenstation auf dem Pfad zu weiteren markanten Wegpunkten. Sigrid Horn ist gekommen um zu bleiben. Gestaltung: Walter Gröbchen

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Mirjam Jessa. Der unbekannte Erstling. Dvoraks Cellokonzert und sein wenig bekannter Vorgänger auf der Couch und unter der Lupe Man möchte meinen, zum weltweit beliebtesten Konzert für Violoncello sei alles gesagt und sattsam bekannt. Gesagt, geschrieben - vielleicht, bekannt - so allgemein beim großen Publikum - wohl eher nicht. Dass es ein erstes Cellokonzert in A-Dur gab, kann zwar nachgelesen werden, gehört haben es aber wenige. Zumal es original nur mit Klavierbegleitung existiert, weil es von Antonin Dvorak nie orchestriert wurde. Der deutsche Komponist Günter Raphael hat es 1918 entdeckt und eine sehr freie Orchesterfassung geschaffen, die massiv in die Originalfassung eingriff. In den 1970er Jahren schuf der tschechische Musikwissenschafter und Komponist Jarmil Burghauser eine Dvorak gemäße Orchestrierung und publizierte die originale Klavierbegleitung in einer gekürzten Fassung, da die Ecksätze ursprünglich so ausufernd geraten waren, dass das Konzert insgesamt fast eine Stunde dauerte. Heute existieren also die verschiedensten Varianten dieses Jugendwerks, alle sind auch auf Tonträgern erhältlich. Der britische Cellist Steven Isserlis hegt ein Faible für die frühere Version: "Raphael behält die Wärme und den Charme des Konzerts bei und formt es dabei in eine handhabbare Gestalt um. Natürlich erreicht es bei weitem nicht das Niveau des später entstandenen h-Moll-Konzerts; aber ist es fair, ein älteres Kind einzusperren, nur weil das jüngere Geschwisterkind ein Genie ist? Ich schätze das A-Dur-Konzert besonders wegen seiner melodischen Schönheit, seines typischen volksmusikartigen Gestus', der Frische der Inspiration - und wegen der freudigen Stimmung, die im gesamten Werk hervorsprudelt."

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

?Eine Fahrt? von Colm Tóibín. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Es liest Andrea Clausen Es war spät, und Mary war es nicht gewohnt, im Dunkeln lange Strecken zu fahren. Aber ihr Mann lag zu Hause nach einem Schlaganfall, und sie hatte ihren Sohn aus dem Krankenhaus abgeholt. Sieben Monate war der Zwanzigjährige dort behandelt worden. Die Diagnose: Depression. Immer wieder schweifen ihre Gedanken nun in die Vergangenheit, suchen Antwort auf offene Fragen: Wann ist es passiert? Wann ist David "anders" geworden? Wann hatte er sich ihnen entzogen? David aber schweigt. Colm Tóibín, geboren am 30. Mai 1955 in Enniscorthy, ist einer der bedeutendsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman "Der Süden" (Deutsch: 1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Neben Romanen veröffentlichte Tóibín auch Sachbücher und 2006 die Erzählsammlung "Mothers and Sons". Tóibín ist auch als Journalist tätig und ist angesehener Literaturkritiker. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Gestaltung: Edith Vukan Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Kinderliteratur aus Österreich Gestaltung: Stephan Pokorny Ö1 versammelt erstmals Geschichten und Gedichte bekannter österreichischer Autor/innen sowie neuer Talente auf einer CD: von Christine Nöstlinger mit ihrem unverkennbar ironischen Stil über die poetischen Geschichtenerzähler Erwin Moser, Heinz Janisch und Georg Bydlinski bis zu Elisabeth Steinkellner mit ihrer frischen, bildhaften Sprache oder Michael Roher, der fröhlich fabulierend die heimische Tradition des Sprachspiels weiterträgt. Mit Texten von Gerda Anger-Schmidt, H.C. Artmann, Bernhard Lins, Georg Bydlinski, Wolf Harranth, Saskia Hula, Heinz Janisch, Vera Ferra-Mikura, Erwin Moser, Christine Nöstlinger, Michael Roher, Franz Sales Sklenitzka, Elisabeth Steinkellner und Peter Turrini. Stimmen: Pippa Galli, Eva Mayer, Raphael Schuchter und Lukas Watzl Moderation: Christoph Grissemann

11.30 Uhr
Des Cis

mit Philipp Weismann.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Vokalmusik zwischen Barock und Frühmoderne, neu aufgenommen Ergibt sich am Ende aus alldem ein "großer Bogen"? Sophie Junker, junge Barock-Sopranstimme von heute, widmet sich dem Repertoire von "Händels Nachtigall" "La Francesina", während Nathalie Stutzmann in "Contralto" (ihre Stimmlage, tiefer Alt) das Sängerische aus 35 Jahren abschließt - sie hat mit durchschlagendem Erfolg aufs Dirigentinnenpodium gewechselt. Die quecksilbrige Sabine Devieilhe bringt in "Chanson d'Amour" Debussy und Ravel, Franck und Poulenc - was bringt der Vergleich mit der hochindividuellen, vom Barock ausgehend zur Romantik gelangten Sopranistin Veronique Gens in ihrem neuen Album "Nuits" oder auch mit dem üppigen Mezzo Marie-Nicole Lemieux in "Mer(s)" zutage? (Auffallendster Werktitel dort "La mer" von Victorin de Joncières.) Einem spannenden Orchesterlieder-Bouquet ähnlich Lemieux widmet sich die schwedische Sopranistin Malin Byström, als Komponist ist ihr Landsmann Ture Rangström mit im Boot. Alles logisch. Aber "darf" eine deutsche Sängerin ihre Liebe zu Cole Porter swingend bekunden? Juliane Banse wagt's!

15.30 Uhr
Moment

Von der amtlichen Karte bis zum Schulatlas. Über Höhenlinien, Riednamen und Schummerungen Eine der zentralen Aufgabe des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen ist die planmäßige Vermessung und Kartierung des österreichischen Staatsgebiets. Die erste Landesaufnahme wurde im Auftrag von Maria Theresia im Jahr 1764 vom Militär durchgeführt - streng geheim. Heute ist die genauste amtliche Karte Österreichs im Maßstab 1:50.000 für jeden zugänglich. Sie wird alle drei Jahre durch neue Luftbilder und Laserscans des Geländes aktualisiert. Das Bundesamt verkauft seine Daten auch an Kartenverlage, Gemeinden, Tourismusverbände oder den Alpenverein, die darauf aufbauend ihre eigenen Karten machen. So werden etwa beim Schulbuchverlag Hölzel auf Basis des österreichischen Lehrplans Themenkarten erstellt. Ein Blick auf deren Wirtschaftskarte zeigt, dass man im Ausseerland zwar ein Salzbergwerk finden kann, aber keinen Industrieort und auch keine Kraftwerke. Gestaltung: Jonathan Scheucher

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi ist gut vorbereitet, als er wie jeden Donnerstag im Ö1 Journalstudio Platz nimmt. Mit Christine Thönicke-Frenkenberger bespricht er, was in der vergangenen Woche alles passiert ist. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Wie entschlüsselt man Hieroglyphen? Gestaltung: Anna Masoner 26 Buchstaben lernen wir spätestens, wenn wir in die Schule kommen. Und mit ihnen können wir recht bald unseren Namen scheiben oder eine Wunschliste an den Osterhasen. Aber stell dir vor, du brauchst hunderte oder gar tausende Zeichen um etwas Vernünftiges niederzuschreiben. Zeichen, die aussehen, wie eine Hand, eine Eule oder ein Seestern. Vor 5.000 Jahren ist in Ägypten so ein kompliziertes Schriftsystem entstanden, die ägyptischen Hieroglyphen. Nora Kuch und Uta Siffert vom Institut für Ägyptologie der Universität Wien können lesen, was damals alles aufgeschrieben wurde und sie erzählen den Ö1-Kinderunireporter/innen Ruben, Nikolaus, Joshua, Liane Chiara, Jara und Daniel von mächtigen Schreibern, weichen Papyrusrollen und der Entzifferung der Hieroglyphen.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die erste Weltumseglung unter dem Kommando von Ferdinand Magellan mit: Christian Jostmann, Historiker und Publizist Gestaltung: Caroline Wolf Über einen Freund erfuhr Ferdinand Magellan vom Reichtum der "Gewürzinseln", den heutigen Molukken. Weil sein Heimatland Portugal ihn nicht unterstützte, stach er am 20. September 1519 mit fünf Schiffen und rund 250 Mann in See, um die Inseln zu finden. Der Vertrag von Tordesillas teilte die damalige Welt in eine spanische und portugiesische Hemisphäre. Die Lage der "Gewürzinseln" war aber umstritten. Um nicht in den portugiesischen Machtbereich einzudringen, wählte Magellan die Westroute. Er war überzeugt davon, einen Wasserweg zwischen dem Atlantischen- und dem Pazifischen Ozean zu finden. Erst nach Schiffsverlusten, Meutereien und einer mühevollen Überwinterung durchquerte er an der Südspitze Amerikas eine enge Wasserstraße - die heute nach dem Entdecker benannte "Magellanstrasse". Von dort dauerte es, quer über den Pazifik, mehr als drei Monate bis die verbliebenen drei Schiffe wieder Land entdeckten. Bei Christianisierungsversuchen auf den Philippinen wurde der streng gläubigen Ferdinand Magellan am 27. April 1521 getötet. Fast eineinhalb Jahre später torkelten 18 Mann, die Reste seiner Armada, in Spanien an Land. Sie waren die Überlebenden der ersten Weltumsegelung. Als Beute brachten sie 26 Tonnen Gewürze mit.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Wie funktioniert die größte Kryptowährung eigentlich? Gestaltung: Xaver Forthuber Das Frühjahr 2021 begann mit einem digitalen Paukenschlag: der Kurs der Kryptowährung Bitcoin durchbrach erstmals die symbolische 60.000-Dollar-Marke. Wer seit 5 Jahren Bitcoins hält, hätte sein Investment damit verzehnfacht - aber auch die Nerven haben müssen, enorme Volatilität zu tolerieren. Kurssprünge im vierstelligen Bereich innerhalb eines Tages sind schon vorgekommen. Und das soll nach Ansicht einer recht eingeschworenen Community die neue Art sein, wie wir Geld denken - oder wahlweise auch das neue Gold, das per "Mining" (Schürfen) aus gemeinschaftlicher Rechenkapazität gehoben wird. Blockchain-Technologie - ein Algorithmus, der Transaktionen aus sich selbst heraus verifiziert - statt Zentralbanken und staatlicher Regulateure. Ein basisdemokratisches Anlage- und Tauschmittel, auf das aber mittlerweile auch die großen Player von Kreditkartenfirmen bis zu Elon Musk ein Auge werfen. Was lang den Ruf hatte, ein Nischenprojekt von Computerkids zu sein, steht inzwischen zunehmend in Wechselwirkung mit der klassischen Finanz- und der Realwirtschaft.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Ein Festkonzert für den Doyen der Neuen Musik Österreichs - Zum 95. Geburtstag von Friedrich Cerha. Gestaltung: Ursula Strubinsky "Ich empfinde das Komponieren nicht als Tun, sondern als eine Lebensäußerung. Ich finde, das Komponieren ist so etwas wie Atmen oder wie der Schlaf: etwas, was einfach geschieht." So Friedrich Cerha über seine künstlerische Arbeit. Trotz seines hohen Alters schreibt der Doyen der Neuen Musik in Österreich mit ungebrochener Leidenschaft Musik. So ist es nicht verwunderlich, dass bei dem Festkonzert für Friedrich Cerha im Wiener RadioKulturhaus am 22. März gleich drei neue Werke zur Uraufführung gelangten: nämlich das Solostück "Otto fogli per trombone solo" (2018/19), das vom Widmungsträger des Werks, dem Posaunisten Walter Voglmayr, gespielt wurde, weiters die "Toccata für Orgel solo" (2020), die Wolfgang Kogert aus der Taufe gehoben hat und die "Vokalise für Sopran und 3 Klarinetten" (2014), mit der polnischen Sängerin und Komponistin Agata Zubel. Außerdem stand neben Friedrich Cerhas "Musik für Posaune und Streicher" (2004/05) auch das "Konzert für Streichorchester" auf dem Programm - ein Werk, das vor über 70 Jahren entstanden ist. Dargeboten wurden diese Werke von der Webern Kammerphilharmonie der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter der Leitung von Ernst Kovacic.

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Die Buntheit der Welt fasziniert mich". Andreas Obrecht im Gespräch mit Gunther Neumann, Autor Gunther Neumann hat mit "Über allem und nichts" ein vielgelobtes Buch vorgelegt. In seinem Erstlingsroman erzählt der 62-Jährige die Geschichte der Pilotin Clara, die den Arbeitsbedingungen im Billigairline-Business und einer traumatischen Vergangenheit nach Sri Lanka entflieht, eine Insel, die wie Clara mit Schatten ihrer Vergangenheit kämpft. Die Insel Sri Lanka hat Gunther Neumann in seiner Position als Vermittler zwischen den singhalesischen und tamilischen Kriegsgegnern kennengelernt. Seit 2011 ist Gunther Neumann Vizepräsident des Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation, das in zahlreichen Kriegs- und Konfliktregionen vermittelt und Frieden stiften will. Um Konflikten auf den Grund gehen zu können, müsse man sein Gegenüber in dessen Denken und Fühlen verstehen lernen. Sein Erstlingsroman zeugt davon, dass er diesem Anspruch auch als Literat gerecht wird. "Die Buntheit der Welt fasziniert mich", sagt er und bunt ist auch sein berufliches Leben. Mit Labels tue er sich schwer. Gunther Neumann wurde in Linz geboren und studierte in Wien und Paris Geschichte, Anthropologie, Völkerrecht und internationale Beziehungen. Er war in leitender Funktion für internationale NGOs, die OSZE, die EU und die UNO sowie als Auslandskorrespondent in Asien, Afrika und Lateinamerika tätig. In seinen Publikationen thematisiert er Globalisierung, Demokratisierung und Migration. Sein Roman "Über allem und nichts" erschien im Jahr 2020. Andreas Obrecht spricht mit Gunter Neumann über dessen ersten Roman und darüber, wie unterschiedlich afrikanische und asiatische Länder mit den Herausforderungen der Moderne umgehen.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Resilienz. Was die Seele stark macht Gestaltung: Jörg Duit Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen, beschäftigt derzeit weltweit zahlreiche Forscherteams. Ein Unfall, der Tod eines geliebten Menschen, eine Kündigung: Menschen zerbrechen daran. Andere wachsen an den Krisen. Warum stecken manche Menschen extreme Belastungen scheinbar mühelos weg? Welche biopsychosozialen Faktoren stärken sie? ORF-CD799

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Epikur und Epidemie. Philosophische Handreichungen für eine kranke Welt (4). Gestaltung: Günter Kaindlstofer Das ABC der Speisepflanzen. E wie Erbse, F wie Fenchel, G wie Gerste, H wie Hanf (4). Gestaltung: Ilse Huber, Renate Pliem, Kim Cupal Lexikon der österreichischen Popmusik. Orange Power/Gino Pertot, The Moreaus, Rainhard Fendrich, Sigrid Horn (4). Gestaltung: Walter Gröbchen, Stefan Trischler, Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Die Komponistin und Klangkünstlerin Natalia Domínguez Rangel im Porträt Amsterdam und Wien sind die Städte zwischen denen sich die aus Kolumbien gebürtige Komponistin Natalia Domínguez Rangel seit 2017 bewegt. In Amsterdam hat sie studiert und sich auf Klanginstallationen und elektroakustische Komposition spezialisiert. Werke für akustische Besetzungen finden aber genauso Platz in ihrem Portfolio. Für Wien hat sie ein Aufenthaltsstipendium erhalten und am Leben hier Gefallen gefunden. Die Verbindung zwischen Architektur und Klang, zwischen dem, was ein Ort zu erzählen hat und wie sich das anhören könnte, fasziniert und inspiriert sie. Die Zeit des ersten Lock Down im Frühjahr des vergangenen Jahres hat die akustische Prägung unserer Umgebung massiv beeinflusst, zumeist hin zu mehr Stille. Natalia Domínguez Rangel machte unzählige Audio-Aufnahmen von bestimmten Plätzen in der Stadt: Von berühmten Gebäuden wie der Wiener Staatsoper und dem Stephansdom genauso wie von Straßen und Parks. Eine akustische Kartographie der Stadt. Nun startete sie einen Aufruf an die Online-Community und bat um weitere Audiofiles aus der ganzen Welt. Daraus will sie eine Klanginstallation inmitten der Natur machen, damit diese unwiederbringlichen Höreindrücke für die Öffentlichkeit erlebbar werden. In diesem Zeit-Ton-Porträt stellt die Komponistin ihre künstlerischen Zugänge vor und gibt Einblick in ihre aktuelle Arbeit. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten